Hasliberg: Gemeinderat beantragt Senkung der Steueranlage
Der Voranschlag 2006 der Gemeinde Hasliberg rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 90 190 Franken. Der Gemeinderat von Hasliberg beantragt der Gemeindeversammlung, die Steueranlage von 2,04 auf 1,99 zu senken.
Erfreuliche Aussichten für die Hasliberger: Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 1. Dezember 2006, die Steueranlage auf 1,99 zu senken. Trotz der Steuersenkung weist der Voranschlag 2006 immer noch einen Ertragsüberschuss von 90 190 Franken auf.
Gemeindeschreiber Menk Blatter, Hasliberg Dieses Ergebnis lässt eigentlich vermuten, dass eine noch grössere Steuersenkung möglich gewesen wäre. Der Blick auf den Finanzplan 2005 bis 2010 zeigt aber ein anderes Bild. In den nächsten Jahren stehen grössere Investitionen an. Auf die will der Gemeinderat aber nicht zu Gunsten einer weiteren Steuersenkung verzichten. Ortsplanungsrevision gestartet
Die Ortsplanung der Gemeinde Hasliberg stammt aus dem Jahr 1992 und bedarf einer Revision. Für die Planungsarbeiten hat der Gemeinderat einen Kredit von 90 000 Franken bewilligt und das Planungsbüro «Ecoptima» mit der Durchführung der Ortsplanung beauftragt. Im weiteren wurde eine Kommission eingesetzt, welche die Ortsplanung begleitet. Dieser Kommission gehören die folgenden Mitglieder an: Beat Kehrli, Andreas Künzler, Christian Kuster, Andreas Lötscher, Alexander Nägeli, Simon Neiger, Patrick Sidler, Hans Willi, Heinz Zenger-Jossi und als Sekretär Bauverwalter Heinz Herren. Der Zeitplan sieht vor, die revidierten Planungsgrundlagen im Dezember 2007 der Gemeindeversammlung vorzulegen. Die Bevölkerung wird sich im Rahmen von Mitwirkungsverfahren zur Entwicklung der Gemeinde äussern können.
Unwetter August
Das Unwetter vom August hat auch in der Gemeinde Hasliberg seine Spuren hinterlassen. Zum Glück blieb die Gemeinde von Gebäudeschäden weitgehend verschont. Die Überschwemmungen und unzähligen Hangrutsche verursachten aber grosse Schäden an der Infrastruktur der Gemeinde und am Kulturland. Die Aufräumarbeiten konnten zum grössten Teil abgeschlossen werden. Während mehrerer Woche leisteten dabei Militäreinheiten wertvolle Dienste. Der Gemeinderat Hasliberg ist dankbar für die von der Armee geleistete Unterstützung. Ohne diese Hilfe wäre es kaum möglich gewesen, die riesigen Schuttmengen innert nützlicher Frist abzuführen.
In einer zweiten Phase laufen nun die Wiederherstellungsarbeiten an. Die Gemeinde ist bestrebt, die unterbrochenen Verkehrswege bis zum Wintereinbruch wieder instand zu stellen. Für die Sanierung der Reuti-Lauenen und des Mühlebachs haben die Schwellenkorporationen Hasliberg und Meiringen die Ingenieurgemeinschaft Herzog/Flotron mit der Erarbeitung eines Wasserbauprojekts beauftragt. An der Gemeindeversammlung vom 1. Dezember 2005 wird über den Stand der Planungsarbeiten berichtet.
Gemeindeparkplätze bald gebührenpflichtig?
In der Gemeinde Hasliberg ist das Parkieren mit Ausnahme der Parkplätze im Parkhaus und bei den Bergbahnen immer noch gratis. Der Gemeinderat prüft die Frage, ob die öffentlichen Parkplätze in Zukunft bewirtschaftet werden sollten. Die heutige Nutzung der öffentlichen Parkplätze ist für den Gemeinderat unbefriedigend. Diese Parkplätze sind oft wochenlang mit Fahrzeugen ohne Kontrollschildern oder anderen Geräten belegt. Mit einer Bewirtschaftung könnte dieses Problem gelöst und die Parkplätze ihrer eigentlichen Funktion zugeführt werden. Falls sich der Gemeinderat für eine Parkplatzbewirtschaftung entscheidet, wird die Gemeindeversammlung im nächsten Frühjahr über ein entsprechendes Reglement abzustimmen haben.
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