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Dienstag, 23. November 2004
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Kinderpornografie im Internet: 68 Bussen oder bedingte Haftstrafen

pkb/S. Im Rahmen der gesamtschweizerischen Aktion «Genesis» gegen Kinderpornografie im Internet sind im Kanton Bern insgesamt 68 Personen zu Bussen oder bedingten Haftstrafen verurteilt worden. Nach über zwei Jahren sind nun alle 131 von Stadt- und Kantonspolizei Bern geführten Verfahren erledigt.

Die gesamtschweizerische Aktion gegen Kinderpornografie im Internet – koordiniert vom Bundesamt für Polizei (BAP) – richtete sich nach Angaben des Kantonalen Untersuchungsrichteramtes, der Stadtpolizei Bern und der Kantonspolizei Bern «gegen Personen, welche verdächtigt wurden, für den Zugang zu kinderpornografischem Material Zahlungen via Kreditkarten geleistet und allenfalls gegen die Gesetzgebung über den Erwerb, die Beschaffung und den Besitz von verbotener Pornografie, insbesondere Kinderpornografie, verstossen zu haben». Nun seien alle 131 in der Stadt Bern und im Kanton Bern geführten Verfahren erledigt worden. 14 Fälle wurden laut Medienmitteilung ans Einzelgericht überwiesen, in 54 Fällen seien ein rechtskräftiges Strafmandat ausgesprochen und in 60 Fällen das Verfahren aufgehoben worden, weil keine strafbaren Handlungen hätten nachgewiesen werden können: «Die restlichen Fälle wurden formell erledigt.» Insgesamt seien Bussen zwischen 500 und 8000 Franken sowie Gefängnisstrafen zwischen zehn Tagen und acht Monaten bedingt ausgesprochen worden: «Gestützt auf Art. 61 Strafgesetzbuch (StGB) beziehungsweise Art. 70 Abs. 4 Gesetz über das Strafverfahren (StrV) meldete die zuständige Justizbehörde der kantonalen Erziehungsdirektion, dass ein Lehrer im Strafmandatsverfahren verurteilt wurde.»

Die Stadt- und die Kantonspolizei Bern haben laut Medienmitteilung insgesamt über 150 Hausdurchsuchungen vorgenommen. Dabei wurden rund 220 PC und Laptops, zirka 1800 Datenträger (Festplatten, Disketten, CD-ROM, DVD und so weiter) und gegen 3000 Filme/Bildmaterial (zum Beispiel Fotos und Magazine) sichergestellt. Die Datenmengen mit verbotenen Inhalten bewegten sich zwischen einigen wenigen Bildern/Filmen bis hin zu mehreren tausend: «In den meisten Verfahren besassen die Angeschuldigten nicht «nur» Kinderpornografie, sondern auch Pornografie mit Tieren (Sodomie) und/oder mit Gewaltinhalten.» Bei den Verurteilten habe es sich ausnahmslos um Männer jeden Alters und aus allen sozialen Schichten gehandelt: «Einige gaben zu, pädosexuell veranlagt zu sein, andere wiederum gaben an, aus reiner Neugierde diese Bilder gesucht und gespeichert zu haben.»
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Samstag, 27. November 2004 Mysterypark bei Interlaken:
Grosser Volkskulturanlass

Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Filmaufnahmen mit der Miss Schweiz auf dem Bödeli vom 27. Oktober 2004


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