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Freitag, 10. September 2004
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Aktion gegen zu geringen Abstand auf Autobahnen

pkb/S. Mit einer gezielten Aktion bekämpft die Kantonspolizei Bern nächste Woche erneut das Fahren mit zu geringem Abstand, die häufigste Unfallursache auf Autobahnen.

Der ungenügende Abstand beim Hintereinanderfahren ist laut einer Medienmitteilung die häufigste Unfallursache auf den Autobahnen und Autostrassen des Kantons Bern: «Von den 969 Unfällen, die im Jahr 2003 auf diesen Strassenkategorien polizeilich aufgenommen wurden, gingen 21,9 Prozent auf zu geringen Abstand zurück, gefolgt vom Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Verhältnisse (21,5 Prozent).» Als Folge dieser zwei Hauptunfallursachen kamen nach Polizeiangaben zwei Personen ums Leben und 359 wurden verletzt.

Aus diesem Grund werde die Kantonspolizei in der kommenden Woche – wie bereits im Herbst 2003 und im Frühling 2004 – auf allen Autobahnen des Kantons Bern intensive Überwachungen vornehmen: «Mit Priorität werden Verkehrssünder mit ungenügendem Abstand beim Hintereinanderfahren und/oder mit erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen verfolgt werden.» Dabei komme auch das technische Hilfsmittel der Video-Distanzauswertung zum Einsatz. Bei den beiden bisherigen derartigen Aktion seien mehrere grobe Verletzungen der Verkehrsregeln festgestellt worden, wobei unter anderem sechs Führerausweise an Ort und Stelle hätten abgenommen werden müssen.

Mit dieser neuerlichen gezielten Aktion wolle die Kantonspolizei einerseits grobe Verkehrsdelikte ahnden, anderseits aber auch eine präventive und verkehrserzieherische Wirkung erzielen, heisst es in der Medienmitteilung: «Gemäss Art. 12 der Verkehrsregelnverordnung (VRV) hat der Fahrzeugführer beim Hintereinanderfahren ‹einen ausreichenden Abstand zu wahren, so dass er auch bei überraschendem Bremsen des vorausfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig halten kann›.» Als Faustregel hiefür gelte der «Zweisekundenabstand».

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