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Donnerstag, 30. September 2004
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Generelles Verkehrskonzept für Adelboden abgeliefert

Das Brugger Ingenieurbüro Metron hat kürzlich das Verkehrskonzept für Adelboden abgeliefert. Das Konzept zeigt insbesondere den Bedarf für die Entlastung der Dorfstrasse und die entsprechenden Möglichkeiten auf. Dabei schneidet die Variante einer neuen Strassenverbindung Zelgstrasse – Uelisgraben – Vorschwand aus finanziellen und planungsmässigen Gründen am besten ab.

Die Entlastung via Mühleport über eine neue Hubelstrasse dagegen wäre schwieriger zu realisieren. Der Gemeinderat von Adelboden hat daher den Grundsatzbeschluss gefällt, die Variante Zelgstrasse voranzutreiben. Die Variante Hubelstrasse wird fallen gelassen.
Bei der Erschliessung der Talstation Sillerenbahn für den öffentlichen Verkehr steht die Variante «Friedhof» im Vordergrund, während die Variante «Oeystrasse» vorderhand nicht weiterverfolgt wird. – Das Verkehrskonzept steht der Bevölkerung zur Einsicht offen (Gemeindehaus, Schalter Bauverwaltung).
Aus den Verhandlungen des Gemeinderates von Adelboden
Im Hinblick auf die anstehenden Projektierungsarbeit wird für die Anbindung der Talstation Silleren ab Landstrasse – nördliche Umfahrung Friedhof – Brücke Allenbach – Talstation – Dürrenegge ein detailliertes Verkehrskonzept bei der Roduner BSB + Partner AG, Schliern bei Köniz in Auftrag gegeben.

In Absprache mit dem kantonalen Tiefbauamt beinhaltet das Konzept auch die für die spätere Projektierung notwendigen Aussagen zur Fussgängersicherung ab Schmittengraben bis Abdankungshalle. Der Kanton beteiligt sich entsprechend an den Kosten des Konzeptes. Das Kostendach beläuft sich auf 25'000 Franken. Die Konzeptarbeit wird durch eine Begleitgruppe mit Vertretern der Bergbahnen Adelboden AG, der Auto AG, der Gemeinde und des Kantons unterstützt.

Gemeinderätlicher Personalausschuss

Der Gemeinderat beabsichtigt, für die Leistungsbeurteilung des Personals, die Beschlussfassung über allfällige Beförderungen und weitere personelle Geschäfte einen Personalausschuss einzusetzen. Dazu ist eine Änderung der Organisationsverordnung nötig. Der Ausschuss kann im Rahmen der gemeinderätlichen Sach- und Finanzkompetenzen über verschiedene Personalgeschäfte abschliessend entscheiden, bei strategisch wichtigen Gegenständen erfolgt eine vorberatende Behandlung mit Anträgen an den Gemeinderat. Dem Ausschuss gehören an: Obmann Daniel von Allmen, Vizeobmann Jakob Schwarz. Das Sekretariat führt in seiner Funktion als Personalchef der Gemeindeschreiber Peter Oester.

Finanz- und Investitionsplan 2004 bis 2009

Der Finanzplan- und Investitionsplan 2004 bis 2009 basiert auf der Jahresrechnung 2003 und dem Budget 2004. In der Planperiode sind Investitionen von total 16,3 Millionen Franken vorgesehen. Die Investitionen können nicht gänzlich mit eigenen Mitteln finanziert werden. Die mittel- und langfristigen Schulden steigen deshalb von 9,7 Millionen auf 16 Millionen Franken im Jahre 2009. Diese Schuldenhöhe ist nur knapp tragbar, Ziel muss es sein, durch geeignete Massnahmen unter diesem Betrag zu bleiben.

Die jährlichen Rechnungsergebnisse weisen ab 2006 Aufwandüberschüsse auf, so dass sich das Eigenkapital von heute 1,32 Millionen auf 0,57 Millionen Franken reduzieren wird. Um den Vorgaben des kantonalen Finanzausgleichsgesetzes zu genügen und die damit beabsichtigte Entlastung der Steuerzahler zu realisieren, ist für 2007 eine Reduktion des Steuerfusses von 2,09 auf 1,99 Einheiten vorgesehen – vorausgesetzt, die finanzielle Situation verschlechtert sich in der Zwischenzeit nicht durch unvorhersehbare Entwicklungen.

Folgende wichtige Projekte (Auswahl) sind im Investitionsplan enthalten:

• Sanierung Sekundarschulhaus 500'000 Franken
• Lehnenviadukt Schmittengraben 900'000 Franken
• Zelgstrasse (Entlastungsstrasse) 2'500'000 Franken
• Erschliessung Talstation BAAG für öff. Verkehr 2'200'000 Franken
• Beteiligung Bahnprojekt Chuenisbärgli 100'000 Franken
• Umsetzung Generelles Entwässerungsprojekt 4'000'000 Franken
(spezialfinanziert)

Der Investitionsplan stellt kein Budget dar und daher kann auch nicht verbindlich auf die Realisierung der aufgelisteten Projekte geschlossen werden, ebenso wenig auf den Zeitpunkt. Vielmehr muss jedes Projekt zuerst rechtlich sichergestellt und dem zuständigen Organ, in der Regel die Gemeindeversammlung (ab 1,5 Millionen Franken Urnenabstimmung) zur Beschlussfassung vorgelegt werden. In diesem Sinne können innerhalb der gesetzten oberen Grenze der Investitionssumme noch grössere Umschichtungen der Projekte stattfinden – oder es muss je nach finanzieller Situation eine zeitliche Erstreckung des Investitionsprogramms stattfinden.

Sanierung der Genossenschaft Schwimmbad und Kunsteisbahn

In enger Zusammenarbeit der Partner Adelboden Tourismus (AT), Licht- und Wasserwerk Adelboden AG (LWA AG), Bergbahnen Adelboden AG, Gemeinde Adelboden und den Gläubigern wurde ein Sanierungskonzept für die Genossenschaft Schwimmbad und Kunsteisbahn aufgestellt. Diese Sanierung wurde nötig, da wegen der engen finanziellen Verflechtung von Genossenschaft und AT ein Desaster für beide Institutionen befürchtet werden musste.

Gemäss dem Konzept erwirbt die Gemeinde die Parzelle Kunsteisbahn und die Stammparzelle Parkhaus AG zum Preise von total 100'000 Franken. Zudem wird mit einem Beitrag die Sicherstellung des Kunsteisbahnbetriebes im Winter 2004/2005 sichergestellt. Für den künftigen Betrieb des Schwimmbades stehen ebenfalls Investitionen an, wobei diese Ausgabe aller Wahrscheinlichkeit nach in die Kompetenz der Gemeindeversammlung fallen wird.

Die LWA AG erwirbt die Liegenschaft Adelboden Tourismus an der Dorfstrasse. Mit dem Erlös werden die Ansprüche der Grundpfandgläubiger und die laufenden Schulden der Genossenschaft SB/KEB gegenüber AT gedeckt. Die LWA AG vermietet die Liegenschaft mittels eines langfristigen Mietvertrages wieder zurück an AT. – Der Gemeinderat ist den beteiligten Partner für die flexible und grosszügige Haltung sehr dankbar.


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