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Montag, 14. Februar 2005
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Lauterbrunnen: «Imaginäre Reise durch Zentralasien»

pd/bns. Den Bergländern Kirgistan und Tadschikistan ist die Wanderausstellung «Rahmat – Tashakur» gewidmet, die am von Montag, 14. bis Donnerstag, 17. Februar 2005 in Lauterbrunnen gezeigt wird. Die Ausstellung im Gemeindesaal Hohsteg in Lauterbrunnen über die Schweizer Zusammenarbeit mit Kirgistan und Tadschikistan zeigt den gesellschaftlichen Wandel in Zentralasien und dokumentiert anhand von konkreten Projekten den Beitrag der Schweiz.

Hanspeter Maag (rechts), Sektionschef GUS bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, und Peter Niederer (links) vom Centre for Development and Environment an der Ausstellungseröffnung vom Montag.

Die Ausstellung richtet sich laut einer Medienmitteilung an ein breites Publikum. Die Ausstellung in Lauterbrunnen dauere bis Donnerstag, 17. Februar 2005; anschliessend wandere sie durch weitere Gemeinden im Schweizer Alpenraum. Vom 28. Februar bis 4. März ist die Ausstellung im Gymnasium Schadau in Thun und vom 29. bis 31. März im Kirchgemeindesaal Meiringen zu sehen. – Der Ausstellungstitel «Rahmat – Tashakur» sei kirgisisch und heisse auf deutsch «Dankeschön». Der Dank komme aus Zentralasien und richte sich an die Bürger der Schweiz, die mit Steuergeldern die Zusammenarbeit mit Zentralasien und andern Regionen überhaupt erst ermöglichten: «Die Schau selber ist in ihrer Entstehung ein gelungenes Beispiel schweizerisch-zentralasiatischer Kooperation.» Konzipiert und gestaltet worden sei sie im Auftrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), vom Centre for Development and Environment (CDE), Geographisches Institut der Universität Bern in Zusammenarbeit mit dem zentralasiatischen Bergpartnerschaftsprogramm (Camp) in Bishkek (Kirgistan).

Im Inneren einer kirgisischen Jurte. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

Entlang einer bebilderten und kommentierten Reiseroute vom Issik Kul See über die Gebirge von Tien Shan und Pamir gelangten die Ausstellungsbesucher in die tadschikische Hauptstadt Duschanbe, heisst es im weiteren. Unterwegs erlebten sie an handfesten Beispielen den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbau in Zentralasien: «Vermittelt werden auch die Schwerpunkte der technischen und finanziellen Zusammenarbeit der Schweiz, die Mitte der neunziger Jahre einsetzte.» Der Aufbau eines landwirtschaftlichen Beratungsdienstes, der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in den zentralasiatischen Bergregionen seien Hauptakzente der vom Bund finanzierten Programme. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Unabhängigkeit im Jahr 1991 habe für viele Menschen in Zentralasien ein völlig neues Leben begonnen: Millionen von Arbeitern aus Kolchosen und staatlichen Industriebetrieben wurden über Nacht zu selbständig erwerbenden Kleinbauern, Taxifahrern, Handwerkern und Händlern oder mussten sich auf dem neu entstandenen Arbeitsmarkt um eine Arbeit bemühen.» Der Arbeitsmarkt sei allerdings nicht in guter Form: Fünf bis zehn Prozent der männlichen Bevölkerung suchten deshalb ein Auskommen für sich und ihre Familien als Saisonniers in der Russischen Föderation.

«Der Systemwandel brachte neue Freiheiten, aber auch schmerzhafte Krisen und Konflikte», verlautet dazu im weiteren: «Das Volkseinkommen schrumpfte in den neunziger Jahren stark: das Prokopf-Einkommen liegt noch immer 40 Prozent unter dem Niveau, das gegen das Ende der Sowjetunion bestand; obwohl dieser negative Trend gebremst wurde und positive Resultate der Reformen zu erkennen sind, ist der Transformationsprozess in Zentralasien noch lange nicht abgeschlossen – die Schweizer Unterstützung wird weitergeführt.»

Berner Oberland News

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