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Lauterbrunnen: Nutzung der Alp Untersteinberg geht vorerst weiter pd/bns. Der Kauf der Alp Untersteinberg im Naturschutzgebiet Hinteres Lauterbrunnental durch die Gemeinde Lauterbrunnen ist vom Tisch: Der Schweizerische Bund für Naturschutz «Pro Natura» will laut einer Medienmitteilung das Gebiet nicht verkaufen. Hingegen gehe die Bewirtschaftung der Alp Untersteinberg vorerst weiter – in welchem Umfang sei noch offen. Pro Natura, seit über 50 Jahren Eigentümer der Alp Untersteinberg und die Gemeinde Lauterbrunnen haben laut Medienmitteilung am letzten Freitag Lösungsvarianten für die künftige Nutzung der Alp diskutiert. Vor fünf Jahren habe die Naturschutzorganisation dem Pächter angekündigt, dass sie die genutzten Teile der Alp Untersteinberg – rund zehn Prozent der Gesamtfläche – mittelfristig der Natur zurückgeben möchte, weshalb er die Alp ab dem Jahr 2006 nicht mehr bewirtschaften könne. Die Bewirtschaftung dieser Alp habe für die Natur keine Vorteile gebracht aber Pro Natura hohe Kosten verursacht. Mit diesem Entscheid sei die Gemeinde Lauterbrunnen nicht einverstanden: «Sie will, dass die Alp weiter genutzt werden kann, solange ein Pächter aus der Gemeinde bereit ist, die Stafeln im steilen und unwegsamen Gebiet zu bewirtschaften.» Am 17. September trafen sich laut Medienmitteilung Vertreter der Gemeinde Lauterbrunnen und Pro Natura unter der Leitung von Regierungsstatthalter Walter Dietrich, um eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Dabei seien zwei Möglichkeiten diskutiert worden: Pro Natura wolle nach wie vor mittelfristig auf eine Nutzung der Alp Untersteinberg verzichten. Auch sie sei zwar der Meinung, das Hintere Lauterbrunnental verdanke seine Schönheit sowohl der Alpwirtschaft wie der unberührten Natur. Die Alpen Obersteinberg und Breitlauenen böten aber genügend Raum für die Alpwirtschaft. Trotzdem biete Pro Natura einen Kompromiss an. Sie wolle ab dem Jahr 2006 mit dem Pächter einen neuen Pachtvertrag für die beiden unteren Stafel der Alp Untersteinberg abschliessen. Die beiden oberen Stafel sollen nicht mehr bewirtschaftet werden. Die Gemeinde Lauterbrunnen schlage vor, die ganze Alp Untersteinberg von Pro Natura zu pachten und sei bereit, die Kosten für den Unterhalt der Wege und der Gebäude zu übernehmen und das Gebiet in Unterpacht einem Bewirtschafter zur Verfügung zu stellen: «Im nächsten Schritt werden die beiden Vorschläge weiter konkretisiert.»
Berichte und Meldungen im September 2004
Aktuelle Frontpage Berner Oberland News (www.beo-news.ch) Archiv vom 4. Mai 1996 bis Ende des vergangenen Monats Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg |
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