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Freitag, 17. Dezember 2004
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Matten für Heliport – Einsprache gegen Flugroute


Aus den Verhandlungen des Gemeinderates und der Kommissionen

An seiner letzten Sitzung befasste sich der Gemeinderat mit dem Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL), beschloss eine Änderung der Verordnung über die Gemeindeführungsorganisation Bödeli und vergab Arbeiten für die Kanalisationsreinigung und Kanalfernsehuntersuchungen im Zusammenhang mit der generellen Entwässerungsplanung (GEP). Der Gemeinderat unterstützt den geplanten Heliport der Rettungsflugwacht, deponierte jedoch wegen der vorgesehenen Flugroute eine Einsprache beim zuständigen Bundesamt.


Kürzlich lag der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) öffentlich auf. Auch die Gemeinde erhielt die Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Gegenstand des Sachplans ist die Neuregelung der baulichen und betrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten des Flugplatzareals. Im neuen Sachplan wird nun der Flugplatz aus dem Teilnetz der zivil mitbenützten Militärflugplätze gestrichen und ins Teilnetz der Heliports aufgenommen. Vorgesehen ist, dass die Rettungsbasis der Rega die Einsatzbasis Berner Oberland auf dem Flugplatzareal in Wilderswil einrichtet.
Gemeindeschreiber Peter Erismann, Matten bei Interlaken
Die nordöstliche Flugroute des vorgesehenen Heliports tangiert jedoch die bestehende Arbeitszone SF-Halle 1 der Gemeinde Matten. Entsprechend der Festlegung werden damit die Möglichkeiten der Arbeitszone mit Höhenbeschränkungen gemindert. Der Einschränkung kann begegnet werden, wenn die Flugroute in nordwestlicher Richtung (parallel der Rollstrasse) verlegt wird. Der Gemeinderat unterstützt den geplanten Heliport der Rettungsflugwacht, deponierte jedoch wegen der vorgesehenen Flugroute eine Einsprache beim zuständigen Bundesamt.

Vernehmlassungen Kanton

Auf Antrag der Schulvorsteher der Bödeligemeinden hat der Gemeinderat beschlossen, mit den Gemeinden Interlaken und Unterseen beim Kanton eine gemeinsame Eingabe einzureichen, um in das Verzeichnis der Adressaten für die Zustellung der Vernehmlassungsunterlagen aufgenommen zu werden. Im Moment verfügen die Gemeinden im östlichen Oberland in gewissen Fällen über keine direkte Gelegenheit zur Informationsbeschaffung und Meinungsäusserung. Mit der Aufnahme im Verzeichnis würde sich dies ändern.

Gemeindeführungsorganisation

Auf Antrag des Gemeindeführungsrates Bödeli hat der Gemeinderat beschlossen, eine Änderung der Verordnung über die Gemeindeführungsorganisation Bödeli vorzunehmen. Es handelt sich dabei um eine geringfügige Änderung. Unter Art. 12 erfolgte eine Anpassung der Reihenfolge gemäss Organigramm sowie die Ergänzung der Infoline. Unter Art. 19 wurden die Entschädigungen angepasst. Die beschlossene Änderung tritt auf den 1. Januar 2005 in Kraft.

Genereller Entwässerungsplan (GEP)

Die Projektkommission hat auf Antrag der GEP-Ingenieure beschlossen, das ganze Kanalisationsnetz neu aufzunehmen mit der Begründung, dass die Zustands- und Kostenanalyse aufgrund neuer, gesicherter Unterlagen bearbeitet werden soll. Die Arbeiten für die Kanalisationsreinigung wurden an die Schmutz Söhne AG, Thun, vergeben. Die Kanalfernsehuntersuchungen erfolgen durch die KFS Kanalservice AG, Oensingen. Die anfallenden Kosten gehen zu Lasten der Spezialfinanzierung Abwasserentsorgung.

Jungbürgerfeier

Mitte November fand in der Trinkhalle die diesjährige Jungbürgerfeier statt. Die anwesenden Gemeinderatsvertreter nutzten dabei die Gelegenheit, die jungen Leute um ihre Meinung über positive und negative Punkte im Dorf zu fragen. Als positive Punkte wurde die gepflegte Infrastruktur, Schulareal, Dorfplatz, Mysterypark sowie die schöne Umgebung angegeben. Als negativ empfanden die Jungbürgerinnen und Jungbürger das schlechte Angebot für die Jugendlichen sowie der Nachtlärm. Eine gute Lösung wäre ein Jugendtreff auf dem Flugplatzareal.

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