Donnerstag, 24. Februar 2005 |
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Sperrzeit für schulpflichtige Jugendliche: Gemeinderat von Ringgenberg sieht Handlungsbedarf
Die Tatsache, dass sich schulpflichtige Kinder und Jugendliche immer öfters bis spät in den Abend und in Einzelfällen gar bis in die frühen Morgenstunden auf öffentlichen Plätzen und in Anlagen aufhalten, gibt auch in unserer ländlichen Region zu reden. Zusammen mit den Bödeligemeinden Interlaken, Matten und Unterseen wollen die Gemeinden der Region hier mit Einführung einer Sperrzeit für schulpflichtige Jugendliche Gegensteuer geben.
Die
sogenannte Sperrzeit wird noch im gemeinsamen Gespräch festzulegen sein.
In erster Linie gilt allerdings der Appell den Eltern, diese für die
ganze Region geltende Vorgabe dann auch einzuhalten und bei ihren
Kindern durchzusetzen. Die nächste Diskussionsrunde unter den Gemeindevertretern findet am 9. März 2005 in Interlaken statt. Gemeindeschreiber Peter Riesen, Ringgenberg Auf Initiative der Schul- und Polizeikommissionen der drei Bödeligemeinden Interlaken, Matten und Unterseen soll möglichst regional für den unbeaufsichtigten Ausgang der schulpflichtigen Kinder – gemeint ist der Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen und in Anlagen – eine Sperrzeit eingeführt und dann auch durchgesetzt werden. Der Gemeinderat von Ringgenberg sieht hier ebenfalls Handlungsbedarf und ist mit den anderen Gemeinden in der Region der Auffassung, dass in dieser Sache die Schraube auch seitens der Behörden wieder etwas fester angezogen werden muss.
Offen bleibt noch die genaue Festlegung der sogenannten Sperrzeit. Wenn sich schulpflichtige Kinder nach der Sperrzeit allein in der Öffentlichkeit aufhalten, sollen die Erziehungsberechtigten durch die Polizeiorgane aufgefordert werden, ihre Kinder umgehend abzuholen (Ausnahmen: die umgehende Rückkehr nach Vereinsanlässen oder etwa auch nach dem Kinobesuch, sofern die Filme für ihr Alter freigegeben worden sind).
Parkplatzbewirtschaftung
Im Rahmen des Budgets 2005 wurde für die zweite Etappe der Parkplatzbewirtschaftung ein Kredit von 30'000 Franken bewilligt. Mit der Ausrüstung von sieben Parkplätzen wird dieser Betrag voll ausgeschöpft. Die folgenden Parkplätze werden ab 1. Mai 2005 mit Parkuhren ausgerüstet:
– Parkplatz hinter dem Feuerwehrmagazin fünf Plätze.
– Parkplatz hinter dem Hotel Bären (nur Gemeindeteil) fünf Plätze.
– Parkplatz Anhöhi (östlich Tankstelle Migrol/Abegglen) sechs Plätze.
– Parkplatz beim Kindergarten Ränkli (Schulhausareal) acht Plätze.
– Parkplatz Brandstrasse acht Plätze.
– Parkplatz Flüela acht Plätze.
– Parkplatz Altersheim sechs Plätze.
Weitere, ebenfalls gut benützte Parkplätze, wie etwa der Parkplatz am Gassenweg, konnten wegen der Kreditlimite nicht in die zweite Etappe einbezogen werden. Die Bewirtschaftung des Parkplatzes «Platzli», der leider immer wieder zu Diskussionen Anlass gibt, wurde wegen eines schlechten Kosten-/Nutzenverhältnisses zurückgestellt. Bei diesem Parkplatz erfordert die Änderung des Ist-Zustandes bauliche Massnahmen mit einem vorgängigen Bewilligungsverfahren und hätte letztlich die Konsequenz, dass die Ausfahrt eingeschränkt und ein Wendeplatz freigehalten werden müsste, was wiederum zu einer Verkleinerung der eh schon knappen Parkfläche führen würde. Die nächste Etappe kann heute noch nicht verbindlich festgelegt werden. Es ist aber damit zu rechnen, dass im nächsten Jahr weitere Plätze folgen werden, wie etwa der Parkplatz am Gassenweg.
Neuer Schneepflug
Die starken Schneefälle in diesem Winter zeigten, dass der Schneepflug des Lindner-Fahrzeuges (immerhin 17jährig) ersetzt werden muss. Der Beschaffungsauftrag wurde an die Firma Flühmann in Brienz vergeben.
Neuer Pächter für die Alp Tschingelfeld
Für die Bewirtschaftung der Hütten und Bergrechte an der Vorsass Obmarschwendi und der Alp Tschingelfeld (ob Axalp) konnte mit Landwirt Peter Zumbrunn aus Ringgenberg ein neuer Pächter gefunden werden. Der Pachtvertrag dauert vorerst ein Jahr, erneuert sich jedoch bei Stillschweigen jeweils um ein weiteres Jahr.
Sanierung von Werkleitungen in der Talstrasse
Für die Verkabelung der Stromleitung im unteren Teil der Talstrasse wurde an der letzten Gemeindeversammlung ein Kredit von 75'000 Franken bewilligt. Bei den weiteren Planungsarbeiten stellte sich heraus, dass im fraglichen Bereich auch die im Schnitt mindestens 50jährigen Wasser- und Abwasserleitungen ersetzt werden sollten. Das Vorhaben muss deshalb «von Grund auf» überprüft, das heisst umfassend neu aufgegleist werden, da das Projekt mit ganz erheblichen Mehrkosten verbunden sein wird und als Folge der umfangreichen Grabarbeiten auch die Strasse saniert werden muss. Der entsprechende Planungsauftrag wurde an das Ingenieurbüro Mätzener & Wyss Bauing. AG Interlaken erteilt.
Weiteres Übungslokal in der Zivilschutzanlage Lochgraben
In der Zivilschutzanlage Lochgraben wurde einer weiteren einheimischen Musikgruppe zu günstigen Konditionen ein Übungslokal vergeben.
Informationsveranstaltung für die Landwirte
Die Bewirtschafter von landwirtschaftlichem Boden werden im Zusammenhang mit den Beitragsleistungen für sogenannt vernetzte ökologische Ausgleichsflächen zu einer weiteren Informationsveranstaltung eingeladen. Der unter der Leitung der Regionalplanung stehende Anlass findet am Donnerstag, 10. März 2005, Beginn 14 Uhr, im Hotel Park in Goldswil statt.
Chutzenfeuer werden reaktiviert
Im Rahmen des diesjährigen Unspunnenfestes sollen unter dem Patronat der Gebäudeversicherung auch die sogenannten Chutzenfeuer reaktiviert werden. Die Chutzenfeuer (Lichterkette) dienten den alten Eidgenossen zur Mobilisation/Alarmierung der Milizsoldaten. Die Lichterkette wurde letztmals 1991 anlässlich der Feierlichkeiten 700 Jahre Eidgenossenschaft / 800 Jahre Stadt Bern reaktiviert. Die Lichterkette soll zwischen Bern und den Oberländer Tälern weitergegeben werden und am 3. Juni 2005 stattfinden, Verschiebungsdatum 4. Juni 2005. Ringgenberg wird selbstverständlich mitmachen. Der Standort des Feuers wird wie 1991 im sogenannten Brand sein.
Bauwesen
Das Baugesuch der Eheleute Schmocker-von Allmen für den Neubau eines Einfamilienhauses am Gassenweg wird seitens der Gemeindebehörden befürwortet.
Personelles
Die neu geschaffene Lehrstelle «Betriebspraktiker Werkdienst» wurde an Christoph Furler, Ringgenberg vergeben.
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