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Dienstag, 25. Januar 2005
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Geschwindigkeitskontrollen im Jahr 2004: Mehr Ordnungsbussen – weniger Verzeigungen
pkb/S. Die Kantonspolizei Bern hat bei Geschwindigkeitskontrollen im Jahr 2004 erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge kontrolliert. Von diesen fuhren rund gut 71'000 oder 6,68 Prozent zu schnell. Der Prozentsatz der Überschreitungen stieg damit gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Zugenommen hat insbesondere die Zahl der ausgestellten Ordnungsbussen, während weniger Strafanzeigen verhängt werden mussten.
Im Rahmen der Massnahmen der «Strategischen Aufgabenüberprüfung des Kantons Bern» (SAR) kamen laut einer Medienmitteilung im Laufe des Jahres zwei zusätzliche Radarequipen zum Einsatz: «Die Geschwindigkeitskontrollen der Kantonspolizei Bern erstreckten sich im Jahr 2004 über insgesamt 4113 (Vorjahr 3419 Stunden); mit 1'068'924 kontrollierten Fahrzeugen wurde dabei erstmals die Millionengrenze überschritten (Vorjahr 973'841).» Dies sei darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der Massnahmen der «Strategischen Aufgabenüberprüfung des Kantons Bern» (SAR) in der zweiten Jahreshälfte zwei zusätzliche Radarequipen zum Einsatz gekommen seien. Dadurch hätten im Jahr 2004 insgesamt 3200 Messungen oder 531 mehr als im Vorjahr durchgeführt werden können: «Die Kontrollen erfolgten fast ausschliesslich im Rahmen mobiler Geschwindigkeitsüberwachungen.»
Fast 50 Prozent höher als im Jahr 2000
Mit 71'382 Überschreitungen lag der Anteil laut Medienmitteilung deutlich über demjenigen des Vorjahres (6,68 gegenüber 5,95 Prozent). Es seien 67’002 Ordnungsbussen ausgesprochen worden (6,27 gegenüber 5,48 Prozent im Vorjahr). Im Jahr 2000 seien 45'101 Ordnungsbussen verhängt worden. Seither habe sich deren Zahl um 48,6 Prozent erhöht.
Im Jahr 2004 mussten nach Angaben der Kantonspolizei in 4380 Fällen (0,41 Prozent gegenüber 0,47 Prozent im Vorjahr) Fahrzeugführer zur Anzeige gebracht werden: «Die Wahl der Messstandorte richtete sich insbesondere nach folgenden Kriterien: Unfallgeschehen, Unfallstatistik, kritische Stellen im Bereich von Kindergärten, Schulen, Altersheimen und so weiter sowie Anliegen der Behörden und Institutionen.» Dadurch sei wie im Vorjahr ein Grossteil der Messungen im Innerortsbereich vorgenommen worden. Ein besonderes Augenmerk sei zudem auf den Bereich Autobahnbaustellen gelegt worden. – Die höchsten im Jahr 2004 registrierten Geschwindigkeitsüberschreitungen:
* Innerorts 115 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer.
* Ausserorts 180 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer.
* Auf Autobahnen 217 statt der erlaubten 120 Stundenkilometer.
Die Messergebnisse
* Innerorts (Tempo 50): 596'842 (2003: 525'688) kontrollierte Fahrzeuge. Überschreitungen 7,21 Prozent (5,89 Prozent); Ordnungsbussen 6,81 (5,41) Prozent; Verzeigungen 0,41 (0,46) Prozent.
* Innerorts (diverse signalisierte Höchstgeschwindigkeiten): 95'766 (78'393 kontrollierte Fahrzeuge. 6,53 (6,43) Prozent Überschreitungen; 6,13 (5,85) Prozent Ordnungsbussen; 0,41 (0,58) Prozent Verzeigungen.
* Ausserorts: 179'305 (140'626) kontrollierte Fahrzeuge. Überschreitungen 5,87 (6,07) Prozent; Ordnungsbussen 5,24 (5,34) Prozent; Verzeigungen 0,63 (0,73) Prozent.
* Autobahnen (signalisierte Geschwindigkeiten): 88'561 (89'087) kontrollierte Fahrzeuge. Überschreitungen 7,10 (7,27) Prozent; Ordnungsbussen 6,80 (6,80) Prozent; Verzeigungen 0,30 (0,47) Prozent.
* Autobahn (120 Stundenkilometer): 108'450 (140'047) kontrollierte Fahrzeuge. Überschreitungen 4,85 (5,02) Prozent; Ordnungsbussen 4,70 (4,83) Prozent; Verzeigungen 0,16 (0,20) Prozent.
Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg
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