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Montag, 8. November 2004
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Fahrplanwechsel im Kanton Bern: Um sechs Prozent erhöhtes Angebot
aid/bns. Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004 soll der öffentliche Regional- und Ortsverkehr im Kanton Bern noch attraktiver werden. Das Angebot wird laut einer Medienmitteilung um mehr als sechs Prozent erhöht und alle Regionen des Kantons profitierten von Verbesserungen: «Auf vielen Linien kommt modernes Rollmaterial zum Einsatz.»
Auf vielen Strecken kommt neues Rollmaterial wie der Niederflur-Nahverkehrszug (Nina) der BLS Lötschbergbahn zum Einsatz. (Bild: BLS/zvg)
An einer Medienkonferenz in Bern sind die wichtigsten Neuerungen beim öffentlichen Verkehr im Kanton Bern ab dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 dargestellt worden. Beim Fernverkehr ergeben sich nach Angaben von Regierungspräsidentin und Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer an einer Medienorientierung die wichtigsten Neuerungen dank der Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist Fahrzeitreduktionen zwischen Bern und Olten sowie Biel und Olten: «Dank mehr Zügen wird für zahlreiche Verbindungen neu ein Halbstundentakt angeboten; darauf abgestimmt werden auch beim Orts- und Regionalverkehr viele Verbesserungen eingeführt.»
Ausgehend von den regionalen Planungen seien Fahrpläne des Orts- und Regionalverkehrs erarbeitet worden, verlautete im weiteren. Das neue Angebot bringe eine Zunahme von mehr als sechs Prozent und ermögliche, dass alle Regionen des Kantons von den Verbesserungen im Fernverkehr profitieren könnten:
• Im Berner Oberland und im Berner Jura und können verschiedene Ortschaften wie Erlenbach, Lauterbrunnen, Grindelwald, Brienz und Meiringen – siehe auch Abschnitt Ab 12. Dezember 2004 häufiger nach Interlaken und Meiringen im Bericht Der Bahnhof Brienz als zentrale Anlaufstelle vom Dienstag, 25. Mai 2004 und Neue Niederflur-Talpendelzüge für die Brünigbahn bestellt vom Dienstag, 5. November 2002 – beziehugnsweise St-Imier, Courtelary, Sonceboz, und Tavannes von halbstündlichen Anschlüssen an den Fernverkehr profitieren.
• In Spiez verschlechtern sich die Anschlüsse; verbesserte Umsteigezeiten ergeben sich aber nach Thun und Bern. Bessere Anschlüsse zwischen Bahn und Bus ergeben sich in Thun.
• Das städtische Angebot in Bern, Biel und Thun wird am frühen Morgen und Abend besser auf die Züge ausgerichtet und erweitert.
• Das Angebot der S-Bahn Bern wird deutlich ausgebaut. So verkehren die S44-Züge ganztags von Rosshäusern via Bern und Burgdorf nach Wiler bei Utzenstorf und Langnau. Ebenfalls deutlich ausgebaut wird das Angebot zwischen Bern–Belp und Thun sowie Bern und Schwarzenburg.
• Zwischen Täuffelen und Biel verkehren vorerst in den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend Verdichtungszüge zum Viertelstundentakt.
• Im Bahnhof Biel verbessern sich die Anschlusszeiten zwischen Bahnen und Bussen.
• Im Oberaargau und im unteren Emmental verbessern sich die Verbindungen in Richtung Zürich.
• Der Regioexpresszug Bern–Konolfingen–Langnau–Luzern verkehrt neu stündlich.
• Die Gemeinden des Frienisbergs erhalten ein besseres und dichteres Postautoangebot.
Neben den Fahrplanänderungen werden laut Medieninformationen beim öffentlichen Verkehr zahlreiche weitere Neuerungen eingeführt:
• Auf vielen Strecken kommt neues Rollmaterial mit Niederflureinstieg zum Einsatz. Dies bei allen S-Bahnlinien, zwischen Solothurn–Moutier und Sonceboz, bei der Montreux–Berner-Oberland-Bahn (MOB) sowie zwischen Interlaken, Meiringen, Grindelwald und Lauterbrunnen.
• Der neue Tarifverbund Libero ermöglicht es, dass für Reisen zwischen Schwarzenburg, Laupen, Solothurn, Oensingen, Langenthal, Huttwil, Langnau und Kiesen unabhängig von Transportmittel und Transportunternehmung nur noch ein Billett gekauft werden muss. Die Preise berechnen sich nach einem neuen Zonenplan. Dies führt teilweise zu wesentlichen Preisänderungen. Neu ist das Halbtaxabonnement bei allen Unternehmungen im Tarifverbund, also auch bei Bernmobil gültig. Für Kurzstrecken gilt überall ein Einheitspreis von 1.90 Franken.
• Verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der persönlichen Sicherheit und zur Vermeidung von Unfällen sind umgesetzt.
• Als Voraussetzung für das neue Angebot werden neue Infrastrukturen in Betrieb genommen. Dies insbesondere im Emmen- und Gürbetal, in der Stadt Bern und im Berner Jura.
Der neue Fahrplan wird als ein Meilenstein in der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz bezeichnet: «Die Attraktivität des öV-Systems erfährt auch im Kanton Bern eine eindrückliche Steigerung.» Trotzdem könnten nicht überall gute Lösungen angeboten werden. Es zeichne sich ab, dass die Kapazitätsgrenzen an verschiedenen Orten bald erreicht würden. Für Barbara Egger-Jenzer sei die erste Etappe der Bahn 2000 deshalb nur ein Zwischen-Ausbauschritt: «Die Standortqualität des Kantons Bern kann nur erhalten werden, wenn die zunehmenden Mobilitätsbedürfnisse zu einem grossen Teil durch den öffentlichen Verkehr aufgefangen werden können.»
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg
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