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Freitag, 21. Januar 2005
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Weltnaturerbe Jungfrau – Aletsch – Bietschorn soll erweitert werden

bns. Sechs Berner und fünf Walliser Gemeinden haben einer Erweiterung des Unesco-Weltnaturerbes Jungfrau – Aletsch – Bietschorn zugestimmt. Neu hinzu kommen laut Medienberichten Gebiete im Lötschental, im Blüemlisalpmassiv und in der Region Grimsel/Oberhasli. Die Unesco soll voraussichtlich im Sommer 2006 oder 2007 über die Erweiterung entscheiden.

Der Aletschgletscher vom Jungfraujoch aus gesehen. (Archivbild Jungfraubahnen/zvg)

Ursprünglich habe der Perimeter des Welterbes eine Fläche von 539 Quadratkilometer umfasst, geht unter anderem aus einer Meldung der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) hervor, die sich wiederum auf einen Bericht im «Thuner Tagblatt» und «Berner Oberländer» vom Freitag abstützt. Daran seien 15 Gemeinden – 13 im Wallis und 2 im Berner Oberland – beteiligt. Jetzt soll das Gebiet weiter wachsen: Auf Berner Seite soll das Welterbe um das Grimselgebiet und die Blüemlisalp-Region, auf Walliser Seite um Gebiete im Lötschental und an der Lötschbergsüdrampe erweitert werden. Der erweiterte Perimeter würde damit eine Fläche von 822 Quadratkilometer umfassen – davon lägen rund 354 Quadratkilometer im Kanton Bern und 468 Quadratkilometer im Kanton Wallis.

Bis Ende 2004 hätten die betroffenen Gemeinden grünes Licht für eine Perimetererweiterung gegeben, verlautet im weiteren. Auf Walliser Seite seien es die Gemeinden Wiler, Ferden, Kippel, Hohtenn und Steg. Auf Berner Seite hätten Reichenbach, Kandersteg, Guttannen, Innertkirchen, Meiringen und Schattenhalb zugestimmt. Der Perimeter würde damit von rund 540 auf 822 Quadratkilometer anwachsen. Neu sollen insgesamt 26 Gemeinden – 18 im Wallis und 8 im Berner Oberland – dem WelterbeGebiet angehören: Auf der Berner Seite Grindelwald, Lauterbrunnen, Guttannen, Innertkirchen, Meiringen, Schattenhalb, Reichenbach und Kandersteg, auf Walliser Seite Bellwald, Fieschertal, Betten, Riederalp, Naters, Blatten, Birgisch, Mund, Raron, Baltschieder, Eggerberg, Ausserberg, Niedergesteln, Kippel, Ferden, Wiler, Hohtenn und Steg. Im Grimselgebiet seien keine technischen Anlagen der Kraftwerke Oberhasli vom neuen Perimeter betroffen, soll Projektmanagerin Ursula Schüpbach bestätigt haben. Die Welterbe-Grenze verlaufe dort entlang des Moorlandschaftsperimeters.

Am 13. Dezember 2001 hatte das Welterbekomitee das Jungfrau – Aletsch – Bietschorn-Gebiet – siehe auch «Eine Art qualitativ hochstehender Massentourismus» / Jungfrau – Aletsch – Bietschhorn-Gebiet: Aufnahme in das Unesco-Welterbe auch eine grosse touristische Chance vom Donnerstag, 4. April 2002 – zum ersten und bisher einzigen Naturwelterbe im ganzen Alpengebiet gekürt. Im Sinne der Welterbekonvention haben die Gemeinden des Welterbeperimeters die Charta vom Konkordiaplatz unterzeichnet. Am 29. Mai 2002 folgte die Gründung des Vereins Unesco Welterbe Jungfrau – Aletsch – Bietschorn. Als Trägerschaft für das Welterbe hat er sich gegenüber der Unesco verpflichtet, einen Managementplan zu erarbeiten.

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