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Die Industriellen Betriebe Interlaken geben Einsparungen an
Stromkunden weiter
Seit dem 1. Januar 2005 beziehen die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) den Strom nach einem neuartigen Vertragsmodell und sparen so jährliche Ausgaben in der Höhe von rund 1,5 Millionen Franken. Dieser Betrag wird laut einer Medienmitteilung in Form einer Preissenkung an die IBI-Kunden weitergegeben.
pd/pvr. Seit gut einem Jahr setzten sich die IBI zusammen mit der Energie Thun AG und der Energie Service Biel für bessere Einkaufskonditionen bei ihrem gemeinsamen Stromlieferanten BKW FMB Energie AG ein, heisst es in der Medienmitteilung: «Eine Studie zeigte, dass die Preise der BKW im Vergleich zu Anbietern aus anderen Stromversorgungsgebieten der Schweiz massiv teurer sind.» Damit seien nicht nur die lokalen Elektrizitätswerke, sondern vor allem auch die privaten, gewerblichen und industriellen Kunden im Kanton Bern deutlich benachteiligt. Die IBI bezögen 85 Prozent ihres gesamten Strombedarfs bei der BKW.
Mit einen neuartigen Vertragsmodell – siehe auch Befristeter Energieliefervertrag zwischen BKW und IBI vom Freitag, 7. Januar 2005 – sei es den IBI gemeinsam mit den BKW gelungen die Einkaufspreise für Strom zu senken, wird in der Medienmitteilung erinnert. Dieser auf ein Jahr beschränkte Vertrag sei bereits am 1. Januar 2005 in Kraft getreten.
Damit sparten die IBI jährliche Ausgaben in der Höhe von rund 1,5 Millionen Franken. Diese Preisreduktion werde ab dem 1. April 2005 an die Kunden der IBI weitergegeben.
Wer profitiert?
Die Strompreise für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) liegen laut Medienmitteilung im Versorgungsgebiet der IBI über dem schweizerischen Durchschnitt. Deshalb habe der IBI-Verwaltungsrat beschlossen, den Preisvorteil in erster Linie kleineren und mittleren Gewerbebetrieben weiterzugeben. Damit profitiere vor allem der Wirtschaftsstandort Bödeli. In geringerem Masse kämen aber auch die Privatkunden der drei Bödeligemeinden Interlaken, Unterseen und Matten in den Genuss von tieferen Strompreisen: «Je nach Strombezug reduzieren sich die jährlichen Stromkosten bei den KMU im Mittel um zwölf Prozent und beim Privatkunden um vier Prozent.»
IBI erwarten weitere Preisanpassungen
«Trotz dieser ersten Preissenkung liegen die Einkaufspreise für den BKW-Strom aber noch immer nicht auf marktgerechtem Niveau», heisst es in der Medienmitteilung. Am 16. September 2004– siehe auch Die IBI wehren sich für marktgerechte Strompreise – hätten die Industriellen Betriebe Interlaken zusammen mit ihren Swisspower Partnerwerken Energie Thun AG und Energie Service Biel beim Preisüberwacher ein Dossier zur Überprüfung der Strompreise im Kanton Bern eingereicht: «Sollte der Entscheid positiv ausfallen, darf mit weiteren Preissenkungen gerechnet werden.»
| Berner Oberland News |
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