| Fischereiverbände: «KWO plus – eine Chance für Fische und Gewässer»
Der Bernisch Kantonale Fischerei-Verband (BKFV) und die ihm angeschlossenen Verbände stellen sich nicht gegen die geplante Erhöhung der Grimselseestaumauern: Dies bietet laut einer Stellungnahme des BKFV «eine einmalige Gelegenheit für eine umfassende Sanierung, Renaturierung und Aufwertung der von der Kraftwerke Oberhasli AG genutzten und beeinträchtigten Gewässer».
pd. Bekanntlich plant die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) die Erhöhung des Grimselstausees um 23 Meter, beziehungsweise die Vergrösserung des Speichervolumens von heute 95 auf 170 Millionen Kubikmeter. Mit diesem Ausbau soll eine zusätzliche Verlagerung der Stromproduktion vom Sommer auf den Winter ermöglicht und die Energieproduktion um 20 Gigawattstunden (GWh) gesteigert werden.
Der BKFV und die ihm angeschlossenen Fischereipachtvereinigungen Oberhasli und Interlaken stellen sich nicht gegen das wegen der Beeinträchtigung von Landschaft und Natur umstrittene Bauvorhaben, weil dieses die einmalige Chance bietet, die von der KWO beeinträchtigten Gewässer aufzuwerten und die Lebensräume für Fische und andere Tiere zu verbessern.
In der in diesen Tagen eingereichten Einsprache beantragen deshalb die Fischereiorganisationen, das Gesuch der KWO sei als Antrag auf Änderung der bestehenden Konzession zu behandeln und mit den aus fischereilicher Sicht erforderlichen Auflagen zu bewilligen. Im Vordergrund steht dabei der Vollzug der Vorschriften der Gewässerschutz- und Fischereigesetzgebung des Bundes:
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Sanierung der Wasserentnahmen und Sicherstellung der vorgeschriebenen Restwassermengen. |
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Erlass eines Reglementes, welches den problematischen Schwall-Sunk-Betrieb in den beeinträchtigten Gewässern auf ein ökologisch vertretbares Mass beschränkt. |
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Renaturierung und Aufwertung der Gewässer, wobei insbesondere die Passierbarkeit für See- und Bachforellen sowie günstige Lebens- und Laichbedingungen in den dafür geeigneten Gewässern herzustellen sind. |
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Untersuchung der Schwebstoff-Frachten zwischen Oberaargletscher (Eintritt der Aare in den Grimselsee) und Innertkirchen (Rückgabe des verarbeiteten Wassers) und allfällige Realisierung von Massnahmen zur Verminderung der Trübung im Brienzersee. |
Der BKFV ist überzeugt, dass in den geforderten Sanierungs-, Renaturierungs- und Aufwertungsarbeiten ein nicht zu unterschätzendes zusätzliches Arbeits- und Auftragspotential für die lokale Bauwirtschaft steckt.
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