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Montag, 7. Februar 2005
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Interlaken: EKI mit sehr erfolgreichem Geschäftsjahr
Die Ersparniskasse des Amtsbezirks Interlaken (EKI) blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Bruttogewinn, Reingewinn und Bilanzsumme erreichten neue Höchststände.
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EKI-Bankleiter Felix Hofstetter
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Dank der Starthypothek von 1,5 Prozent im ersten Jahr konnte die Bank EKI ein erfreuliches und qualitativ gutes Wachstum in den hypothekarisch gedeckten Ausleihungen verzeichnen. Damit wurde die hohe Liquidität abgebaut und der Zinsertrag um 7,8 Prozent gesteigert. Der Deckungsgrad der Ausleihungen mit Kundengeldern beträgt nach wie vor hohe 96,3 Prozent, da die Kundengelder weiter um 15,9 Millionen Franken zunahmen. Der Erfolg aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft wuchs um 26,6 Prozent, vor allem dank der sehr erfreulichen Volumenzunahme bei den EKI Fonds-Portfolios (Performance 2004: 4,3 bis 7,8 Prozent). Auch der Erfolg aus dem Handelgeschäft stieg um 21,3 Prozent. Demgegenüber erhöhte sich der Personal- und Sachaufwand um 6,2 Prozent. Per Saldo konnte der Bruttogewinn um 14 Prozent auf 5,5 Millionen Franken gesteigert werden. Der nach Steuern verbleibende Jahresgewinn erhöhte sich auf 1,8 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat beantragt eine unverändert hohe Dividende von 11 Prozent.
| (in Tausend Franken) |
31.12.2003 |
31.12.2004 |
Veränderung |
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Kundengelder |
462'638 |
478'528 |
+ 3.4 Prozent |
| Ausleihungen an Kunden |
472'722 |
496'711 |
+ 5.1 Prozent |
| Bilanzsumme |
582'045 |
587'185 |
+ 0.9 Prozent |
Offene Reserven (Vorbehalt
Gewinnverteilungsantrag) |
37'529 |
39'319 |
+ 4.8 Prozent |
| Genossenschaftskapital |
4'200 |
4'200 |
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| Bruttogewinn |
4'873 |
5'557 |
+ 14.0 Prozent |
| Jahresgewinn |
1'752 |
1'801 |
+ 2.8 Prozent |
| Beantragte Dividende |
11 Prozent |
11 Prozent |
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Neue IT-Plattform
Zur Wahrung ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit hat die Bank EKI den Aktionärbindungsvertrag mit der RBA Holding per Ende 2005 gekündigt. Damit ist ein Wechsel der EDV-Lösung verbunden. Mit der Einführung der neuen IT-Plattform Finnova im zweiten Semester 2005 – siehe auch Regionalbanken: Neue IT-Partner sind bestimmt vom Mittwoch, 1. Dezember 2004 – verspricht sich die Bank EKI eine Reduktion der Kosten und einen Innovationsschub für Kunden und Bank. Der erfreuliche Zuwachs an Kundengeldern im Umfang von 15,9 Millionen Franken ermöglichte die Weiterführung der Aktion Starthypothek zu 1,5 Prozent im ersten Jahr. Damit konnten die Hypothekarforderungen um netto 28,7 Millionen Franken erhöht werden. Mit der Rückzahlung von 9 Millionen Franken fälligen Anleihen und Pfandbriefdarlehen konnte die Liquidität zusätzlich reduziert werden. Diese Massnahmen führten dazu, dass die Bilanzsumme lediglich von 582 auf 587 Millionen Franken anstieg. Der Deckungsgrad der Ausleihungen mit Kundengeldern beträgt nach wie vor hohe 96,3 Prozent.
Der Bruttogewinn konnte um 14 Prozent auf 5,5 Millionen Franken gesteigert werden. Am wesentlichsten dazu beigetragen hat der um 7,8 Prozent höhere Zinsertrag. Der Erfolg aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft stieg um 26,6 Prozent, vor allem dank der sehr erfreulichen Volumenzunahme bei den EKI Fonds-Portfolios. Die Performance dieser durch die Bank EKI bewirtschafteten Anlagefonds-Portfolios betrug im Jahr 2004: Rugen 4,3 Prozent, Harder 5,5 Prozent, Schilthorn 6,6 Prozent, Eiger 7,8 Prozent. Der Erfolg aus dem Handelgeschäft konnte trotz schwierigen Marktverhältnissen um 21,3 Prozent und der übrige Erfolg um 10,7 Prozent gesteigert werden. Demgegenüber stieg der Personal- und Sachaufwand um 6,2 Prozent auf 6,4 Millionen Franken. Das Anlagevermögen wurde wie im Vorjahr abgeschrieben. Die Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste reduzierte sich um 9,3 Prozent. Den Reserven für allgemeine Bankrisiken wurden 0,5 Millionen Franken zugewiesen. Der nach Steuern verbleibende Jahresgewinn erhöhte sich auf 1,8 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat beantragt eine unverändert hohe Dividende von 11 Prozent.
Kündigung des Aktionärbindungsvertrages mit der RBA Holding
Das für die Bank EKI wohl wichtigste Ereignis des vergangenen Jahrs war die Kündigung des Aktionärbindungsvertrages mit der RBA Holding per Ende 2005. Die Wahrung der rechtlichen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit und der Handlungsfreiheit der Bank EKI sowie die Erhaltung von Arbeitsplätzen vor Ort standen bei der Entscheidungsfindung im Zentrum. Die bestrittenen Kosten für den Austritt aus der RBA per 31. Dezember 2005 wurden vorsichtshalber und ohne Präjudiz für den hängigen Entscheid des Schiedsgerichts bereits per 31. Dezember 2004 vollständig zurückgestellt. Mit diesem Vorgehen bleibt die Kontinuität für die Beurteilung des ordentlichen Geschäftsganges gewahrt und die Bank EKI bietet Transparenz darüber, wieviel der Austritt aus der RBA kosten könnte.
Interessengemeinschaft «Esprit»
Zusammen mit zehn weiteren aus der RBA Holding austretenden Regionalbanken hat die Bank EKI die Interessengemeinschaft «Esprit» gegründet, welche sich in einer gut gegliederten Projektorganisation mit sämtlichen rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Aspekten der Ablösung von der RBA Holding befasst. Die gemeinsame Abwicklung der verschiedenen Teilprojekte erlaubt die Nutzung von Synergien bei der Evaluation neuer Lösungen. Voraussichtlich werden alle bis anhin bei der RBA bezogenen Leistungen in Zukunft durch neue Anbieter erbracht werden. So wurden, wie bereits berichtet, Ende November 2004 Verträge mit neuen IT-Partnern abgeschlossen. Dadurch verspricht sich die Bank EKI eine Reduktion der Kosten und einen Innovationsschub für Kunden und Bank. Die Arbeiten sind im Zeitplan.
Personelles
Der langjährige Kreditchef und Bankleiterstellvertreter, Hans Ringgenberg, trat nach 40 Dienstjahren per Ende Oktober 2004 in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger, Roland Donzé, eidg. dipl. Bankfachmann und Finanzplaner mit eidg. Fachausweis hat sich dank seiner langjährigen Erfahrung im Kreditgeschäft schnell und gut eingearbeitet. Im Rahmen einer Neuorganisation des Bereichs Dienste wählte der Verwaltungsrat Mark Schmocker, lic. oec. HSG, als neuen Bereichsleiter. Der bisherige Bereichsleiter, Ruedi Bachmann, wird zusammen mit Regula Rösch, Leiterin Zahlungsverkehr, die Stellvertretung je in ihren Fachgebieten wahrnehmen. Mark Schmocker tritt die neue Stelle am 1. März 2005 an. Weiter führte die erfreuliche Entwicklung im Bereich Anlage- und Vorsorgeberatung dazu, dass eine neue Stelle für einen zusätzlichen Anlage- und Vorsorgeberater ausgeschrieben und besetzt werden konnte. Mit Peter Feuz, Finanzplaner mit eidg. Fachausweis, kehrte im Januar 2005 ein ehemaliger Anlage- und Vorsorgeberater in das Team der Bank EKI zurück. Er hat sich in Zürich während fünf Jahren zusätzliche Erfahrungen auf seinem Fachgebiet aneignen können.
Ausblick 2005
Die Geschäftsleitung und alle Mitarbeitern stehen voll hinter dem anspruchsvollen Projekt «Esprit». Sie freuen sich auf die personelle Verstärkung und auf die neue Software. Insgesamt wird das Geschäftsjahr 2005 von zahlreichen Herausforderungen geprägt sein und den Mitarbeitenden der Bank EKI viel abverlangen. Die Migration der Bank EKI auf die neue IT-Plattform wird in der zweiten Jahreshälfte 2005 erfolgen. Der Kostenanteil am Projekt Esprit kann aktiviert und abgeschrieben werden. Die Verantwortlichen der Bank EKI sind überzeugt, dass sich die EKI dank treuen und neuen Kunden, ausgezeichneten Produkten und Dienstleistungen sowie einem motivierten Team weiterhin positiv entwickeln wird.
Generalversammlung. Die Generalversammlung findet am Samstag, 19. März 2005, 10.30 Uhr, im Kursaal Interlaken mit anschliessendem Apéro und dem traditionellen Mittagessen statt. Die Einladung mit den Anträgen des Verwaltungsrates sowie den Geschäftsbericht wird den Genossenschaftern rechtzeitig zugestellt.
| Berner Oberland News |
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