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«Making Things»: «Ziemlich normales Wuchern» von Heinrich Gartentor
Heinrich Gartentor ist der elfte von zwanzig Künstlern, die im Rahmen von «Making Things» eingeladen wurden, am Eingang zum Thuner Stadtratssaal ein Werk zu plazieren. Er zeigt ein Bild aus dem Zyklus «Ziemlich normales Wuchern», an welchem er seit dem Jahr 1997 kontinuierlich arbeitet, davon aber erst einen kleinen Teil im Jahr 2000 in Genua öffentlich gezeigt hat.
sth/bns. Jede Wucherung zeige einen Moment Gartentorscher Arbeit, heisst es dazu in einer Medienmitteilung: «Diesmal ist es sein Arbeitstisch, Zustand 8.3.2005.» Die Betrachter erhielten Einblick in Skizzen, Modelle und Notizen. Gartentor schreibe gerade an seinem dritten Roman, der voraussichtlich im Herbst 2005 erscheine: «Es wird ein Buch über Fussball sein.»
«Heinrich Gartentor lebt und arbeitet in Thun; zu seinem Namen kommt er durch eine Art Betriebsunfall», verlautet dazu im weiteren. Unter www.gartentor.ch werde seit dem Jahr 1996 Leben und Werk des Künstlers Heinrich Gartentor gezeigt und beschrieben. Sein Schaffen scheine sich stets ausserhalb des klassischen Kunstbegriffs zu bewegen. Dass es sich bei Gartentor um eine Erfindung handle, wolle niemand wahrhaben, weil alles sehr authentisch daherkommt. Der renommierte Wiener Passagen-Verlag habe im Jahr 1998 beschlossen, die vermeintliche Autobiografie als Roman herauszugeben. Der Verlag wünsche allerdings, dass Heinrich Gartentor ein Gesicht erhalte. Martin Lüthi, der hinter Figur und Projekt Heinrich Gartentor stehe, werde so unfreiwillig zu seinem eigenen Romanhelden «Er beginnt nachzuleben, was er beschrieben hat; seinem Prinzip, konsequent die Grenze zur Nichtkunst auszuloten, ist er treu geblieben.» Das habe ihn über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht: «Seine Kunst polarisiert - wie seine Kolumnen, die er seit 2003 für das ‹Thuner Tagblatt› schreibt.¯
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