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Donnerstag, 9. September 2004

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Aus den Parteien: Parolen der FDP Interlaken und Situationsbericht Höheweg

Matteo G. Martinelli, Pressechef der FDP Interlaken schreibt: Die Parteiversammlung der Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) Interlaken vom 7. September 2004 stand im Zeichen der Parolenfassung für die eidgenössischen Abstimmungen vom 26. September 2004 und der Orientierung über die Situation am Höheweg durch Polizeivorsteher Werner Prantl.

An ihrer Parteiversammlung folgte die FDP Interlaken den Vorschlägen der kantonalen und der schweizerischen Partei: Die Parteimitglieder stehen klar zu den beiden Einbürgerungsvorlagen und zur Änderung des Erwerbsersatzgesetzes für Dienstleistende und bei Mutterschaft. Für die Initiative «Postdienste für alle» wurde die Nein-Parole beschlossen.

Höheweg in Interlaken: «Nicht für den Durchgangsverkehr bestimmt.» (Bild Peter Schmid)

Im zweiten Teil der Versammlung orientierte Polizeivorsteher Werner Prantl über die Situation am Höheweg:

Die Einführung der Zone 30 auf dem Höheweg zeige bereits ihre Wirkung: Im Vergleich zum Sommer 1997 hat bei der Messung vom 20. Juli 2004 der Verkehr in der Zeitspanne von 8 bis 17 Uhr um 56 Prozent abgenommen. Auch die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit von 27 Stundenkilometer lasse auf eine Beruhigung schliessen. Die Zone 30 habe eigne Regeln und zu diesen gehöre eben auch, dass in der 30er Zone Fussgängerstreifen nur in Ausnahmefällen (bei Heimen und Schulen) vorgesehen seien. Dies geschehe nicht etwa zum Schikane der Fussgänger, sondern sei ein Element der Verkehrsberuhigung: Die motorisierten Verkehrsteilnehmer würden dazu gezwungen sich aufmerksamer und rücksichtvoller zu bewegen. Auch würden sich viele Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen in falscher Sicherheit wiegen: Die Unfälle auf Fussgängerstreifen haben seit 1994 um über 30 Prozent zugenommen, während bei den Unfällen mit Fussgängerbeteiligung ausserhalb der Fussgängerstreifen ein leichter Rückgang festzustellen ist. Auch vor der Einführung der Zone 30 sei der Höheweg, von Touristen und Einheimischen gleichermassen, vielfach ausserhalb der Fussgängerstreifen überquert worden.

Am 12. August 2004 habe eine Begehung mit den zuständigen Vertretern des Strassenverkehrsamtes stattgefunden, bei der, zugunsten der schwächsten Verkehrsteilnehmer folgende Massnahmen erarbeitet wurden:

• Der Fussgängerstreifen beim Splendid wird entfernt, da dieser wegen des neuen Rechtvortrittes sehr gefährlich sei.

• Stellen mit guter Übersicht werden als Übergangsflächen gekennzeichnet.

• Die Geschwindigkeit wird häufiger gemessen (Information mit Speedy oder Radarkontrollen)

• Die Zone 30 wird in die Verkehrserziehung einbezogen.

Die Versammlung schloss mit der Bemerkung, jeder solle sich an der eigenen Nase nehmen: Der Höheweg sei nicht für den Durchgangsverkehr bestimmt, sondern diene der Zu- und Wegfahrt zu den Geschäften und Hotels. Diejenigen, die gezwungen sind, den Höheweg zu befahren werden gebeten, dies mit der nötigen Rücksicht und Aufmerksamkeit zu tun.

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