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Auch Forellen und Äschen mit veränderten Geschlechtsorganen aid/bns. Fische mit veränderten Geschlechtsorganen kommen auch in den Zuflüssen zum Thunersee und in anderen Gewässern vor. Allerdings werden in einer Medienmitteilung die Veränderungen der Geschlechtsorgane von Bachforellen und Äschen als nicht identisch mit jenen der Felchen im Thunersee und als bedeutend seltener bezeichnet: «Die vom Regierungsrat beschlossene Ursachenforschung geht noch mindestens drei Jahre weiter.»
Die Suche nach den Ursachen von Veränderungen der Geschlechtsorgane bei den Felchen – siehe auch Gewässerbericht 1997 bis 2000: «Die Qualität der bernischen Gewässer muss besser werden» vom Freitag, 20. Juni 2003 und vorangegangene Berichte – wird laut Medienmitteilung auf weitere Gewässer ausgedehnt: «Erste Erkenntnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen deuten darauf hin, dass einzelne Veränderungen auch bei anderen Fischarten und in anderen Gewässern vorkommen.» So habe das Institut für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern das Auftreten von Veränderungen bei Bachforellen und Äschen in Zu- und Abflüssen des Thunersees untersucht. Das sogenannte Gonadenmonitoring zeige, dass bestimmte Veränderungstypen, wie sie bei den Felchen aus dem Thunersee beobachtet würden, auch bei den Bachforellen aus den Zuflüssen zum Thunersee vorkämen – allerdings in deutlich geringerer Häufigkeit: «Bei weiblichen Bachforellen in der Lütschine (Zufluss in den Brienzersee) wurden deutliche Degenerationen der Geschlechtsorgane festgestellt, die jedoch auf den Befall eines bisher nicht beobachteten Parasiten zurückzuführen sind.» Mit empirischen Untersuchungen und Aufzuchtversuchen von Felchen aus dem Bieler- und dem Urnersee soll nun geklärt werden, welche Abweichungstypen und -häufigkeiten zum normalen Erscheinungsbild einer Fischpopulation gehörten: «Weitere wissenschaftliche Untersuchungen, unter anderem im Rahmen einer Nationalfondsstudie, sollen die Frage klären, ob die Veränderungen bei den Felchen allenfalls durch hormonaktive Stoffe ausgelöst werden oder auf genetische Faktoren zurückzuführen sind.» Bei den Untersuchungen im Zusammenhang mit der Neat-Bautätigkeit in der Kander und im Baustellenabwasser bei Frutigen seien bisher keine kritischen Substanzen gefunden worden und es hätten auch keine Trinitrotoluol-Sprengstoffe (TNT) nachgewiesen werden können. Die chemischen und ökotoxikologischen Untersuchungen sollen bis ins Jahr 2005 weitergeführt werden. Auch die Untersuchungen des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) im Zusammenhang mit der im Thunersee deponierten Munition – siehe auch VBS und Kanton Bern wollen Munitionsbergung prüfen / Auch im Brienzersee 500 bis 600 Tonnen Altmunition deponiert vom Montag, 19. April 2004 – würden weitergeführt: «Kurz vor Abschluss steht ausserdem die vom VBS in Auftrag gegebene historische Studie zu den Munitionsversenkungen in den Schweizer Seen.»
Berichte und Meldungen im November 2004
Aktuelle Frontpage Berner Oberland News (www.beo-news.ch) Archiv vom 4. Mai 1996 bis Ende des vergangenen Monats Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg |
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