Donnerstag, 31. März 2005 |
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Interlaken/Oberhasli: Kooperationsgespräche auf Eis gelegt
Die beiden touristischen Destinationen «alpenregion.ch» (Brienz – Meiringen – Hasliberg) und Interlaken revidieren laut einer Medienmitteilung «ihren Fahrplan bezüglich einer engeren Zusammenarbeit und legen einen Marschhalt ein».
«Die während den vergangenen sieben Monaten erarbeiteten Diskussionsgrundlagen betreffend Art der Kooperation werden für die nächsten zwei bis drei Jahre auf Eis gelegt, ohne sie aber definitiv zu begraben», heisst es in der Medienmitteilung: «Der Vorstand der ‹alpenregion.ch› glaubt an die Stärken der Destination ‹alpenregion.ch› im kleinen und will die projektspezifische Zusammenarbeit mit Interlaken Tourismus fördern und wo sinnvoll weiter ausbauen.» Das Fernziel müsse eine Annäherung beider Destinationen sein, in welcher Form werde zum heutigen Zeitpunkt offen gelassen.
Die beiden Tourismuspräsidenten Albin Rüger («alpenregion.ch») und Werner Affentranger (Interlaken Tourismus» hatten sich laut Medienmitteilung am 22. März zusammen mit dem Interlakner Tourismusdirektor Stefan Otz über das weitere Vorgehen in Sachen Kooperationsgespräche unterhalten: «Massgebend für eine fundierte Beurteilung der Situation waren unter anderem die diversen Gespräche, welche der Vorstand der ‹alpenregion.ch› in den vergangenen Wochen führte.» Dabei sei festgestellt worden, «dass die ‹alpenregion.ch› an ihre Stärken als eigenständige Destination im kleinen glaubt, aber auch die Zusammenarbeit mit Interlaken Tourismus zur Belebung der Sommerfrequenzen fördern und punktuell weiter ausbauen will». Aufgrund der schweizweiten Destinationsentwicklung und Konzentration der Kräfte im Incoming-Tourismus müsse am Fernziel einer engen Kooperation, in welcher Form auch immer, festgehalten werden: «Aufgrund der anstehenden Neubesetzung des Direktorenpostens in der ‹alpenregion.ch› ist man übereingekommen, vorerst einen Marschhalt einzulegen und – auf Initiative der alpenregion.ch – in zwei bis drei Jahren die Gespräche hinsichtlich Kooperation wieder intensiver aufzunehmen; die geleistete und wertvolle Vorarbeit hat nützliche Diskussionen hinsichtlich Zukunftsgestaltung im Destinationsbildungsprozess der Region Oberland Ost ausgelöst und wird in die kurz- und mittelfristig zu definierenden Massnahmen einfliessen.» Beide Tourismuspräsidenten stünden mit Überzeugung hinter diesem Entscheid und blickten der weiteren Entwicklung «positiv und mit Interesse» entgegen.
Stellungnahme der BRB: «Vorläufig gescheiterte Hochzeit»
Simon Koller, Direktor der Brienz–Rothorn-Bahn (BRB) nimmt zu der in den Berner Oberland News publizierten Pressemitteilung wie folgt Stellung:
«Als Brautbruder der ‹alpenregion.ch› haben wir diese Mitteilung nicht erwartet. Alternativen wird sich der Bruder der Braut überlegen müssen. Wir sind überrascht von der Art der Kommunikation. So heisst es in der von den Berner Oberland News veröffentlichten Medienmitteilung, dass die ‹alpenregion.ch› an ihre Stärken als eigenständige Destination im kleinen glaubt, aber auch die Zusammenarbeit mit Interlaken Tourismus zur Belebung der Sommerfrequenzen fördern und punktuell weiter ausbauen wolle. Nichts desto trotz sei in den nächsten zwei drei Jahren nicht an eine Kooperation zu denken. Als Teilnehmer jener ‹Elefantenrunde› vor nicht allzu langer Zeit, kann ich mir vorstellen, weshalb der Vorstand diesen Schritt nun macht. Nur fällt es uns nun sehr schwer vorstellen zu können, wie man vielleicht gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht doch noch eine ‹Heirat› oder so eine moderne Partnerschaft eingehen könnte. Um unser Ziel – Gästen im Berner Oberland im Winter wie im Sommer ein einmaliges differenziertes Erlebnis zu bieten – erreichen zu können, wird die Brienz Rothorn Bahn AG nicht umhin kommen, gemeinsam mit der ‹alpenregion.ch› einen Weg für die Leistungsträger zu finden oder sich weitere Alternativen zu überlegen.»
| Berner Oberland News |
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