Donnerstag, 24. Februar 2005 |
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Mystery Park AG: «Auch mit Abschreibungsverlust gesunde Finanzen»
pd/bns. Im Vorfeld der ordentlichen Generalversammlung vom 18. März 2005 hat die Mystery Park AG den Jahresabschluss 2004 publiziert. Mit 19,4 Millionen Franken wurde laut einer Medienmitteilung der Umsatz des Eröffnungsjahres von 19,8 Millionen Franken praktisch erreicht und es habe ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 4,8 Millionen Franken resultiert.
Mysterypark Interlaken:: «In den vergangenen 19 Monaten um 17,6 auf 67,9 Millionen Franken abgeschrieben.» (Bild zvg)
Der Verwaltungsrat hat laut Medienmitteilung entschieden, den Abschluss bereits in diesem Jahr nach dem Rechnungslegungsstandard «Swiss GAAP FER» zu erstellen, wonach der gesamte Park nicht wie ursprünglich im Businessplan und in den Zeichnungsprospekten vorgesehen innerhalb von 30 Jahren (rechnerische Durchschnittsabschreibung), sondern bereits in 15 Jahren voll abgeschrieben werde: «Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2004 ein nicht liquiditätswirksamer Abschreibungsverlust von 2,7 Millionen Franken.»
Die vollkommen privat finanzierte Freizeitanlage – siehe auch Mysterypark: Neuer Geschäftsführer und neu ein Marketingchef vom Dienstag, 18. Januar 2005 – verfüge auch mit dem ausgewiesenen Abschreibungsverlust aus dem vergangenen Geschäftsjahr über gesunde Finanzen, wird in der Medienmitteilung versichert. Die Investitionen in den Mysterypark seien mit 86 Millionen Franken veranschlagt gewesen und hätten schliesslich 85,5 Millionen Franken gekostet: «In den vergangenen 19 Monaten wurde der Mysterypark bereits um 17,6 auf 67,9 Millionen Franken abgeschrieben.» Das Aktienkapital sei von nominal 28 auf 24 Millionen Franken reduziert worden. Die Wandelanleihen seien teilweise auch dank nicht beanspruchter Reserven für Baukostenüberschreitungen im gleichen Zeitraum von 35 auf 22 Millionen Franken vermindert worden.
«Nicht liquiditätswirksamer Abschreibungsverlust von 2,7 Millionen Franken»
Dank wirksamer Kostenkontrolle konnte nach Mysterpark-Angaben im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 19,4 Millionen Franken ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 4,8 Millionen Franken ausgewiesen werden («Ebitda» steht für Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortisation, zu Deutsch Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte). Nach Abzug der Zinsen seien für die Abschreibungen drei Millionen Franken verblieben: «Diese Abschreibung würde nach dem ursprünglich gültigen Businessplan, der eine Amortisation der gesamten Anlage innerhalb von 30 Jahren vorsah, für ein ausgeglichenes Ergebnis ausreichen.» Da ab dem Jahr 2006 der Abschluss nach den Richtlinien von «Swiss GAAP FER» erstellt werde, habe der Verwaltungsrat entschieden, die neuen Abschreibungssätze bereits für das Jahr 2004 anzuwenden. Diese sähen praktisch doppelt so hohe Abschreibungen wie ursprünglich vorgesehen vor: «Daraus resultiert für das Geschäftsjahr 2004 ein nicht liquiditätswirksamer Abschreibungsverlust von 2,7 Millionen Franken statt eines ausgeglichenen Ergebnisses.»
«Der Mysterypark gefällt»
Laut Oskar Schärz, Verwaltungsratspräsident der Mystery Park AG, konnten in den verschiedensten Bereichen die gesteckten Ziele erreicht werden: «Der Park gefällt den Besuchern aus dem In- und Ausland, und die Besucherzufriedenheit konnte weiter gesteigert werden. Unter den führenden Freizeitanlagen der Schweiz hat der Mysterypark seine bedeutende Stellung behauptet. Der touristischen Entwicklung der Region verleiht er äusserst positive Impulse. Zudem hat er beliebte Arbeitsplätze geschaffen. Dank gutem Kostenmanagement konnte auch bei tieferen Besucherzahlen ein positives Betriebsergebnis (Ebitda) von 4,8 Millionen Franken erwirtschaftet werden.»
Im Wettbewerb der Freizeitangebote
«Nach Abklingen des Neuheitsbonus des Startjahres stand der Mysterypark im Jahr 2004 im harten Wettbewerb der Freizeitangebote», wird im weiteren ausgeführt: «War das Fazit des Jahres 2003 fast nur positiv, sahen sich Verwaltungsrat und Geschäftsleitung im vergangenen Jahr mit neuen Problemen und Herausforderungen konfrontiert.» So habe sich sich der Aktienkurs entgegen den Erwartungen entwickelt. Mit 310'386 Besuchern bewege sich die Besuchernachfrage 7,7 Prozent unter dem Eröffnungsjahr 2003: «Die grossen Anstrengungen zur Belebung der Wintersaison haben sich nicht im gewünschten Ausmass bezahlt gemacht; die Umstellung der ursprünglich vorgesehenen Abschreibungsdauer führte zu einem Abschreibungsverlust von 2,7 Millionen Franken.»
«Viele Gründe für einen Mysterypark-Besuch»
Das diesjährige Programm sehe viele Gründe vor, um die Besucher für einen oder mehrere Ausflüge in den Mysterypark zu motivieren, heisst es in der Medienmitteilung. Auf die Sonderausstellung «Unsolved Mysteries» folge ab 18. März die Ausstellung «Jules Verne & Johnny Bruck». Vom 30. April bis zum 1. Mai finde während drei Tagen und zwei Nächten die erste «Mystery-LAN-Party» statt, an der über 700 Jugendliche um ein Preisgeld von 20'000 Franken spielen würden: «Vom 15. Mai bis 31. Oktober setzt sich der Mysterypark in einer grossen Sonderausstellung mit dem Phänomen der Kornkreise auseinander.» Zur Feier des 70. Geburtstags des Initianten des Mysteryparks, Erich von Däniken seien verschiedene Überraschungen geplant. «Im laufenden Jahr sollen schwergewichtig die in- und ausländischen Touristen, welche bereits in der Region anwesend sind, beworben und auf diese Weise als Botschafter für den Mysterypark gewonnen werden.» Aber auch dem Gruppen- und Event-Segment komme im Marketing vermehrte Aufmerksamkeit zu.
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