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Dienstag, 9. November 2004
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Thuner Cannabis-Kampagne: Beachtet – aber wenig konkrete Reaktionen

sth/bns. Die Thuner Plakatkampagne «Kiffen schon mit 12? – wir schauen nicht weg!» sei zwar beachtet worden, löste aber laut einer Medienmitteilung wenig konkrete Reaktionen aus.

«Verhalten positiv bewertet»: Antikiff-Plakate beim Aarezentrum in Thun. (Bild Peter Schmid)

Der Gemeinderat sei sich bewusst, heisst es in einer Medienmitteilung dass eine objektive Beurteilung einer solchen Kampagne nur mit einer repräsentativen Umfrage gewonnen werden könnte. Von der Kampagne selber sei die Stadtregierung nach wie vor überzeugt: «Ob und wie sie fortgeführt wird oder ob andere Themen mit ähnlichen Aktionen kommuniziert werden sollen, ist zurzeit noch offen.» Mit der Cannabis-Plakatkampagne habe der Thuner Gemeinderat zwischen Ende August und Ende September einen für Lokalbehörden ungewöhnlichen Weg im Kampf gegen ein gesamtgesellschaftliches Problem beschritten, nämlich das laufend sinkende Einstiegsalter von Cannabis-Konsumenten: «Mit der Kampagne – siehe auch Thuner Gemeinderat lanciert Kampagne gegen das Kiffen vom Dienstag, 24. August 2004 – wandte sich die Thuner Stadtregierung im September an die Eltern, um auf dieses drängende Problem aufmerksam zu machen und um sie aufzufordern, nicht wegzuschauen.» Die Aktion habe gemäss einer nicht repräsentativen Umfrage unter Fachleuten und in der Verwaltung recht gute Beachtung gefunden und sei verhalten positiv bewertet worden.

Insbesondere das ungewöhnliche «Retro-Design» der 80 im Stadtgebiet plazierten Plakate und der 70 Kleinplakate in Bussen sei aufgefallen, verlautet dazu im weiteren: «Je eine knappe Mehrheit der Befragten beurteilte die in Gelb, Rot und Grün gehaltenen Grafiken, die einen Vater oder eine Mutter mit vor das Gesicht gehaltener Hand zeigten, als «ansprechend» und «auffällig», die durch den Gemeinderat signierte Botschaft «Wir schauen nicht weg!» als «anregend» und «verständlich».» Eher zurückhaltend beurteilt worden sei die die von den meisten als «gering» eingeschätzte mögliche Wirkung: «Spontane Reaktionen gab es selten, und auch das auf analogen Postkarten vermerkte Beratungsangebot bei Fachstellen wurde nur vereinzelt genutzt.» Erwähnenswert sei jedoch die Kontaktnahme der Stadt Biel und einer Landgemeinde, die Interesse gezeigt hätten, das in Thun wahrgenommene Sujet für eine eigene Kampagne zu nutzen.
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