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Montag, 25. Oktober 2004
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Mélisande: KWO stoppt das weltgrösste Bild an der Grimsel
kwo/pvr. Das Projekt «Mélisande» – ein als 15'000 Quadratmeter grosses auf der Staumauer des Räterichsbodensees an der Grimsel geplantes Riesengemälde – wird eingestellt. Die Erfahrungen aus einem 400 Quadratmeter grossen Testbild haben laut einer Medienmitteilung der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) gezeigt, dass die Realisierung des nach den Vorstellungen des Künstlers Pierre Mettraux weltgrössten je von Menschenhand gemalten Bildes unter den schwierigen Bedingungen einer Staumauer viel aufwendiger wäre als ursprünglich angenommen.
Auf der in den Jahren 1948 bis 1950 erbauten 450 Meter breitem Staumauer Räterichsboden bleibt ein 400 Quadratmeter grosses Testbild als Erinnerung an das eingestellte Projekt eines Riesengemäldes. (Archivbild Peter Schmid)
Die ohnehin schon hohen Kosten des Riesengemäldes wären nach Angaben der KWO auf rund eine Million Franken gestiegen: «Gemäss Idee von Pierre Mettraux wären die Aufwendungen grösstenteils durch Sponsoren zu finanzieren gewesen, was aber in dieser Grössenordnung nicht möglich ist.» Eine im voraus gesicherte Finanzierung sei für die KWO aber stets eine Voraussetzung zum definitiven Start des Vorhabens gewesen, heisst es in der Medienmitteilung: «Entsprechend musste die KWO nun das Projekt einstellen.» Die Idee von Pierre Mettraux sei faszinierend gewesen. Der misslungene Versuch hinterlasse etwas Wehmut: «Was als erfreuliche Erinnerung an das Projekt bleibt, ist das in den grünblauen Farben gemalte Testbild an der Räterichsbodenmauer.»
Das kühne Projekt «Mélisande» von Pierre Mettraux sei bei der KWO von Beginn weg auf offene Ohren gestossen, verlautet im weiteren. Als Eigentümerin der Räterichsbodenmauer habe die KWO bei den zuständigen Behörden die notwendigen Bewilligungen eingeholt und den Künstler in diesem Herbst – siehe auch
Riesengemälde an der Staumauer Räterichsboden wächst vom Montag, 4. Oktober 2004 – bei der Erstellung des 400 Quadratmeter grossen Testbildes auf der Mauer unterstützt. Die Erfahrungen aus diesem Testbild hätten nun aber gezeigt, dass die Realisierung des Bildes unter den schwierigen Bedingungen einer Staumauer viel aufwendiger wäre als ursprünglich angenommen: «Um die nötige Leistung zu erreichen, müssten statt den vorgesehenen Helfern professionelle Maler eingesetzt werden.»
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg
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