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Donnerstag, 2. September 2004
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Die Abstützungen im einsturgefährdeten Teil des Mitholztunnels mit Spriessen – massive Rundhölzer – sollen gegebenenfalls in einer zweiten Phase verstärkt werden. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Sofortmassnahmen im Lawinenschutztunnel Mitholz sind angelaufen

aid/ds/pvr. Auf einer um 40 auf 165 Meter erweiterten Länge ist zu Beginn der Woche im einsturzgefährdeten Lawinenschutztunnel Mitholz damit begonnen worden, insgesamt 13 Betonelemente im beschädigten Teil des 640 Meter langen Lawinenschutztunnels mit Spriessen zu verstärken. Bereits seit rund zwei Wochen werden zudem im Ablagerungshügel oberhalb des Tunnels Sondierbohrungen durchgeführt.

Einige der zahlreichen Risse im Tunnelgewölbe.

Der Einbau der erfolgt nach Angaben der Projektleitung in zwei Phasen. In der ersten Phase soll – um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten – nur die halbe Anzahl der Spriessen eingebaut werden. Vorerst seien 55 Spriessen – jeweils sechs massive Rundhölzer auf einem im Tunnel vorgefertigten Betonsockel – vorgesehen. Insgesamt sollen in der ersten Phase rund 2100 Laufmeter Baumstämme eingebaut werden. Zeigten die gemessenen Kräfte und Verformungen, dass die Spriessung verstärkt werden müsse, soll eine zweite Einbauphase ausgelöst werden. Der Einbau erfolge von beiden Seiten des Tunnels her in Etappen von rund drei Meter und gearbeitet werde in zwei Schichten. Die Sicherheit habe dabei einen hohen Stellenwert. Der Tunnel werde ständig elektronisch überwacht: «Sobald die Verformungen einen bestimmten Grenzwert übersteigen, wird automatisch Alarm ausgelöst.» Nicht weniger als 22 Sicherheitsleute wachten darüber, dass den rund 20 im Tunnel eingesetzten Arbeitern nichts zustosse.

Der Geologe Helmut Steiger vom Geotechnischen Institut Spiez (links) und Projektleiter Max Berset vom kantonalen Tiefbauamt.

Sondierbohrungen

Die bereits seit zwei Wochen laufenden Sondierbohrungen im Bereich des beschädigten Tunnels – insgesamt sind sechs Bohrungen von 40, 55 und 70 Meter Tiefe vorgesehen – sollen einerseits zur Aufdeckung des Mechanismus, der zu den Schäden am Tunnel führte und anderseits als Grundlage für ein allfälliges Instandstellungsprojekt dienen: «Die Bohrarbeiten sind anfangs Oktober abgeschlossen.» – Im kommenden Winter – siehe auch Sofortmassnahmen zur Verstärkung des Lawinenschutztunnels Mitholz vom Freitag, 27. August 2004 – soll für die Umfahrungsstrasse dasselbe Sicherheitsdispositiv wie vor der Inbetriebnahme des Mitholz-Tunnels gelten.

Auf der Abraumhalde ist mit einer 70-Meter-Bohrung begonnen worden (Bildhintergrund). Eine erste 40-Meter-Bohrung (vorne im Bild) ist bereits abgeteuft. Die Bohrkerne (rechtes Bild) ergaben aus geologischer Sicht keine Überraschungen.

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