Meiringer Voranschlag für das Jahr 2006 noch knapp schwarz
Der Voranschlag 2006 der Einwohnergemeinde Meiringen schliesst bei einem Gesamtaufwand von 20 115 300 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 49 500 Franken ab. Das Eigenkapital wird Ende 2006 voraussichtlich 1 448 000 Franken betragen.
pd. Im aktuellen Finanzplan sind für die Jahre 2007 bis 2010 Aufwandüberschüsse zwischen 88 000 und 406 000 Franken vorgesehen. Ende 2010 wird das Eigenkapital voraussichtlich 460 000 Franken betragen. Die Investitionen, welche in den Jahren 2006 bis 2010 geplant sind, lassen die Schulden der Gemeinde um 1 200 000 Franken ansteigen.
Gemeinderatspräsident Christoph Ammann, Meiringen
Der Investitionsvoranschlag 2006 sieht Nettoausgaben von 937 000 Franken vor. Die grössten Posten betreffen den Bereich Verkehr mit diversen Deckbelägen und die Ersatzbeschaffung für den Geräteträger Holder. Weitere grössere Posten betreffen die Flachdachsanierung und den Einbau einer Heizungssteuerung in den Kindergarten Pavillons, das Projekt Ausbau/Umbau/Gesamtsanierung des Schulhaus Kapellen und die Ersatzbeschaffung der Gemeindesoftware für die Verwaltung.Obwohl die Gemeindefinanzen in den letzten Jahren stabilisiert werden konnten, weist die Finanzplanung 2006 bis 2010 eine negative Tendenz auf. Dies ist in erster Linie auf eine massive Zunahme der vom Kanton an die Gemeinden überwälzten Kosten für Sozialhilfe, AHV, IV und EL zurückzuführen. Die Gemeindeanteile in diesen Bereichen werden im Jahr 2010 mehr als 400 000 Franken höher sein als im Jahr 2006. Da die Gemeinde in diesem Bereich kaum Handlungsspielraum hat, muss dieser massive Kostenanstieg anderweitig kompensiert werden, zum Beispiel indem wie bisher nur die nötigsten Investitionen getätigt werden. Der Gemeinderat sieht sich unter solchen Voraussetzungen gezwungen, die bisherige Finanzpolitik konsequent weiter zu verfolgen, zumal die der Gemeinde verbleibenden Restkosten aus dem Hochwasser 2005 noch nicht bekannt sind.
| Funktionen |
Voranschlag 2006 |
Voranschlag 2005 |
Abweichung |
| Allgemeine Verwaltung |
–1 200 500 Franken |
–1 155 400 Franken |
–45 100 Franken |
| Öffentliche Sicherheit |
–116 800 Franken |
–70 100 Franken |
–46 700 Franken |
| Bildung |
–2 895 600 Franken |
–2 726 600 Franken |
–169 000 Franken |
| Kultur und Freizeit |
–503 100 Franken |
–469 100 Franken |
–34 000 Franken |
| Gesundheit |
–87 600 Franken |
–65 700 Franken |
–21 900 Franken |
| Soziale Wohlfahrt |
–3 121 500 Franken |
–2 909 500 Franken |
–212 000 Franken |
| Verkehr |
–878 700 Franken |
–817 600 Franken |
–61 100 Franken |
| Umwelt und Raumordnung |
–182 400 Franken |
–189 900 Franken |
7 500 Franken |
| Volkswirtschaft |
–246 000 Franken |
–369 500 Franken |
123 500 Franken |
| Finanzen und Steuern |
9 281 700 Franken |
8 778 400 Franken |
503 300 Franken |
Allgemeine Verwaltung: Der Voranschlag 2006 weist ein um knapp drei Prozent höheren Nettoaufwand aus als die Jahresrechnung 2004. Dies ist in erster Linie auf die ordentlichen Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Verglichen mit dem Budget 2005 sind höhere Kosten bei diversen Posten des Sachaufwandes zu verzeichnen.
Öffentliche Sicherheit: Im Vergleich zum Budget 2005 sind im Voranschlag 2006 tiefere Gebührenerträge der Verwaltung und höhere Nettoaufwendungen des Zivilschutz zu verzeichnen.
Bildung: Im Rechnungsjahr 2004 konnte ein Einnahmenüberschuss von 264 000 Franken Franken aus der Investitionsrechnung in der Laufenden Rechnung verbucht werden. Dieser Einnahmenüberschuss stammte aus dem Verkauf des BZI Interlaken an den Kanton. Zudem sind höhere Kosten beim Gebäudeunterhalt, höhere Heizkosten und höhere Gemeindeanteile an die Lastenverteilung Lehrerbesoldung budgetiert. Kultur und Freizeit: Für das Jahr 2006 wurden höhere Aufwendungen im Bereich Sport budgetiert. Dies betrifft den Sachaufwand in den Bereichen Hallenbad, Sauna/Solarium, Turnhallen und Sportanlagen.
Gesundheit: Die Abweichung zum Budget 2005 sind in erster Linie beim Defizitbeitrag an den Krankenpflegeverein zu suchen, welcher via Fürsorgeabrechnung in den Lastenausgleich eingegeben werden kann.
Soziale Wohlfahrt: Die Gemeindeanteile an den Lastenverteilungssystemen Fürsorge, AHV, ALV und EL sind stark angestiegen. Diese Kostensteigerung wird sich in den nächsten Jahren gemäss kantonalen Prognosen ungebrochen fortsetzen.
Verkehr: Der Nettoaufwand im Bereich Gemeindestrassen und beim Gemeindebeitrag an den öffentlichen Verkehr wurde höher budgetiert werden als im Jahr 2005.
Umwelt und Raumordnung: Im Voranschlag 2006 sind die Nettoaufwendungen leicht tiefer budgetiert als im Budget 2005.
Volkswirtschaft: Im Voranschlag 2005 sind zusätzliche Abschreibungen in der Funktion Tourismus budgetiert. Dies ist im Budget 2006 nicht vorgesehen.
Finanzen und Steuern: Die Budgetierung der Steuereinnahmen erfolgt auf der Basis der Ergebnisse aus den Jahresrechnungen 2003 und 2004, welche deutlich über den Erwartungen lagen.
|
Finanzkennzahlen |
2002 |
2003 |
2004 |
2005 |
2006 |
| Selbstfinanzierungsgrad |
290.75 |
265.13 |
158.31 |
147.66 |
131.07 |
| Selbstfinanzierungsanteil |
10.66 |
14.00 |
15.40 |
8.29 |
6.71 |
| Zinsbelastungsanteil |
3.54 |
2.78 |
2.55 |
2.89 |
2.56 |
| Kapitaldienstanteil |
11.14 |
9.76 |
9.30 |
9.95 |
8.76 |
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