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Montag, 29. November 2004
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Zwei Raiffeisenbanken prüfen den Zusammenschluss
pd/pvr. Die Raiffeisenbanken Wilderswil-Gsteigwiler-Saxeten und Interlaken-Unterseen prüfen den Zusammenschluss.
Die Verantwortlichen der mit rund 400 Millionen Franken Bilanzsumme fünfmal grösseren Raiffeisenbank Interlaken-Unterseen haben laut einer Medienmitteilung ihre Bereitschaft zu Fusionsgesprächen signalisiert: «Der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Wilderswil-Gsteigwiler-Saxeten hat deshalb beschlossen, dem Schweizer Verband der Raiffeisenbanken die Fusionsabsicht mitzuteilen und der Generalversammlung vom 19. März 2005 den Zusammenschluss zu beantragen.»
Der Entscheid über eine Fusion werde also bei den Mitgliedern liegen, verlautet im weiteren. Gegen Ende Februar 2005 sei eine Orientierungsversammlung für die
Genossenschafter der Raiffeisenbank Wilderswil-Gsteigwiler-Saxeten vorgesehen: «Dort werden die Verantwortlichen über die geplanten Schritte näher informieren.» Der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Wilderswil-Gsteigwiler-Saxeten hat sich nach Angaben ihres Verwaltungsratspräsidenten Beat Brunner in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Verband der Raiffeisenbanken in den letzten zwei Jahren in zunehmendem Masse mit Fragen der zukünftigen Strategie auseinandergesetzt: «Beispielsweise verursachen bauliche Massnahmen, welche unter anderem aus sicherheitstechnischen Gründen zwingend vor Ende 2005 zu realisieren sind, beträchtliche finanzielle Investitionen mit entsprechenden Folgekosten.» Zudem würden aufgrund gesetzlicher Vorschriften immer grössere Ansprüche an die bankinternen Prozesse gestellt. Die Ausrichtung der Raiffeisenbanken als Universalbanken führe zu erhöhten Anforderungen an das Wissen und Können der Mitarbeiter: «Die Summe dieser Aspekte erfordern eine minimale Grösse von einer Bank.»
Die Raiffeisenbank Wilderswil-Gsteigwiler-Saxeten mit einer Bilanzsumme von rund 80 Millionen Franken sei absolut gesund, wird im weiteren ausgeführt: «Auf Dauer ist jedoch aus den dargelegten Gründen ein Zusammengehen mit einer Nachbar-Raiffeisenbank anzustreben.» Deshalb liege es nahe, eine Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Interlaken-Unterseen zu prüfen. Diese sei mit rund 400 Millionen Franken Bilanzsumme fünfmal grösser und habe in den vergangenen Jahren die erforderlichen Strukturen geschaffen.
Der Standort Wilderswil wird in der Medienmitteilung als gesichert bezeichnet: «Es besteht die klare Absicht, die Räumlichkeiten an der Lehngasse 16 in der zweiten
Hälfte 2005 zur Geschäftsstelle umzubauen und damit langfristig zu sichern.» Die
Investitionen beliefen sich – nicht zuletzt aufgrund enorm gestiegener Anforderungen an die Sicherheit – auf rund eine Million Franken: «Eine offene,
kundenfreundlichere Schalteranlage wird neben der Beibehaltung des Bancomaten die
Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden vollauf erfüllen können.»
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg
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