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Freitag, 7. Januar 2005
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Befristeter Energieliefervertrag zwischen BKW und IBI

pd/bns. Die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) haben eine Mitteilung der BKW FMB Energie AG (BKW) bestätigt, wonach ein neuer Energieliefervertrag abgeschlossen worden sei. In einer Gegendarstellung weisen die IBI jedoch darauf hin, dass sie zwar vorläufig bei der BKW Strom bezögen, von einer Einigung aber nicht gesprochen werden könne.

Die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) beziehen nach ihren Angaben vorläufig für ein Jahr bei den BKW Strom, weil eine Marktumfrage gezeigt habe, dass eine Belieferung von einem anderen Lieferanten zwar möglich aber teurer wäre: «Der Grund liegt bei den immer noch zu hohen Netzbenutzungskosten und der Regelenergie der BKW.» Seit Oktober 2004 stünden die IBI in einem vertragslosen Zustand zur BKW: «Um eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten entschied sich die IBI, das zurzeit günstigste Lieferangebot unter Vertrag zu nehmen – von einer Einigung mit der BKW kann deshalb keine Rede sein.»

Demgegenüber sollen sich die Vertragsparteien laut einem von der BKW kurz zuvor verbreiteten Communiqué auf einen neuen und umfassenden Energieliefervertrag geeinigt haben: «Im Vergleich mit der Konkurrenz wurde nun offenkundig, dass das Angebot der BKW das beste Preis-/Leistungsverhältnis aufweist; die IBI haben aufgrund dieser Tatsache der BKW den Zuschlag erteilt.»

«Eine Marktumfrage der IBI bei sechs potenziellen Lieferanten im In- und Ausland hat gezeigt, dass grundsätzlich eine Belieferung durch diese möglich ist», wird in der Gegendarstellung aus Interlaken ausgeführt: «Ein Vergleich der Offerten zeigt, dass bei den reinen Energiekosten die BKW konkurrenzfähig ist, obschon sie nicht die günstigste Anbieterin ist. Bei den Durchleitungspreisen und der Regelenergie, die zwingend auch bei einem geöffneten Markt der BKW zu bezahlen sind, liegen die Preise im Vergleichen mit anderen Regionen zu hoch.» Der Strompreis für die IBI sei durch den Preisvergleiche gesunken, der erwarteten Marktpreis sei damit jedoch noch nicht erreicht: «Das Dossier wird deshalb beim Preisüberwacher bleiben damit er die monopolistischen Elemente prüfen kann.» Positiv wirkt sich die neue Situation nach Einschätzung der IBI auch auf ihre Stromkunden aus: «Bereits ab Herbst 2004, nach der sich abzeichnenden Verbesserung der Einkaufskonditionen, können die Kunden der IBI von einer verlängerten Niedertarifszeit profitieren.»

Die BKW erinnert in ihrer Medienmitteilung ihrerseits daran, dass im Herbst 2004 ihre Strompreise für Vertriebspartner um durchschnittlich sieben Prozent gesenkt worden seien. Auch die Industriellen Betriebe Interlaken hätten von der BKW ein entsprechendes Angebot erhalten. Im September 2004 – siehe auch Die IBI wehren sich für marktgerechte Strompreise vom Donnerstag, 16. September 2004 – seien die IBI mit diesem Angebot an den Preisüberwacher gelangt, um die offerierten Energiepreise der BKW von neutraler Stelle beurteilen zu lassen: «Im Interesse eines fairen und transparenten Marktverhaltens stellte die BKW der Preisüberwachung die entsprechenden Grundlagen unaufgefordert zur Verfügung.» Gleichzeitig hätten die IBI bei nationalen und internationalen Energielieferanten Konkurrenzofferten eingeholt.

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