Spatenstich für die Umfahrung Emdthal
Der offizielle Startschuss für den Bau der Umfahrung Emdthal ist gefallen: Am Freitag 21. Oktober 2005 fand im Beisein der bernischen Baudirektorin Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer die Spatenstichfeier für die neue Umfahrungsstrasse statt. Bis im Herbst 2008 soll das Nadelöhr am Eingang des Kandertals beseitigt sein.
Emdthal leidet seit Jahrzehnten unter dem Verkehr auf der engen Dorfstrasse. (Archivbild Peter Schmid)
Die zweispurige Umfahrungsstrasse soll laut einer Medienmitteilung insgesamt 3,7 Kilometer lang und sieben Meter breit werden. Beidseitig seien belagsfreie Radstreifen vorgesehen. Zudem soll eine zwanzig Meter breite
aid/bns. Die 3,7 Kilometer lange Umfahrungsstrasse schliesse die Lücke zwischen dem Tunnel beim Autobahnanschluss Spiez und der Umfahrung Mülenen, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Umfahrungsstrasse beseitige das Nadelöhr auf der stark befahrenen Zufahrt zum Autoverlad Lötschberg – siehe auch Umfahrung Emdthal: Ab 19. September wird gebaut vom Montag, 12. September 2005 – und entlaste den Weiler Emdthal vom Durchgangsverkehr. Gebaut werde die Umfahrungsstrasse in drei Etappen von Süden nach Norden. Während der Bauzeit sei vor allem ab Herbst 2006 mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, da im nördlichen Teil die bestehende Kantonsstrasse unter Verkehr ausgebaut werde: «Dem Verkehr übergeben wird die neue Umfahrungsstrasse voraussichtlich im Herbst 2008.»
«Was lange währt, wird endlich gut», freute sich laut Medienmitteilung Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer an der Spatenstichfeier in Heustrich. Mit rund 43 Millionen Franken Gesamtkosten sei das Projekt wegen der schwierigen topographischen Verhältnisse zwar teuer, dafür aber optimiert und gut: «Es umfasst das, was es wirklich braucht», führte die Baudirektorin aus. Zur Lösung der Verkehrsprobleme im Kandertal genüge die Umfahrungsstrasse allein jedoch nicht. Es brauche weitere Massnahmen – zum Beispiel in Reichenbach, beim Autoverlad in Kandersteg und in Adelboden. Die Umfahrung Emdthal habe eine lange und komplizierte Planungsgeschichte hinter sich, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Bereits in den achtziger Jahren war klar, dass die Verkehrsprobleme im Kandertal nur mit einer Umfahrung des Weilers Emdthal gelöst werden können.» Verschiedene Lösungsvarianten seien geprüft worden. Ein erstes baureifes Projekt habe im Jahr 1991 aus Umweltschutzgründen zurückgezogen werden müssen: «1998 wurde die Korridorstudie Kandertal abgeschlossen, die die Notwendigkeit der Umfahrung Emdthal bestätigte.» Im Sommer 2001 habe der Grosse Rat einen Kredit für den Bau der Umfahrungsstrasse genehmigt. Dennoch sei noch nicht gebaut worden, da das Projekt auf Verlangen des Bundes habe überarbeitet werden müssen: «Im Frühjahr 2005 gab der Grosse Rat
– siehe auch Kredit für die Umfahrung Emdthal bewilligt vom Mittwoch, 20. April 2005 – definitiv grünes Licht für den Bau der Umfahrung Emdthal.»
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