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Dienstag, 29. März 2005
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Gold und Bronze für die Schweizer Gleitschirmflieger

Der als Wochenaufenthalter in Steffisburg gemeldete Steve Cox ist neuer Gleitschirmweltmeister und auch der Titel in der Nationenwertung an der Gleitschirm-Weltmeisterschaft in Brasilien geht an die Schweiz. Für die Oberländer Elisabeth Rauchenberger (Interlaken) und Stefan Wyss (Ringgenberg) gab es Bronze.

Die Berner Oberländer Elisabeth Rauchenberger und Stefan Wyss freuen sich über ihre Bronzemedaillen. (Bild zvg)

pd/bns. Mit ihrem Sieg in der Nationenwertung mit Abstand vor Deutschland hat die Schweizer Delegation die Erfolge der vergangenen Jahre wiederholen und ihre hoch gesteckten Ziele erreichen können. Elisabeth Rauchenberger aus Interlaken und der Ringgenberger Stefan Wyss konnten ihre Podestplätze verteidigen und holten sich Bronze. Der amtierende Europameister Christian Maurer (Wilderswil) verbesserte sich mit einem Laufsieg auf den achten Schlussrang. – Die Berner Oberländer Teilnehmer an der Gleitschirm-Weltmeisterschaft sollen laut einer Medienmitteilung am Mittwoch 30. März 2005 um 20 Uhr im Hotel Chalet Oberland in Interlaken empfangen und gebührend gefeiert werden.

Der neue Gleitschirmweltmeister Steve Cox. Unser Bild entstand am Paragliding-Grand-Prix in Interlaken vom 6. Juni vergangenen Jahres als Steve Cox Sieger in der Klasse DHV 1–2 wurde. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)

Stefan Wyss, erwischte einen guten Start und konnte seinen Podestkurs durch konstante Leistungen während des ganzen Wettkampfes beibehalten. An der Preisverteilung durfte der 28jährige Gleitschirmprofi die Bronzemedaille entgegen nehmen. Sein Kommentar: «Diese Medaille gehört zu den grössten Erfolgen in meiner bisherigen Wettkampfzeit. Aber besonders freut mich, dass wir hier in Brasilien einen sehr schönen und hoch stehenden Wettkampf hatten. Die Stimmung unter den Teilnehmern aus über vierzig verschiedenen Ländern war sehr gut. Diese Weltmeisterschaft wird mir bestimmt in guter Erinnerung bleiben!»

Die 32jährige Interlaknerin Elisabeth Rauchenberger lag während den zehn Durchgängen abwechslungsweise zwischen dem ersten und dem vierten Zwischenrang. Nach der Führung gleich am Anfang fiel sie nach dem dritten Lauf leicht zurück, um anschliessend als Zweitplazierte in den letzten Durchgang zu starten. «Dieser brachte mir leider nicht so viel Glück und ich stand ziemlich schnell nach dem Luftstart am Boden. Nichtsdestotrotz bin ich natürlich mit der Bronzemedaille sehr zufrieden. Das Niveau im Frauenwettkampf ist in den letzten Jahren sehr gestiegen. Es genügt schon lange nicht mehr, einfach nur über die Ziellinie zu fliegen. Die Konkurrenz war hier sehr gross. Die letzten drei Wochen waren sehr intensiv und es blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken. Das werde ich jetzt nachholen und den Erfolg geniessen», so Rauchenberger.

Der amtierende Europameister Christian Maurer hatte bereits beim ersten Lauf Pech und konnte die Ziellinie nicht überfliegen. Im weiteren Verlauf des Wettkampes konnte er aber wieder an seine alten Leistungen anknüpfen und sein Zwischenergebnis fast täglich verbessern.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Gleitschirmsports wurden laut einer Medienmitteilung während eines Wettkampfes zehn Durchgänge geflogen. Wer in einem oder gar mehreren dieser Flüge vorzeitig landen musste und das Ziel nicht erreichte, verringerte seine Chancen auf einen Podestplatz drastisch.
 
Schlussrangliste, Männer: 1. Steve Cox, Hausen (Aargau)/Steffisburg 8718. 2. Christian Tamegger, Österreich 8488. 3. Wyss Stefan, Ringgenberg 8301. 4. Alex Schalber, Österreich 8245. 5. Anton Caniglia, Adliswil (Zürich) 8235. 6. Torsten Siegel, Deutschland 8232. 7. Luca Donini, Italien 8162. 8. Christian Maurer, Wilderswil 8160. 9. Thomas Brown, Brasilien 7989. 10. Christian Biasi, Italien 7953. – Ferner: 17. Stefan Morgenthaler, Madiswil 7636.

Frauen: 1. Louise Crandal, Dänemark 7549. 2. Ewa Wisnierska, Deutschland 7100. 3. Elisabeth Rauchenbergr, Interlaken 6939. 4. Petra Krausova, Tschechien 6874. 5. Keiko Hiraki, Japan 6824. 6. Caroll Licini Winterthur (Zürich) 6047.

Nationenwertung: 1. Schweiz 26'487. 2. Deutschland 25'874. 3. Tschechien 24'954.

Berner Oberland News

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004





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