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Montag, 10. Januar 2005
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«Unverbindlichkeit und Unklarheit vermeiden»
«Alpenregion» wird nicht Partner der Marketingkooperation «Jungfrau»
pd/pvr. Auf eine von der Destination «Alpenregion» (Meiringen, Hasliberg und Brienz) gewünschte geografische Integration will die Marketingkooperation «Jungfrau» verzichten: «Die wertvolle Dachmarke Jungfrau dürfe nicht in die Unverbindlichkeit abgleiten», heisst es in einer Medienmitteilung.
Eiger, Mönch und Jungfrau: Keine Marketingkooperation mit dem Oberhasli. (Archivbild Peter Schmid)
Die «Alpenregion» habe sich bei den Marketingaktivitäten der Jungfrauregion beteiligen und als Partner in die Marketingkooperation Jungfrau eintreten wollen, wird in der Medienmitteilung erinnert. Die Anfrage der «Alpenregion» – siehe auch Touristische Kooperationsgespräche zwischen Interlaken und dem Oberhasli vom Freitag, 10. September 2004 – wurde im Vorstand sowie auch bei den Präsidenten und Direktoren der beteiligten Partner intensiv diskutiert und ausführlich geprüft. Nun sei an der letzten Sitzung die Anfrage definitiv abgelehnt worden. Verschiedene Gründe hätten zu diesem Entscheid geführt: «Die Partner halten fest, dass das heutige Modell der Marketingkooperation erfolgreich funktioniert und somit die Markt- und Kundenbedürfnisse optimal abdeckt.» Die Aufbauarbeit müsse konsequent weiterverfolgt werden, um die Dachmarke Jungfrau und die Monomarken wie Interlaken oder Grindelwald weiter zu stärken: «Eine geografische Erweiterung der Marketingkooperation birgt die Gefahr in sich, dass die Jungfrauregion in die Unverbindlichkeit und Unklarheit abgleiten würde.» Die geografische Distanz zum Produkt «Jungfrau» wäre mit der Aufnahme der Destination «Alpenregion» zu gross: «Zudem hat man auch gespürt, dass die «Alpenregion» und die Marketingkooperation Jungfrau unterschiedliche Auffassungen und Erwartungen betreffend finanziellen Beitrittleistungen haben. Ebenso seien die aktuellen personellen Vorkommnisse rund um die operative Führung der «Alpenregion» und die Art und Weise der Kommunikation – siehe auch Tourismusdirektorin Katrin Lüthi verlässt die «Alpenregion» vom Donnerstag, 23. Dezember 2004 – «nicht fördernd, um eine enge Zusammenarbeit anzustreben». «Eingeschlagene Strategie wird weitergeführt»
Der im Jahr 2002 gegründete Verein Marketingkooperation Jungfrau habe auch im Jahr 2005 die Positionierung einer starken Region und die Generierung von Logiernächte zum obersten Ziel, verlautet im weiteren. Die Jungfrauregion, die insgesamt über eine Bettenkapazität von mehr als 20'000 in der Hotellerie und Parahotellerie verfüge, werde daher die eingeschlagene Strategie weiterführen. Dabei stehe der Organisation ein Budget von 1,2 Millionen Franken zur Verfügung. Diverse Promotionen und Aktivitäten auf verschiedenen Märkten seienauch im Jahre 2005 geplant: «Die Touristiker fokussieren sich klar auf die starken Individualmärkte Schweiz, Deutschland, Benelux und Grossbritannien.» Der gemeinsame Kommunikationsauftritt habe sich in den letzten Jahren bewährt. Sowohl im Sommer wie auch im Winter würben Plakate und Inserate in der ganzen Schweiz für Ferien in der Jungfrauregion. Ein umfassendes Verkaufhandbuch komme zum Einsatz, zudem werde auch im Jahr 2005 das beliebte «Jungfrau Magazin» erscheinen: «Mit diesen und einer Menge weiterer Kommunikationsmassnahmen hat die Jungfrauregion eine solide Basis, um selektiv auf den verschiedenen in- und ausländischen Märkten aufzutreten.»
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg
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