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Freitag, 7. Januar 2005
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Arbeitslosigkeit im Kanton Bern auf 3,1 Prozent gestiegen

aid/sc/bns. Saisonal bedingt hat die Arbeitslosenquote im Kanton Bern im Dezember 2004 gegenüber dem vorangegangenen November von 2,9 auf 3,1 Prozent zugenommen. Sie liegt neu bei 3,1 Prozent (Schweiz +3,9 auf 4,0 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 777 auf 15’986 Personen. Im Jahresdurchschnitt waren im Kanton Bern 15'213 Personen (2003: 14'860 Personen) arbeitslos gemeldet. Die Jahresquote beträgt 2,9 Prozent (2003: 2,8 Prozent).

Landesweit waren Ende Dezember 2004 nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft 158’416 Arbeitslose eingeschrieben, 6007 mehr als im Vormonat. Die schweizerische Arbeitslosenquote erhöhte sich damit von 3,9 im November auf 4,0 Prozent im Dezember 2004. Es wurden insgesamt 227’634 Stellensuchende registriert, 5532 mehr als im Vormonat. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 1017 auf 6359 Stellen.
Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Dezember 2004

Starker Rückgang im östlichen Berner Oberland

Im Kanton Bern ist bei den Männern die Zahl der arbeitslos Gemeldeten im Dezember 2004 um 738 auf 8963 (+9,0 Prozent) und bei den Frauen um 39 (+0,6 Prozent) auf 7023 Personen gestiegen. Betroffen waren vor allem die Altersgruppen der über 25jährigen in allen Funktionen. Die Zahl der arbeitslosen Lehrlinge (–21 auf 533 Personen) und der Schüler und Studenten (–11 auf 434 Personen) nahm dagegen weiter ab. Mit 10’752 Personen waren 678 Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländern stieg die Zahl um 99 auf 5234 Personen. Die grössten Zunahmen verzeichneten das Baugewerbe mit 293, sowie Immobilien, Vermietung, Informatik mit 266 Personen. Dagegen sank die Zahl im Gastgewerbe mit dem Beginn der Wintersaison um 135 auf 2398 Personen. In 23 von 26 Amtsbezirken stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Amtsbezirk Biel mit 4,9 Prozent gefolgt von Bern mit 3,8 Prozent. Die Quote liegt mit 1,5 Prozent in den Amtsbezirken Signau und Erlach am tiefsten. Den stärksten Rückgang verzeichneten die Amtsbezirke Oberhasli mit –0,7 und Interlaken mit –0,6 Prozent. Von den 23’650 Stellensuchenden (+736 oder +3,2 Prozent) gingen 3845 Personen (–61) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 1447 Personen (–11) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 483 (–94) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung beziehungsweise Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 16,3 Prozent (Vormonat 17,0) in einem Zwischenverdienst. 6,1 Prozent (6,4) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 2,0 Prozent (2,5) eine Weiterbildung.

Schweiz: Weniger Arbeitslose als zu Beginn des letzten Jahres

Obwohl sich gesamtschweizerisch die Arbeitslosigkeit im Verlauf des Jahres 2004 insgesamt zurückbildete, vermochten die Jahresdurchschnitte bei der Arbeitslosenzahl und der Quote die Vorjahreswerte noch nicht zu unterschreiten: Im Durchschnitt waren laut Staatssekretariat für Wirtschaft im vergangenen Jahr 153’091 Personen als arbeitslos registriert. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um 7404 Personen oder 5,1 Prozent. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote beträgt damit 3,9 Prozent (+0,2 Prozentpunkte gegenüber 2003).Iim ersten Halbjahr 2004 war die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen von einer deutlichen Abnahme geprägt und verminderte sich von 168'163 arbeitslos gemeldeten Personen im Januar auf 143'125 Ende Juli. Zwischen August und Oktober erhöhten sich die Zahlen moderat auf 147’911. Seit November steigen die Arbeitslosenzahlen vorwiegend aus saisonalen Gründen wieder stärker an. Dem Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 25'000 Personen in der ersten Jahreshälfte steht im zweiten Halbjahr eine Zunahme um rund die Hälfte gegenüber. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 kommt damit der Jahresendwert wieder tiefer zu liegen als der Stand zu Jahresbeginn betragen hatte.

Die Arbeitslosenquote bildete sich zwischen Januar und Juli kontinuierlich von 4,3 Prozent auf 3,6 Prozent zurück. Zwischen August und Oktober stabilisierte sie sich bei 3,7 Prozent. Im November und Dezember blieb die Quote mit 3,9 und 4,0 Prozent schliesslich knapp unter den Werten der entsprechenden Vorjahresmonate. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Gesamtzahl der Stellensuchenden (Summe von registrierten Arbeitslosen und registrierten nichtarbeitslosen Stellensuchenden). Einer Abnahme in der ersten Jahreshälfte folgte zwischen August und Oktober eine moderate Zunahme, die sich allerdings im November und Dezember saisonal bedingt noch verstärkte. Im Jahresdurchschnitt resultiert daraus eine Zahl von 220’508 registrierten Stellensuchenden (+14'017 Personen gegenüber dem Vorjahr).

Das Rechnungsjahr 2004 wird der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung gemäss aktuellen Schätzungen bei Prämieneinnahmen von 4,4 Milliarden Franken (2003: 5,6 Milliarden) und einem Gesamtertrag von 5,3 Milliarden Franken (2003: 6,4 Milliarden) sowie einem Gesamtaufwand von 7,5 Milliarden Franken (2003: 7,2 Milliarden) mit einem Aufwandüberschuss von 2,2 Milliarden Franken (2003: 0,8 Milliarden) abschliessen.

Dezember 2004
Männer Frauen Total Vormonat Differenz Total Vormonat Differenz
Total Kanton
8 963 7 023 15 986 15 209 777 3,1 % 2,9 % 0,2 %
Frutigen 149 116 265 242 23 2,8 % 2,5 % 0,3 %
Interlaken 450 327 777 899 –122 3,7 % 4,3 % –0,6 %
Niedersimmental 203 183 386 347 39 3,6 % 3,2 % 0,4 %
Oberhasli 66 37 103 134 –31 2,4 % 3,1 % –0,7 %
Obersimmental 75 47 122 108 14 2,9 % 2,6 % 0,3 %
Saanen 85 48 133 109 24 2,7 % 2,2 % 0,5 %
Thun 875 715 1 590 1 458 132 3,4 % 3,1 % 0,3 %
Total Oberland
1 903 1 473 3 376 3 297 79      


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