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Montag, 22. November 2004
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Brünigbahn/Zentralbahn: Forderung nach Sitzen im Verwaltungsrat

gmr/pvr. «Die Namensänderung der SBB Brünigbahn in ‹Zentralbahn› ohne vorherige Dialogführung durch die Direktion» wollen die Gemeindepräsidenten der 29 Gemeinden im östlichen Berner Oberland – 23 im Amtsbezirk Interlaken und 6 im Oberhasli – nicht akzeptieren. «Sie fordern deshalb, unterstützt durch Grossräte der Region und die Regierungsstatthalterin Oberhasli die Ergänzung des Namens (Logo) mit ‹Brünig›», heisst es in einer Medienmnitteilung. Zudem soll verlangt werden, dass im zukünftigen Verwaltungsrat ein bis zwei Berner Interessenvertreter Einsitz nehmen.

Die SBB Brünigbahn und die Luzern–Stans–Engelberg-Bahn (LSE) schliessen sich per 1. Januar 2005 zur «Zentralbahn» zusammen. – Bild: Eine Komposition der LSE in Hergiswil, wo die Meterspurlinie nach Engelberg abzweigt. (Archivbild Peter Schmid)

Selbst nach der Fusion mit der Luzern–Stans–Engelberg-Bahn (LSE) – siehe auch LSE und SBB-Brünigbahn fusionieren zur «Zentralbahn» vom Mittwoch, 7. Juli 2004 – seien die Besitzverhältnisse grossmehrheitlich beim Bund respektive der Öffentlichkeit, heisst es in der von der Gemeinde Meiringen verbreiteten Medienmitteilung. Einer Randregion mit dem stärksten Standbein «Tourismus» dürfe nicht ein Teil ihres Lebensnervs und der Identifikation mit einer Namensänderung entzogen werden. Die Gemeindepräsidenten im östlichen Berner Oberland hätten sich am 7. September 2004 mit einem offenen Brief an die Geschäftsführung über die Namensänderung beschwert und den Dialog gefordert, wird in der vom 21. November 2004 datierten Medienmitteilung im weiteren erinnert. Eine Delegation habe nun mit dem Geschäftsführer die Anliegen in einem gemeinsamen Gespräch darlegen. Die Geschäftsleitung habe sich für einen Namen ohne geografische Bezeichnung entschieden: Der Name «Brünigbahn» sei aus politischen Überlegungen nach der Fusion mit der LSE nicht durchsetzbar und würde nur einen Teil der erschlossenen Gebiete abdecken. Dieser Argumentation werde aus Berner Sicht entgegengehalten, dass im Namen «Zentralbahn» eine starke geografische Region (Zentralschweiz) zum Ausdruck komme: «Die Vereinigung erwartet im Sinne der Fairness, dass die gleiche geografische Identifikation über den Namen mit der Ergänzung ‹Brünig› zum Ausdruck gebracht werden kann.» Eine definitive Lösung habe noch nicht gefunden werden können. Der Geschäftsführer der SBB Brünigbahn habe sich bereit erklärt, auf einem Zusatz mit dem schematisch dargestellten Streckennetz und den Ortschaftsnamen der Ausgangs- respektive Endstationen den Namen «Brünig» – siehe auch Neuer Zusatz auf Fahrzeugen ersetzt «Brünig» durch «Interlaken» vom Dienstag, 21. September 2004 – nach interner Prüfung allenfalls aufzunehmen. Das zentrale Anliegen der Ergänzung der Namensgebung mit «Brünig» habe er zur nochmaligen Prüfung aufgenommen: «Die Idee, dass die Lokomotiven als Werbeträger für die Region oder eine Feriendestination verwendet werden könnten, ist grundsätzlich positiv aufgenommen worden.»

Der Brünig ist die einzige Passhöhe (1002 Meter über Normalnull), die durch die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) erklommen wird. (Archivbild Peter Schmid)

Ferner wurde laut Medienmitteilung zur Kenntnis genommen, dass aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Verlegung von rund zehn Stellen von Meiringen in das Operative Betriebszentrum (OBZ) nach Stansstad nachvollziehbar sei. Die Verlegung habe aber nicht nur ihren operativen Grund, sondern sei auch ein politisches Zugeständnis an die Eigentümer der ehemaligen LSE: «Dem Geschäftsführer wurde in diesem Zusammenhang nachdrücklich die besondere Bedeutung der Arbeitsplätze in einer Oberländer Randregion aufgezeigt.» Damit verbunden worden sei der Aufruf, dass die Geschäftsleitung bei standortunabhängigen Arbeitsplätzen bewusst periphere Standorte berücksichtigen sollte. Die Arbeitsplätze im Depot Meiringen seien bei gleichbleibender Auftragslage mittelfristig nicht in Frage gestellt, habe der Geschäftsführer die Delegation beruhigen können: «Im weiteren wurde erkannt, dass der gemeinsame Dialog mit der Geschäftsleitung über die Regionale Verkehrskonferenz hinaus institutionalisiert werden muss und der Einsitz mindestens ein bis zwei Berner Interessenvertreter im zukünftigen Verwaltungsrat Einsitz nehmen müssen; entsprechende Interessenansprüche werden bei der Direktion SBB durch Vertreter der Politik eingebracht.»

Die Brünigbahn der SBB führt über eine Strecke von 74 Kilometern von Luzern nach Interlaken-Ost. Wie das normalspurige Netz der SBB ist auch die Brüniglinie mit Einphasen-Wechselstrom 15 kV 16 2/3 Hz elektrifiziert. Auch die in Hergiswil anschliessende LSE benutzt dieses System. Die Brünigbahn ist die einzige Schmalspurbahn (Meterspur) im Netz der SBB und verfügt als gemischte Adhäsions- und Zahnradbahn zwischen Giswil und Meiringen über vier Zahnstangenabschnitte von total neun Kilometern Länge. Seit dem Jahr 1997 wird die Brünigbahn als selbständiger, ergebnisverantwortlicher Geschäftsbereich innerhalb des Konzerns SBB geführt.
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Samstag, 27. November 2004 Mysterypark bei Interlaken:
Grosser Volkskulturanlass

Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Filmaufnahmen mit der Miss Schweiz auf dem Bödeli vom 27. Oktober 2004


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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004


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