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Freitag, 10. Dezember 2004
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Dampflokomotive «Heidi» wird in Samedan revidiert

pvr. Die inzwischen über hundert Jahre alte Meterspur-Dampflokomotive G 3/4 11 «Heidi» – von den Modelleisenbahnfreunden Eiger Zweilütschinen in den siebziger Jahren von der Rhätischen Bahn (RhB) erworben und vor viereinhalb Jahren ins Bündnerland zurückgekehrt – soll bis zum Jahr 2007 vom «Club 1889», einer Vereinigung von Bündner Eisenbahnfreunden, in Samedan wieder instandgestellt und auf Leichtölfeuerung umgebaut werden.

Die vierachsige Dampflokomotive G 3/4 11 «Heidi» verfügt über drei Antriebsachsen und hat ein Dienstgewicht von 31 Tonnen. (Bild zvg/Club 1889)

Dank einem grosszügigen Legat und verschiedenen Sponsoren soll nach Angaben des «Clubs 1889» die Dampflokomotive G 3/4 11 «Heidi» bereits im Jahr 2007 wieder im Einsatz stehen. Die von den Modelleisenbahnfreunden Eiger Zweilütschinen in den siebziger Jahren von der Rhätischen Bahn erworbene, bis zum Jahr 1990 für Extrafahrten auf dem Netz der Berner Oberland-Bahn (BOB) eingesetzte und dann nach einem Kesselfristablauf ausser Dienst gestellte 31 Tonnen schwere Dampflokomotive wurde im Jahr 2000 an den «Club 1889» – siehe auch Dampfveteran «Heidi» kehrt heim ins Bündnerland vom Donnerstag, 6. April 2000 – für 15'000 Franken verkauft. Danach war «Heidi» gut vier Jahren im Lokomotivschuppen in Filisur remisiert. Nun sei es gelungen, Geld für die Aufarbeitung dieser Dampflokomotive zu beschaffen.

Die im April 2000 im Bahnhof Interlaken-Ost für den Transport ins Bündnerland auf einen Normalspur-Schemel verladene Meterspur-Dampflokomotive «Heidi». (Archivbild Peter Schmid)

Allein der Ersatz des Dampfkessels – er soll von Kohle- auf Leichtölfeuerung umgebaut werden – kostet laut «Club 1889» mehr als eine halbe Million Franken: «Viele Arbeiten werden durch Fronarbeit der Klubmitglieder getätigt.» Neben wirtschaftlichen Überlegungen wird der vorgesehene Umbau auf Leichtölfeuerung auch damit begründet, dass die nicht mehr regelmässig gemähten Bahnböschungen bei trockener Witterung durch den Funkenwurf von kohlebefeuerten Dampflokomotiven leicht in Brand geraten könnten.

Die bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur im Jahr 1902 gebaute Dampflokomotive war bei der Rhätische Bahn in den Jahren 1903 bis 1977 in Betrieb. Schon im Jahr 1922 wurde «Heidi» zu einer Rangierlokomotive umgebaut. In den fünfziger Jahren wirkte die Lokomotive im Heidi-Film mit Heinrich Gretler mit.

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