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Montag, 20. September 2004
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Zu wenig Abstand und zu schnell unterwegs

pkb/S. Im Rahmen einer gezielten Aktion zur Bekämpfung des Fahrens mit zu geringem Abstand und mit erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen auf den Autobahnen des Kantons Bern hat die Polizei letzte Woche 71 Widerhandlungen festgestellt.

In der vergangenen Woche – zwischen dem 13. und 17. September 2004 – nahm die Kantonspolizei laut einer Medienmitteilung auf den Autobahnen intensive Überwachungen vor: «Mit Priorität wurden dabei Verkehrssünder mit ungenügendem Abstand beim Hintereinanderfahren und/oder mit erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen verfolgt.» Während dieser Zeit seien insgesamt 71 Widerhandlungen festgestellt worden. Wegen einem oder mehreren Delikten würden 62 Fahrzeugführer verzeigt: «Davon waren 21 Abstandsdelikte, 44 Geschwindigkeitsdelikte, 5 Rechtsüberholmanöver und ein unvorsichtiger Fahrstreifenwechsel.» Unter den Abstandsdelikten seien sieben Fälle, bei denen der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug weniger als 0,50 Sekunden betragen haben: «Der kleinste ausgewertete Wert betrug 0,25 Sekunden; als Faustregel für einen ausreichenden Abstand gilt die Zweisekunden-Regel». – Bei einer angenommenen Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometer wäre das nur noch ein Abstand von etwas mehr als 8 statt 67 Meter bei einem Zweisekundenabstand gewesen.

Bei den Geschwindigkeitsdelikten waren laut Medienmitteilung die Automobilisten in 36 der 44 festgestellten Fälle um mehr als 30 Stundenkilometer schneller unterwegs als erlaubt: «Der Höchstwert lag bei einer Überschreitung um 61 Stundenkilometer – dies im Baustellenbereich mit einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometer; sechs Führerscheine mussten vor Ort abgenommen werden.» Die Kantonspolizei Bern werde auch in Zukunft derartige gezielte Aktionen durchführen.

Während der gleichen Zeitspanne führte die Kantonspolizei laut Medienmitteilung ausserdem auf den Autobahnen A1 und A6 (Abschnitt Kerzers-Bern/Brünnen und Thun/Süd-Spiez) konventionelle Radarkontrollen durch. Dabei seien insgesamt 2650 Fahrzeuge gemessen worden: «Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden 228 Personen mit einer Ordnungsbusse belegt, 11 müssen mit einer Strafanzeige rechnen.»
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