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SVP und GFL gemeinsam für einheimisches Holz
Parteiübergreifender Einsatz gegen Urwaldraubbau und für einheimisches Holz im Berner Oberland: In einem gemeinsamen Brief fordern Grossrätin Christine Häsler (Grüne Freie Liste GFL, Wilderswil) und Grossrat Hans Michel (Schweizerische Volkspartei SVP, Brienz) eine von 55 Oberländer Gemeinden noch nicht unterschriebene Erklärung zu unterzeichnen um damit öffentlich kundzutun, auf Holz und Holzprodukte aus Raubbau zu verzichten, urwaldfreundlich zu werden und konsequent einheimisches Holz zu nutzen und damit zu fördern.
pd/bns. Der Preis für einheimisches Holz liege im Keller, der Absatz in den vergangenen Jahren sei immer schwieriger geworden, heisst es in einer von den beiden Oberländer Grossräten herausgegebenen Medienmitteilung: «Griffige und umfassende Massnahmen zur Förderung von einheimischem Holz sind dringend nötig – andererseits wird Holz in Massen aus Billigländern importiert, nach wie vor werden Urwälder gerodet, Artenvielfalt und Lebensgrundlagen zerstört.» Dies müsse nicht einfach hingenommen werden.
Greenpeace, WWF und der Bruno-Manser-Fonds führten seit einigen Jahren die Aktion «Urwaldfreundliche Gemeinde durch», wird in der Medienmitteilung erinnert. Alle 2865 Gemeinden und 26 Kantone der Schweiz seien aufgefordert worden, einen aktiven Beitrag zum Urwaldschutz zu leisten und ihr Bau- und Beschaffungswesen urwaldfreundlich zu gestalten. Viele hätten dem Aufruf Folge geleistet, so auch der Kanton Bern durch eine Motion von Christine Häsler: «Gemeinden und Kantone, die urwaldfreundlich werden wollen, unterschreiben eine Erklärung, mit der sie öffentlich kundtun, auf Holz und Holzprodukte aus Raubbau zu verzichten». Von ihnen gekaufte Hölzer und Holzprodukte trügen das vom Weltforstrat Forest Stewardship Council (FSC) vergebene FSC-Label für umwelt- und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung und/oder seien aus der Schweiz bzw dem benachbarten Ausland: «Die Gemeinden tragen damit hier in der Schweiz dazu bei, die Urwälder weltweit zu schützen.»
Im Berner Oberland haben laut Medienmitteilung bisher 55 Gemeinden diese Erklärung noch nicht unterzeichnet: «In einem gemeinsamen Brief fordern nun Grossrätin Christine Häsler und Grossrat Hans Michel diese Gemeinden auf, urwaldfreundlich zu werden und konsequent einheimisches Holz zu nutzen und damit zu fördern.» Beide setzten sich auch im Grossrat immer wieder für einheimisches Holz ein: «Michel ist zudem Präsident von BeO-Holz, der Oberländischen Arbeitsgemeinschaft für das Holz, Häsler Vorstandsmitglied im Waldbesitzerverband Interlaken-Oberhasli.» Häsler und Michel erhofften sich ein Umdenken, ein neues Bewusstsein für den einheimischen wertvollen Rohstoff Holz und entsprechend konsequentes und selbstbewusstes Handeln von Behörden, Wirtschaft und Bevölkerung im Alltag.
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