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Dienstag, 15. März 2005

Thun: Erlebnisschau «zwis[ch]enraum» im Jahr 2010

An 155 Ausstellungstagen ist von Mai bis Oktober 2010 eine Erlebnisschau mit dem Titel «zwis[ch]enraum» in Thun vorgesehen, die an die Tradition der letztmals im Jahr 1949 durchgeführten, 25 Jahre später jedoch abgesagten Kantonalbernischen Ausstellung (Kaba) anknüpfen soll. Die in einem Finanzrahmen von 180 bis 240 Millionen Franken vorgesehene Ausstellung – Eröffnungstag Samstag, 8. Mai 2010, letzter Besuchertag Samstag, 9. Oktober 2010 – soll laut einem Projektierungsteam «ein Durchblickerlebnis, ein Ausblickerlebnis, ein Einblickerlebnis und auch ein Durch-aus-ein-Blick wert in Thun» werden.

Der Würfel – ein markantes Gestaltungselement der Ausstellung. Links Architekt Matthias Zellweger, rechts der Theaterregisseur Ueli Bichsel. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

ds/pvr. «Im Jahr 2010 wird in Thun die andere Erlebnisschau am Ufer des Thunersees stattfinden», verlautete dazu an einer Medienorientierung vom Dienstag, 15. März 2005: «Während drei Jahreszeiten entfaltet sich für begeisterte, jugendliche und junggebliebene Entdecker das überraschende Erlebnis für alle Sinne.» Ungewohnte Zwischenräume und Raumgefühle sollen – verspielt und unerwartet – neue Einsichten in bisher Unbekanntes und Verborgenes vermitteln. An der als «Wunder von Thun – eine nationale Ausstellung mit Charme» angekündigten Erlebnisschau «zwis[ch]enraum» soll für alle etwas dabei sein: «Ein riesiger gesellschaftlicher Zusammenstrom – 1,8 Millionen Besucher – aus allen Himmelsrichtungen bevölkert im Sommer 2010 bei speziellen Events in einer traumhaft schönen Landschaft den Raum auf dem See und in den Parks; erleben und entdecken, Gastronomie und Kongress, Theater und Konzert, Visionen, Chancen und vieles mehr in einem einzigartigen Se(e)hsommer.» Im «Zwischenraum» sollen die Besucher stets aufs neue überrascht sein: «Die Ausstellung bietet das, was wir im Alltag nicht oder nicht mehr kennen – eine überraschende Erlebnisschau, an welche der Besucher nicht nur Wunder und Visionen kennen lehrt, sondern auch sich selber.»

Nicht weniger als 30'000 Quadratmeter Ausstellungsfläche entfallen auf Plattformen im See. (Fotomontage zvg)

Mit «zwis[ch]enraum» will das Kernteam «Entwicklungen beschleunigen, Chancen aller Art erhöhen, Wunder geschehen lassen, Ideen für morgen vorzustellen, Gemeinschaftserlebnisse fördern und letztendlich ein positives Erlebnis hinterlassen». Das «ch» in Klammern soll bedeuten, dass diese Ausstellung eine nationale Ausstrahlung und Bedeutung habe: «Zwischenraum ist spannend und hat viele Möglichkeiten.» Als Ziel der Ausstellung wurde unter anderem eine Förderung der natürlichen touristischen, kulturellen und wirtschaftlichen Werte als Gemeinschaftswerk für die Gesellschaft von morgen bezeichnet. Die Ausstellung – Landfläche: 120'000 Quadratmeter, Plattformfläche auf Wasser 30'000 Quadratmeter, Gastronomie/Kongressfläche 10'000 Quadratmeter, Pavillonfläche 25'000 Quadratmeter und freie Ausstellungsfläche 36'000 Quadratmeter – basiere auf dem Dreisäulenkonzept «Natur, Ausstellung, Events und Gastronomie».

Ein Teil des Projektteams. Von links nach rechts: Markus Rickli, Andrea Zellweger, Urs Balmer, Stefan Zöllig, Matthias Zellweger, Christian Jutzi, Ueli Bichsel, Fred Schneider, Hansruedi Gutjahr, Dany Rhyner und Daniela Schneiter.

Als ein Ziel von unter www.zwischenraum10.ch aufgeschalteten Internetseiten wurde genannt, «dass man auf Entdeckungsreise geht, ein Erlebnis sollte bereits das Begehen dieser Seiten sein». Darin finde man einzelne Themen: «Die Internetseiten sind ganz klar vom Gestalter konzipiert mit einer Kernaussage und dazu ergänzende Informationen; der Würfel ist eines der markanten Gestaltungselemente.» In einer ganz bestimmten Dimension sollen diese Würfel in der ganzen Ausstellung wieder zu finden sein.

Bis zum 1. März 2005 sind laut Medieninformationen für das Projekt «zwis[ch]enraum» zirka 2740 Arbeitsstunden investiert worden. Alle erbrachten Leistungen, welche zum heute vorliegenden Resultat geführt hätten, wurden nach Angaben des Kernteams ausschliesslich durch privates Engagement und private Finanzeinlagen ermöglicht. Namentlich werden aufgeführt: Matthias Zellweger, Ueli Bichsel, Markus Rickli, Dany Rhyner, Peter Dütschler, Fred Schneider, Hansruedi Gutjahr, Heinz Schmid, Urs Balmer, Liliane Balmer, Marc Stucki, Lukas Rohr, Carlos Reinhard, Stefan Zöllig, Michael Frieden, Christian Jutzi, Markus Grunder, Beat Hirschi und Yves Donzé: «Zusätzlich zum aktiven Kernteam kennen wir zirka 50 freie Stimmen auf dem Weg der Projektentwicklung.»

Einige Eckdaten: 1899 Industrie- und Gewerbeaustellung Thun in Scherzligen (heute Schadau). 1924 Kaba in Burgdorf. 1949 Kaba in Thun-Lachen. 1974 Kaba in Thun-Bonstetten geplant und abgesagt. – 2010 «zwis[ch]eraum in Thun, Schadau, Lachen Bonstetten (Entwicklung und Vorstellung eines Projekts durch die Zellweger Architekten AG 2003, Sommer 2003 Gründung eines Trägervereins «TSG 2009», November 2003 offizieller Startschuss mit Thuner Köpfen, 2004 Diskussionsforen, Herbst 2004 Information Stadt Thun, Herbst 2004 Start Projektgruppe, Frühling 2005 Generalinformation).

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004





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