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Viel Schnee im Berner Oberland – tiefe Pegelstände der Seen
aid/bns. Im Berner Oberland liegt noch viel Schnee. Über das Risiko einer schneeschmelzbedingten Hochwassersituation kann aber zurzeit noch nichts ausgesagt werden. Der weitere Verlauf der Schneehöhen und der im Schnee gespeicherten Wassermenge wird deshalb beobachtet. Mitte April wird die Situation neu beurteilt.
Noch liegt im Berner Oberland viel Schnee. (Archivbild Tom Leuzinger)
Nach dem Hochwasserereignis von 1999 am Thunersee hat laut einer Medienmitteilung die kantonale Arbeitsgruppe Naturgefahren im Jahr 2002 ein Monitorverfahren entwickelt. Als erster Schritt in dem vorgesehenen Ablauf der Beobachtungen und der Datenauswertung sei am Dienstag, 15. März 2005 folgendes festgestellt worden:
– Die relevanten durchschnittlichen Schneehöhen (auf 1400 Meter über Meer) liegen bei 80 Zentimeter, was etwas über dem langjährigen Durchschnitt (60 Zentimeter), aber auch deutlich unter den Werten von 1999 (110 Zentimeter) liegt.
– Die zu erwartenden Wetterentwicklung lässt in den kommenden Tagen ein Abschmelzen ohne nachteilige Folgen erwarten.
– Die Pegelstände des Brienzer-, Thuner- und Bielersees liegen aktuell deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Die tiefen Seestände sind eine Folge des kalten Wetters in den vergangenen Wochen. Das zu erwartende Schmelzwasser wird zu einem für die Jahreszeit üblichen Ansteigen der Seestände führen.
Auch im Jachthafen von Hilterfingen ist der tiefe Seestand deutlich zu erkennen. (Bild Peter Schmid)
Gemäss dem vorgesehenen Verfahren werde die Arbeitsgruppe Mitte April die Situation neu beurteilen, heisst es in der Medienmitteilung. In der Zwischenzeit sollen ergänzende Untersuchungen (Wasserwerte der Schneedecke) erfolgen: «Sofern Mitte April die Schneesituation eine starke Erhöhung der Seespiegellagen nicht ausschliessen lässt, wird die Arbeitsgruppe Anträge zur Seeregulierung formulieren und Behörden und Öffentlichkeit ein weiteres Mal informieren.»
Die Projektierungsarbeiten zum Hochwasserschutz am Thunersee hätten bestätigt, verlautet im weiteren, «dass mit einem Tiefhalten des Seespiegels bei ungünstigen Verhältnissen – starke Schneeschmelze und gleichzeitige Niederschläge – ein Hochwasser nicht verhindert, sondern höchstens zeitlich verzögert werden kann».
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