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Dienstag, 19. Oktober 2004
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Autoverlad am Lötschberg: BLS prüft Sparmassnahmen

bls/bns. «Um das Ziel der Kostendeckung mittelfristig sicherzustellen», ergreift die BLS Lötschbergbahn AG laut einer Medienmitteilung Sparmassnahmen und prüft auf den Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004, das Angebot beim Autoverlad zwischen Kandersteg und Goppenstein in den Randstunden der Nachfrage anzupassen.

Autoverlad in Kandersteg. (Archivbild Peter Schmid)

Wegen der geänderten Fahrplanlage der Intercityzüge wechselten die Abfahrtszeiten der Autozüge, heisst es in der Medienmitteilung. Zudem werde ein neues Preismodell eingeführt, auf das sich die BLS mit dem Preisüberwacher geeinigt habe: «Dieses basiert auf der zeitlichen Preisdifferenzierung und bewirkt beträchtliche Mindereinnahmen.» Ein Bericht im «Walliser Boten» vom 19. Oktober 2004, wonach das Angebot des Autoverlads Kandersteg–Goppenstein auf den Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 frühmorgens und spätabends reduziert werden soll, basiere «auf einer der zahlreichen von der BLS geprüften Varianten, das Angebot angesichts des Sparzwangs noch stärker der Nachfrage anzupassen». Die Geschäftsleitung der BLS habe noch nicht über den definitiven Fahrplan entschieden: «Sie hat vorgesehen, vor dem Entscheid und vor der Veröffentlichung des Angebots 2005 ein Gespräch mit der Walliser Regierung zu führen.»

Als Folge der Intervention des Preisüberwachers – siehe auch Autoverlad am Lötschberg: Von Montag bis Donnerstag künftig für 20 Franken vom Montag, 26. Juli 2004 – führt die BLS laut Medienmnitteilung per 12. Dezember 2004 ein neues Preismodell ein, das auf einer zeitlichen Preisdifferenzierung basiere. Dieses führe zu Mindererträgen von rund zwei Millionen Franken pro Jahr: «Die BLS sieht sich gezwungen, Kostenreduktionen vorzunehmen, da der Autoverlad am Lötschberg über keine Subventionen der öffentlichen Hand verfügt.» Die Anpassung des Angebots an die Nachfrage – durch Ausbau in den verkehrsstarken Zeiten und Streichung der am wenigsten frequentierten Züge – sei eine der unternehmerischen Zielsetzungen. Zur Diskussion stünden Kürzungen in den Randzeiten, das heisst morgens vor 6 Uhr und abends nach 22 Uhr, seien doch diese Züge mit durchschnittlich neun Fahrzeugen weit unter dem Tagesmittel ausgelastet: «Als Variante ist beispielsweise abends ein Stundenangebot bis Mitternacht in Prüfung.» Die BLS führe nun wie vorgesehen das Gespräch mit der Walliser Regierung und werde anschliessend den definitiven Fahrplan 2005 beschliessen und veröffentlichen.

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