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Dienstag, 22. Februar 2005

Jungfraubahn Holding AG: «Insgesamt zufrieden»

pd/bns. Sowohl mit den Ergebnissen im Geschäftsjahr 2004 als auch bei der Umsetzung von Grossprojekten zeigt sich die Jungfraubahn Holding AG in ihrem Aktionärsbrief als insgesamt zufrieden.


Die Wengernalpbahn transportiert Schlittler und ihre Sportgeräte direkt vom Bahnhof Grindelwald bis zum Ausgangspunkt des drei Kilometer langen «Eiger Run» von Alpiglen zur Brandegg. (Bild Tom Leuzinger)

Erwartungsgemäss sei die Wintersaison 2003/2004 hinter der Rekordsaison des Vorjahres zurückgeblieben heisst es in einem ersten Überblick über das Geschäftsjahr 2004: «Trotzdem resultierte das zweitstärkste Saisonergebnis aller Zeiten; insgesamt zählten wir 1,13 Millionen Gasteintritte mit Sportpässen in der Jungfrauregion.» Der Start in die laufende Wintersaison habe sich infolge anhaltend schöner und ungewöhnlich warmer Witterung verzögert: «Trotzdem durften wir bis Ende Jahr knapp zwei Prozent mehr Wintersportler bei uns willkommenheissen als 2003.» Insgesamt haben laut einer Medienmitteilung die Umsätze der Jungfraubahnen-Unternehmungen aus Wintersportpässen 2004 (Januar bis April, November bis Dezember) gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Prozent abgenommen.

Der Start in die Sommersaison verlief laut dem von Verwaltungsratspräsident Riccardo Gullotti und Walter Steuri, Vorsitzender der Geschäftsleitung unterzeichneten Brief an die Aktionäre der Jungfraubahn Holding AG wesentlich besser als im Jahr 2003, als die Bahnen unter den negativen Einflüssen von SARS und Irakkrieg gelitten hätten: «Das Gruppenreisegeschäft, welches eine ausgesprochene Stärke der Jungfraubahn darstellt, legte um 59,9 Prozent zu.» Damit sei die im Vorjahr erlittene Einbusse mehr als wettgemacht worden. Aus diesem Grunde hätten sowohl die Wengernalpbahn als auch die Jungfraubahn die Frequenzen gegenüber dem Vorjahr steigern können: «Etwas schwächer frequentiert wurden die klassischen Wandergebiete First, Kleine Scheidegg und Grütschalp–Mürren, nicht zuletzt wegen dem oft wechselhaften Wetter.» Insgesamt hätten die Erträge der Einzelreisenden um 9,7 Prozent abgenommen. Laut Aktionärsbrief wurde ein Verkehrsertrag von 89,6 Millionen Franken erzielt: «Das entspricht einer Steigerung von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wovon 1,2 Millionen Franken oder 1,4 Prozent auf buchhalterische Veränderungen zurückzuführen sind und keinen Mehrertrag bedeuten.»

Der erste neue Gelenktriebzug der Serie 141 bis 144 der Wengernalpbahn. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)

«Am 4. Dezember durften wir nach mehrjähriger Bauzeit die neuen Züge und Anlagen der Wengernalpbahn auf der Grindelwaldseite in Betrieb nehmen», wird in dem Schreiben im weiteren ausgeführt: «Die neuen Panoramazüge – siehe auch «BOB Bahn 2000» und «WAB 2005» eröffnet vom Sonntag, 5. Dezember 2004 – ermöglichen dank zuverlässigem Taktfahrplan und gesteigerter Kapazität eine effektivere Beförderung unserer Gäste; die modernen Züge finden bei unseren Gästen grossen Gefallen.» Rechtzeitig zum 75-Jahr-Jubiläum der Internationalen Lauberhornrennen habe auf Anfang Wintersaison die neue Vierersesselbahn Innerwengen in Betrieb genommen werden können: «Damit wird die attraktive Talabfahrt auf der Lauberhorn-Rennstrecke nach Wengen deutlich stärker frequentiert.»

Als ebenfalls weit fortgeschritten wird der Neubau der Wehranlage des Kraftwerks der Jungfraubahnen bezeichnet. Ab Ende September habe die Stromproduktion wieder aufgenommen werden können. Wegen des baubedingten Produktionsausfalls in den ersten neun Monaten des Jahres resultiere im Energiegeschäft 2004 erwartungsgemäss ein Verlust: «Für das abgelaufene Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Ergebnis im Rahmen des Vorjahres.»

«Erfreuliche Aktienentwicklung»

Die Namenaktie der Jungfraubahn Holding AG habe im Verlaufe des letzten Jahres kontinuierlich an Wert gewonnen, wird im weiteren ausgeführt. Die Jahresperformance habe 39,8 Prozent betragen. Hinzu komme eine überdurchschnittliche Dividendenrendite von über 2,8 Prozent: «Auch im Langfristvergleich stellt unsere Aktie ein lohnendes Investment dar.»

Ausblick 2005

Die Entwicklung der laufende Wintersaison 2004/2005 wird als positiv eingeschätzt. Per Ende Januar seien in der Jungfrauregion gegenüber dem Vorwinter 9,1 Prozent mehr Gäste verzeichnet worden. Nach den ergiebigen Schneefällen Ende Januar fänden die Sportferiengäste derzeit ausgezeichnete Pistenverhältnisse vor: «Die bereits eingetroffenen Buchungen der Reiseveranstalter stimmen uns auch für die Sommersaison zuversichtlich.»

Generalversammlung 2005. Am Montag, 23. Mai 2005, 14 Uhr, findet im Kursaal Interlaken die ordentliche Generalversammlung 2005 der Jungfraubahn Holding AG statt. Zutritt haben ausschliesslich im Aktienregister eingetragene Aktionäre. Sie erhalten die Einladung mit der Zutrittskarte zu gegebener Zeit per Post zugestellt. Die Erhebung der Zutrittsberechtigung und der Stimmrechte wird am 19. April 2005 vorgenommen. Danach werden bis zum Tag nach der Versammlung keine Eintragungen ins Aktienregister mehr getätigt. Aktionäre, die während dieser Sperrfrist Aktien verkaufen, verlieren die damit verbundenen Stimmrechte. Sie haben ihre Zutrittskarte am Tag der Generalversammlung bei der Zutrittskontrolle berichtigen zu lassen.

Die wichtigsten Bahnen
Frequenzen 2004
Frequenzen 2003
Veränderung
Jungfraubahn (Jungfraujoch an)
522'500 Personen
497'500 Personen
+5.0 %
Wengernalpbahn (Gesamtfrequenzen)
2'109'500 Personen
2'072'800 Personen
+1.8 %
Grindelwald-First (Talstation ab)
475'000 Personen
502'600 Personen
–5.5 %

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Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzlistrasse 244, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 33 821 10 61 und Fax +41 33 82110 64 / Mobile +41 79 427 45 78 / Postcheckkonto 40-71882-7

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004





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