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Mittwoch, 8. Dezember 2004
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Kandersteg: Grundstückerwerb durch Ausländer – amtlicher Wert bleibt bei mindestens 300'000 Franken

kst/bns. Die 76 anwesenden Stimmbürger haben sich an der ordentlichen Versammlung der Einwohnergemeinde Kandersteg vom 3. Dezember 2004 klar dafür entschieden, dass die drei überbauten Parzellen, welche pro Jahr an Personen im Ausland verkauft werden dürfen, auch in Zukunft einen amtlichen Wert von mindestens 300'000 Franken aufweisen müssen.

Der Gemeinderat hatte eine Streichung des amtlichen Wertes damit begründet, dass der Schutz des Verkäufers gewährleistet werden sollte. Er habe auf die Rechtsungleichheit hingewiesen, welche damit hätte aufgehoben werden können. Ebenso sei die Bestimmung nicht mehr zeitgemäss und marktkonform.

Ausgeglichenes Budget

Der Gemeinderat präsentierte ein ausgeglichenes Budget mit einem Ertragsüberschuss von 41'000 Franken bei Aufwendungen von 5'229'000 Franken. Es weist eine angemessene Investitionstätigkeit auf. Die Steueranlage bleibt bei 1,99 Einheiten. Im Jahr 2003 betrug die Steueranlage noch 2,14 Einheiten. Die Neuordnung des Finanz- und Lastenausgleichsgesetzes (Filag) beschert der Gemeinde infolge hoher Steueranlage 540'000 Franken und einen zusätzlichen Steuerausgleich von 130'000 Franken. Die Finanzlage der Gemeinde Kandersteg kann laut dem Gemeinderat als tragbar bis gut bezeichnet werden und gegenüber den vergangenen Jahren sogar als «viel besser».

Überbauungsstrasse «Blümisalpstrasse-Boli»

Für die Realisierung der Detailerschliessung «Blümlisalpstrasse-Boli» wurde an der Gemeindeversammlung ein Verpflichtungskredit von 250'000 Franken bewilligt. Der Grundeigentümeranteil an die Strassenbaukosten wird zu 100 Prozent auf die zu erschliessenden Grundstücke abgewälzt.

Parzellierung 4. Etappe Gemeindeland «Nidermatti»

Der Antrag des Gemeinderates, das Gemeindeland «Nidermatti» in vier Parzellen aufzuteilen und als Bauland unter gewissen Bedingungen zu verkaufen, fand eine Zustimmung von 40 zu 20 Stimmen bei 16 Enthaltungen. Die Baulandparzellen dürfen nur an ortsansässige Schweizer Bürger verkauft werden. Der Kaufpreis beträgt im Minimum 210 Franken pro Quadratmeter. Der Gemeinderat setzt den Ansatz pro Quadratmeter nach der Lage, den ortsüblichen Baulandpreisen und unter Berücksichtigung allfälliger Teuerungen fest. Auf die Frage, was mit dem Erlös geschehe, antwortete Gemeinderatspräsident Bruno Jost, dass dieser dem Schuldenabbau diene. Es hätten sich bereits zwei Interessenten gemeldet, jedoch habe einer davon wieder abgesagt.

Einbürgerung

Die Gemeindeversammlung hat der aus Jugoslawien stammenden Familie Milovan und Snezana Knezevic-Vasic und deren Kinder Tanja und Sasa das Bürgerrecht der Gemeinde Kandersteg zugesichert.

Dienstjubiläen

Seit dem 15. Oktober 1969, also bereis während 35 Jahren, lenkt Heinz Minnig als Gemeindeschreiber die Geschicke des Dorfes in der Verwaltung und steuerte in dieser Zeit Massgebliches zur Entwicklung der Gemeinde bei. Bis heute war er bei 82 Gemeindeversammlungen zugegen und fehlte wegen Krankheit nur an einer einzigen. Dabei erlebte er sieben Gemeindepräsidenten und «verbrauchte» laut Gemeindepräsident René Maeder an die 100 Gemeinderäte.

Am 1. Januar 1974 begann Fritz Schärer als Klärwärter und Mitglied der Werkgruppe in der Gemeinde Kandersteg seine Arbeit. Während 30 Jahren stand er der Abwasserreinigungsanlage (ARA) als kompetenter Mitarbeiter vor. Dazu wurde er in diesem Jahr zum Klärmeister befördert.
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