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Thun: Ausbau des Schadausaals zu Kultur- und Kongresszentrum anvisiert sth/bns. Mit geschätzten Kosten von 14,75 Millionen Franken soll der Schadausaal in Thun zu einem Kultur- und Kongresszentrum ausgebaut werden – mit einer Nebenbühne und einem zweiten Saal für 500 Personen, einem vergrösserten Foyer und einer grösseren, moderneren Bühne. Projektstudien liegen laut einer Medienmitteilung vor. Im März 2005 werde der Stadtrat über einen Kredit für einen Architekturwettbewerb befinden: «Läuft alles nach Plan, kann der ausgebaute Schadausaal 2009 eröffnet werden.» Den Ausbau des Schadausaals zu einem Kultur- und Kongresszentrum zu konkretisieren, sei ein Legislaturziel der Stadt Thun, verlautet im weiteren: «Kulturelle Anlässe und Kongresse sollen damit markant gefördert werden.» Beide seien volkswirtschaftlich und für das Ansehen der Stadt – im Sinne des Stadtmarketings – von grosser Bedeutung: «Nach eingehender Prüfung verschiedener Projektstudien hat sich der Thuner Gemeinderat für eine Ausbauvariante entschieden, welche im Schadausaal Kultur als Hauptnutzung und Kongresse als auszubauende Nebennutzung vorsieht.» Die Gymnasien sollen den Saal jedoch ungefähr im selben Mass wie bisher benutzen können. Zweiter Saal mit 500 Plätzen Hauptmerkmale der anvisierten Ausbauvariante sind laut Medienmitteilung eine Nebenbühne in einem neuen, unterteilbaren Saal mit 500 Sitzplätzen (zusätzlich zum Hauptsaal mit maximal 770 Plätzen), ein wesentlich grösseres Foyer mit Bistro und Empfangscounter, zusätzliche Workshopräume und eine Bühnenerweiterung im Saal mit einer Hebebühne. Die Kosten würden heute auf 14,75 Millionen Franken geschätzt, wobei 3,50 Millionen Franken für ohnehin notwendige Unterhaltsmassnahmen eingerechnet seien: «Die wichtigsten heutigen Benutzer beurteilen die vorgeschlagene Lösung sehr positiv.» Stärken und Schwächen analysiert «Seit Herbst 2003 hatte sich ein Projektteam unter Leitung des Amts für Stadtliegenschaften und mit Vertretungen der Kulturabteilung, des Wirtschaftsamts, des Amts für Bildung und der Finanzverwaltung sowie unter Beizug externer Experten und der wichtigsten heutigen Benutzer eingehend mit den Ausbaumöglichkeiten auseinandergesetzt», heisst es im weiteren. Zuerst seien Stärken und Schwächen des heutigen Saal analysiert, dann der zukünftige Bedarf abgeklärt und Zielsetzungen formuliert worden: «Es zeigte sich, dass für die kulturellen Aktivitäten insbesondere eine Vergrösserung der heutigen Bühne in Richtung Saal und eine Verbesserung der Akustik von Bedeutung sind.» Dabei dürfe aber die heutige Platzzahl nicht verkleinert werden. Für Kongresse – dazu würden neben Veranstaltungen wie dem Swiss Economic Forum auch die Künstlerbörse gezählt – seien zusätzliche Säle und ein wesentlich grösseres und geeigneteres Foyer die Hauptanliegen: «Auf Grund dieser Vorgaben wurden verschiedene Lösungsmöglichkeiten in Projektstudien dargestellt und anschliessend auf ihre betriebliche Eignung, die Realisierbarkeit, die Investitions- und Betriebskosten sowie ihren kulturellen und volkswirtschaftlichen Nutzen geprüft.» Eine geprüfte Variante sei so weit gegangen, den Schadausaal nur für Kongresse zu nutzen und alle kulturellen Aktivitäten in die Halle 6 im Selveareal zu verlegen: «Diese Variante wurde jedoch verworfen, nachdem sich gezeigt hatte, dass sie nur mit sehr hohen Gesamtkosten zu realisieren wäre und weil die betrieblichen Anforderungen – etwa ein Orchestergraben und die notwendige Bühnenhöhe – trotz massivsten, nicht verantwortbaren Eingriffen in die geschützte Halle, nur unbefriedigend zu lösen gewesen wären.» Baubeginn frühestens im Frühjahr 2007 Als nächster Schritt wird laut Medienmitteilung dem Stadtrat im März 2005 ein Kredit für einen Architekturwettbewerb vorgelegt: «Verläuft alles wie geplant, wird im Frühling 2007 mit den Bauarbeiten begonnen; zwei Jahre später, ab 2009, könnte der erweiterte Saal zur Verfügung stehen.» Ab 2005 nach Nutzung abgestufte Gebühren Für die Benutzung des Thuner Schadausaals und des Bärensaals müssen laut Medienmitteilung die Veranstalter ab 2005 durchschnittlich rund 15 Prozent höhere Gebühren entrichten. Die Gebühr richte sich neu grundsätzlich nach dem Zielpublikum, dem Umfeld der Trägerschaft, der kommerziellen beziehugnsweise ideellen Ausrichtung der Anlässe sowie dem allfälligen Nutzen für die Stadt Thun: «Doch auch nach der Gebührenanpassung werden die Saalmieten im Vergleich mit ähnlichen Lokalen in der Schweiz günstig sein.» Bisher hätten der Schadausaal und der Bärensaal in Thun der Stadt als Eigentümer jährlich 95'000 Franken Einnahmen gebracht: «Nach der ab 1. Januar 2005 erfolgenden Gebührenerhöhung werden die Gesamteinnahmen aus den beiden öffentlichen Sälen rund 15 Prozent höher liegen, bei 110'000 Franken.» Auch damit werde erst ein Teil der Kosten durch Mieteinnahmen gedeckt sein, liege doch die jährliche Belastung bei durchschnittlich einer Million Franken: «Zudem werden die Kosten für die Benützer nach wie vor unter dem Durchschnitt vergleichbarer Säle in der Schweiz liegen; das Preis-Leistungsverhältnis wird nach wie vor günstig sein.» Die Mietgebühren für den 740plätzigen Schadausaal und den bis zu 500 Personen fassenden Bärensaal sind laut Medienmitteilung neu nach der Art der Nutzung abgestuft und nicht mehr nach dem Bezug eines Veranstalters zur Stadt Thun. Die neuen Nutzerkategorien sollen auch nach der allfälligen Erweiterung zu einem Kultur- und Kongresszentrum angewendet werden. Die Abstufung ab 2005:• Die günstigsten Tarife werden für kulturelle Veranstaltungen subventionierter oder anderer nicht gewinnorientierter Organisationen verrechnet. • Anlässe mit starkem, direktem oder indirektem Nutzen für die Stadt Thun, zum Beispiel mit nationaler Ausstrahlung und Auswirkung auf das Stadtmarketing liegen im Mittelfeld der Gebühren. • In der höchsten Tarifstufe werden künftig öffentliche kommerzielle Anlässe professioneller Veranstalter und Agenturen sein, ebenso geschlossene Anlässe wie private Tagungen, politische oder religiöse Veranstaltungen.
Berichte und Meldungen im November 2004
Aktuelle Frontpage Berner Oberland News (www.beo-news.ch) Archiv vom 4. Mai 1996 bis Ende des vergangenen Monats Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg |
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