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Freitag, 12. November 2004
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Beschwerden gegen die Umfahrung Emdthal abgewiesen

pvr. Das vor einem Jahr geänderte Projekt für eine Umfahrung des Dorfs Emdthal im Kandertal hat vor Verwaltungsgericht standgehalten: Das Verwaltungsgericht wies laut Medienberichten eine Beschwerde von Anwohnern gegen das Projekt als unbegründet zurück. Die angefochtene Projektänderung stehe im Einklang mit dem Grundsatz der Planbeständigkeit.

Durch die enge Dorfdurchfahrt von Emdthal rollen täglich 13'000 Fahrzeuge, an Spitzentagen sogar bis 22'000 Fahrzeuge. (Foto: Peter Schmid)

Das geänderte Projekt hält laut dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts auch die umweltrechtlichen Vorgaben ein. Die Kosten des Verfahrens von 3000 Franken wurden den Beschwerdeführern auferlegt. Das Urteil könnte innerhalb einer Frist von 30 Tagen ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Im September 2003 siehe auch Umfahrung Emdthal: Beschwerde blockiert den Baubeginn vom Donnerstag, 13. November 2003 – hatte die bernische Regierung Änderungen beim Projekt der Umfahrung Emdthal beschlossen: «Auf drei kurze Tunnel soll aus Kostengründen verzichtet werden.» Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion habe das geänderte Projekt dem Grossen Rat in der Februar-Session 2004 unterbreiten wollen: «Vorgesehen war, mit dem Bau noch im Frühjahr 2004 zu beginnen.» Eine Beschwerde von mehreren Anstössern stellte laut einer seinerzeit verbreiteten Medienmitteilung diesen Termin in Frage. Baudirektorin Regierungsrätin Barbara Egger rechnete damals frühestens Mitte 2004 mit einem Entscheid des Verwaltungsgerichts.

Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts kann die Regierung dem Grossen Rat nun einen neuen Kreditantrag für das geänderte Projekt vorlegen. Dieser wird laut einer Meldung der Nachrichtenagentur SDA 43 Millionen Franken betragen, rund 10 Millionen mehr als der erste Kredit. Dies sei deshalb so, weil sich die damalige Berechnung als falsch erwiesen habe, sagte die Baudirektorin Barbara Egger auf Anfrage der SDA. Danach wäre das erste Projekt nach den heutigen Erkenntnissen nicht auf 33 sondern auf 51 Millionen Franken zu stehen gekommen. Somit sei das geänderte Projekt 8 Millionen Franken günstiger. Der Bund, der den Hauptteil der Kosten trage sowie die Gemeinden Aeschi und Spiez beteiligten sich am Projekt mit rund zwei Dritteln.

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