Freilichtmuseum Ballenberg: Trotz allem eine gute Saison 2005
Bis zum Saisonende am 31. Oktober 2005 hat das Schweizerische Freilichtmuseum für ländliche Kultur Ballenberg (FLM) einen durch die Unwetter im August verursachten Besuchereinbruch nicht mehr aufholen können; mit 222 576 Gästen wurde das erwartete Jahresziel von 245 000 Besuchern verfehlt.
Einer der Zuchterfolge auf dem Ballenberg: Das Eselfohlen «Filou» und seine Mutter «Arlette». (Bild zvg)
pd/bns. An fünf Gebäuden waren laut einem Rückblick auf die Saison 2006 Wasserschäden entstanden; der Aufwand für die Restaurierung der Einrichtungsgegenstände wird als beträchtlich bezeichnet. Die Unwetter im August führten nach Angaben des Freilichtmuseums zu einem grossen Besucherrückgang, der sich nicht mehr habe aufholen lassen: «Die Besucherzahlen brachen über mehrere Tage total ein und bis Ende September konnten die üblichen Besucherzahlen pro Tag nicht erreicht werden.» Nach Hochrechnungen von Mitte August wäre das Ziel von 245 000 Besucher erreicht worden. Effektiv seien es jetzt lediglich 222 576 Gäste.
Publikumsmagnet Seidenraupen
Das Jahresthema «Textilien» mit den jeweiligen Monatsthemen sei bei den Besuchern sehr gut angekommen, verlautet im weiteren. Über die mit herrlichen Herbsttagen zu Ende gegangene Saison gesehen sei das Wetter sicher nicht so vorteilhaft gewesen: «Viele Wochenenden in den ersten Monaten waren verregnet.» Dank dem Jahresmotto «Textilien» mit den Monatsthemen «Wolle», «Baumwolle», «Seide», «Waschen, Flicken, Recyklieren» und «Flachs, Hanf und Brennnessel» könne trotzdem auf eine gute Saison zurückgeblickt werden. Als Höhepunkt und starker Publikumsmagnet blieben die Seidenraupen in bester Erinnerung: «Die Zucht der Raupen und das Abwickeln der Kokons stiess auf sehr grosses Interesse – sogar der Bundesrat liess es sich nicht entgehen, die Ausstellung anlässlich ihrer jährlichen Reise am Eröffnungstag zu besuchen.» Der Rückblick auf die Saison spricht von einem intensiven Jahr, das viele Höhepunkte, aber auch einige Tiefpunkte gebracht und von den Mitarbeitern viel Einsatz erfordert habe.
Sieben Millionen Besucher
«Stolz ist das Museum auf den 7 000 000. Besucher im Freilichtmuseum Ballenberg. Am Samstag, 6. August 2005 sei diese Zahl erreicht worden: Susanne Schranz aus Madiswil und ihre Familienmitglieder erhielten eine Eintrittskarte auf Lebzeiten.
Zuchterfolge und Kompetenzzentrum
Zweimal habe das Freilichtmuseum auf seine Zuchterfolge bei den Vierbeinern aufmerksam machen dürfen: «Am 2. August kam das reinrassige Katalanische Eselfohlen «Juan» und in der Nacht auf den 13. September das reinrassiges Poitou-Eselfohlen ‹Filou› auf die Welt.» –
Als nationales Kompetenzzentrum für traditionelles Handwerk habe das Museum zusammen mit dem Kurszentrum vom 4. bis 6. August seinen Namen gefestigt: «In Zusammenarbeit mit der ETH Zürich fand ein internationales Symposium zum Thema ‹Kalk› mit Teilnehmern aus neun Nationen statt.
Jahresthema 2006: «Bauen wie die Vorfahren»
Im nächsten Jahr öffnet laut einer Medienmitteilung das FLM am 13. April 2006: «Während den Wintermonaten laufen auf dem Ballenberg die Vorbereitungen auf die kommende Saison auf Hochtouren. Unter dem Thema «Bauen wie die Vorfahren» wolle das Museum während der Saison ein neues Haus in traditioneller Bautechnik errichten und so die verschiedenen Handwerke bei der Tätigkeit präsentieren: «Das Jahresprogramm ist ab Dezember 2005 erhältlich; Auskünfte unter Telefon 033 952 10 30 täglich von 8.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 17.00 Uhr.»
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