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Dienstag, 15. Februar 2005
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160 Thuner und Sigriswiler Zivilschützer frischten ihr Wissen auf
sth/bns. Neue Schutzdienstpflichtige werden seit vergangenem Jahr nach neuen Richtlinien ausgebildet und mit dem Bevölkerungsschutz XXI vertraut gemacht. In Thun wurden nun auch die früher ausgebildeten Zivilschützer mit den Neuerungen aufdatiert - 160 besuchten den Kurs.
Ein Zivilschützer lernt den richtigen Umgang mit einer Löschdecke. (Bilder zvg)
«Wir können nicht in einem Tag die gesamte Allgemeine Grundausbildung vermitteln, die sich die neu eingeteilten Zivilschützer in drei Tagen aneignen, aber wir wollen mit euch die wichtigsten Neuerungen behandeln», begrüsste Peter Siegfried, Kommandant der ZSO (Zivilschutzorganisation) Thun-Sigriswil die Kursteilnehmer. Aufgeteilt auf vier Tage, besuchten laut einer Medienmitteilung rund 160 Schutzdienstpflichtige den Kurs und frischten dabei ihr Grundwissen für die Zukunft auf. Wichtig sei bei diesem eintägigen Kurs gewesen, möglichst praxisnah zu arbeiten: «Einzelne Lektionen sollen dabei den Zivilschützern auch in privaten Situationen von Nutzen sein; im Vordergrund standen das allgemeine Zivilschutzgrundwissen sowie die Kenntnisse über die eigenen Aufgaben und jene der Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes.» Ein Thema, das praktisch wiederholt und vertieft wurde, war laut Medienmitteilung die Erste Hilfe. Viele Kursteilnehmer hätten noch gelernt unter Anwendung des Fragemodus «GABI» erste Hilfe zu leisten. Neu komme die weltweit anerkannte «ABC»-Methode zum Einsatz, bei der unter anderem auch die äussere Herzmassage geübt werde. Das «ABC»-Prinzip –
A = Atmung (freimachen, freihalten),
B = Beatmung (Mund zu Nase) und
C = Circulation (bei fehlendem Puls Blutzirkulation in Gang bringen). Früher hiess es «GABI» für
G = Gibt er Antwort?
A = Atmet er? B =
Blutet er? I =
Ist sein Puls normal?
Auch das fachgerechte Anlegen eines Druckverbandes will gelernt sein.
«Trotz knappem Zeitbudget versuchen wir, das Wichtigste zu vermitteln», meinte laut Medienmitteilung die Sanitätsinstruktorin Ursula Hänni: «Bereits mit solidem Grundwissen ist es möglich, rasch zu helfen. Wenn das Herz nicht mehr schlägt, darf man nicht warten, bis der Spezialist kommt.» Nicht helfen könne den Tod bedeuten – Hilfe, auch von einem Laien, könne hingegen Leben retten. «Und wenn wir die Leute zum Besuch eines Herzmassagekurses animieren können, bin ich natürlich sehr glücklich», meinte Ursula Hänni. Neu sei auch die Verkehrsregelung ein Thema im Zivilschutz, verlautet im weiteren. Nach dieser ersten Einführung werde von den Teilnehmern noch nicht erwartet, selbständig den Verkehr auf grossen Kreuzungen zu regeln. Immerhin hätten sie aber auch hier erste Grundlagen erwerben können. Ein Teil der Zivilschützer werde dieses Wissen in weiterführenden Kursen im Frühling vertiefen: «Sie erhielten einen ersten Vorgeschmack.»
Ein Zivilschützer übt die Grundlagen der Verkehrsregelung.
Im weiteren galt es laut Medienmitteilung die Handhabung von Kleinlöschgeräten wie Löschdecke, Eimerspritze und Handfeuerlöscher im praktischen Einsatz zu üben. «Der Einsatz der Eimerspritze wird zu Unrecht immer wieder belächelt», meinte Stefan Zumstein, Zugchef Unterstützung. «Mit einem halben Eimer Wasser löschen wir damit locker einen brennenden Weihnachtsbaum, und das Löschwasser verursacht auch nur einen geringen Schaden.» An einem Stapel brennender Palette hätten sich die Kursteilnehmer selber von der Effektivität überzeugen können: «Auch die Handhabung einer Löschdecke und eines Feuerlöschers konnte von allen Absolventen am Feuer praktisch geübt werden.»
| Berner Oberland News |
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