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Montag, 8. November 2004
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Fachausbildung für Postautochauffeure: Brandschutz, Tarife und Servicequalität

pa/bns. Über 90 Postautochauffeure aus dem ganzen Berner Oberland, davon fünf Frauen – drei bei den privaten Postautounternehmen und zwei beim Regiebetrieb Postauto Berner Oberland in Interlaken – absolvieren zurzeit eine ganztägige Fachausbildung. Theorie zum Tarifwesen und zur Servicequalität sowie eine Brandschutzausbildung bilden in diesem Jahr die Schwerpunkte des Fachkurses.

Auch wenn es einmal brenzlig werden sollte, wird vom Postautochauffeur eine ruhige und überlegte Handlungsweise erwartet. (Bilder zvg)

Qualitätssicherung verlange ständige Weiterbildung, heisst es dazu in einer Medienmitteilung. Postauto Berner Oberland habe die Basis zur Weiterbildung der Wagenführenden in einem über vier Jahre geplanten Ausbildungskonzept gelegt. Nach einer umfangreichen Aufnahmeprüfung absolvierten die Postautochauffeure jährlich wiederkehrende Fachkurse mit umfangreicher theoretischer und praktischer Ausbildung. Die Anforderungen seien im Branchenvergleich hoch und vielseitig: «Das Training reicht vom Billettwesen bis zum Fahrplan-Know-how, von den Sicherheitsvorschriften, speziellen Ortskenntnissen bis zur Förderung der Fremdsprachenkenntnisse; auch bestandene Wagenführer müssen regelmässig Weiterbildungskurse besuchen um den neuen Erkenntnissen und Anforderungen gerecht zu werden.»

Im regionalen Feuerwehr-Ausbildungszentrum (RFA) Thun-Allmendingen üben die Postautochauffeure mit den Fachkräften der Feuerwehr Thun das richtige Verhalten im Brandfall.

Täglich hohe Anforderungen an die Postautochauffeure

Postauto sei nach der ISO-Norm 9001 zertifiziert, wird in der Medienmitteilung erinnert: «In Qualitätssicherungsprozessen werden alltägliche Arbeitsläufe systematisiert und kontrolliert.» Die Aus- und Weiterbildung der Wagenführer sei ein Thema, das man bei Postauto Berner Oberland besonders ernst nehme. An die Postautochauffeure würden täglich hohe Anforderungen gestellt: «An den Haltestellen sollen die Postautochauffeure die Fahrgäste freundlich empfangen und korrekt die Fahrausweise ausstellen und kontrollieren.» Den Druck der Fahrplanzeiten im Rücken müssten sie die Postautos zeitgerecht an die Fahrziele führen und im immer hektischer werdenden Strassenverkehr stets die Übersicht und Ruhe bewahren. Trotz der Hektik soll eine ruhige Fahrweise die Reisequalität für die Fahrgäste nicht beeinträchtigen: «Über 2,1 Millionen Kilometer legen die Postautochauffeure jährlich auf den 23 Postautolinien im Berner Oberland zurück.»

Brandschutzausbildung

«Auch wenn es einmal brenzlig werden sollte, wird vom Postautochauffeur eine ruhige und überlegte Handlungsweise erwartet», heisst es in der Medienmitteilung: «Das Postauto Regionalzentrum Berner Oberland schult in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Thun und den privaten Postautohaltern die Postautochauffeure im Bereich des Brandschutzes.» Die richtige Handhabung der im Postauto mitgeführten Löschgeräte, die Evakuation von Fahrgästen im Brandfall und die Alarmierung der Rettungskräfte würden praxisnah eingeübt.
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