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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004
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Eine wundervolle Mischung
von Ferien und Mykologie!

Ferien verbunden mit dem Beobachten und Bestimmen von Pilzen ist mit Sicherheit ein faszinierendes Erlebnis für jeden Pilzfreund. Das Rezept: Eine Ferienwohnung in Ringgenberg, ein interessantes Pilzgebiet und eine einzigartige Ferienregion.
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Baugesuch zur Vergrösserung des Grimselsees eingereicht

Das Baugesuch für eine Erhöhung der beiden Staumauern des Grimselsees um 23 Meter – Kernelement des seit dem Jahr 2002 laufenden Investitionsprogramms «KWO plus» – ist am Montag beim bernischen Wasser- und Energiewirtschaftsamt eingereicht worden. Vom Grimselnollen zum südlichen Ufer soll wegen der neuen Linienführung der Passstrasse eine Schrägseilbrücke mit 350 Meter Spannweite über den Grimselsee gebaut werden. Die budgetierten Investitionskosten für die Staumauererhöhung betragen nach Angaben der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) 210 Millionen Franken.

Mit dem Investitionsprogramm «KWO plus» wolle die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) schrittweise ihre Kraftwerksanlagen optimieren und ergänzen, verlautet dazu in einer Medienmitteilung: «Sie will ihren Beitrag zur Stromversorgung aus dem wertvollen Energierohstoff Wasser weiter steigern.»

   

Mit «KWO plus» wird ein Wassernutzungssystem – unser Bild zeigt die Staumauer Spittellamm beim Grimselhospiz – erneuert und saniert, dessen Anfänge aus den 1920er Jahren stammen. (Archivbild Peter Schmid)

Zum Ausbauprojekt führt die KWO im einzelnen aus: «Das Wasser im vergletscherten Hochgebirge fliesst fast ausschliesslich im Sommer. Es braucht deshalb grosse Speicher, um das Wasser über das ganze Jahr hinweg zur Stromproduktion nutzen zu können. Die Speicher der KWO sind zu klein, um diesen jahreszeitlichen Ausgleich der riesigen Wasserzuflüsse an der Grimsel genügend gut wahrzunehmen. Die KWO will deshalb den Grimselsee vergrössern. Dazu sollen die beiden Staumauern Seeuferegg und Spittellamm um 23 Meter erhöht werden. Das Speichervolumen des Sees erweitert sich dadurch von 95 auf 170 Millionen Kubikmeter. Damit können knapp 250 Gigawattstunden (GWh) Energie vom Hochsommer in die anderen Jahreszeiten verlagert werden. Ausserdem werden im Sommer Wasserverluste vermieden, und daraus entsteht ein jährlicher Energiegewinn von mindestens 20 GWh.

Der erhöhte Seespiegel tangiert die bestehende Grimsel-Passstrasse am Ostufer des Sees und verlangt für diese eine neue Linienführung. Geplant ist eine Rampe entlang der Seeufereggmauer zum Grimselnollen und von dort eine spektakuläre Schrägseilbrücke mit 350 Meter Spannweite über den Grimselsee zum südlichen Ufer. Das Konzept der neuen Grimselbrücke entwickelte Prof. Dr. Christian Menn, ein Schweizer Brückenbauer mit Weltruf. Die kürzlich erfolgte öffentliche Mitwirkung im entsprechenden Strassenplanverfahren – siehe auch – siehe auch Mitwirkung zur Verlegung der Passstrasse am Grimselsee vom Dienstag, 30. August 2005 stiess auf gutes Echo. – Die budgetierten Investitionskosten betragen 210 Millionen Franken.

Die filigrane Grimselbrücke soll sich elegant in die massige Granitwelt einfügen. Die landschaftlichen Auswirkungen der Seevergrösserung werden von der KWO als relativ klein eingeschätzt.. (Fotomontage zvg)

Die Seevergrösserung und die Strassenverlegung werden vom Kanton in separaten aber zeitlich koordinierten Bewilligungsverfahren behandelt. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Bewilligung des Vorhabens sind gegeben. Wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang war der im letzten Jahr ergangene Entscheid des Bundesrates über den Verlauf des Perimeters der Moorlandschaft an der Grimsel. Mit diesem Entscheid wollte der Bundesrat ausdrücklich Rechtssicherheit für das Vorhaben der KWO schaffen.

Ersatzmassnahmen

Die KWO will bedeutende Ersatzmassnahmen umsetzten, die wesentlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und in qualitativer Hinsicht neue Massstäbe setzen. Stichworte dazu sind: Aufforstungen im 50fachen Umfang der Rodungen mit Wiederansiedelung von Arven an früher gerodeten Standorten, Aufwertung einer national geschützten Moorlandschaft, Errichtung neuer Naturschutzgebiete, Erhalt und Pflege von umfangreichen Trockenstandorten, Reaktivierung einer Auenlandschaft, Aufwertung von Amphibien-Lebensräumen, Aufwertung von Gewässern und anderes mehr. Ein interessanter Zusatznutzen der Seevergrösserung ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes, der im niederschlagsreichen Grimselgebiet essentiell ist.

Nationale Bedeutung

Mit der Vergrösserung des Grimselsees kann die KWO ihre Stromproduktion in bedeutendem Masse verbessern. An keinem anderen Ort der Schweiz kann mit so geringen ökologischen Auswirkungen ein so grosser Zusatznutzen aus Wasserkraft gewonnen werden. Die Grimsel ist der beste Standort für die Wasserkraftnutzung in unserem Lande.

Ausblick

Wann der Bau des Vorhabens beginnen kann, hängt vom Zeitbedarf des Kantons für die Bearbeitung des eingereichten Bewilligungsgesuches ab, sowie davon, ob und wie weit gegen den Entscheid des Kantons Rechtsmittel ergriffen werden. Die Bauzeit wird etwa fünf Jahre betragen.»

«Umweltverträgliches Projekt»

Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt etwa 1,2 Milliarden Franken – siehe unter anderem Zweiter Projektteil von «KWO plus» startet im Mai vom Dienstag, 20. Januar 2004 – will die Kraftwerke Oberhasli AG in fünf voneinander unabhängigen und in sich wirtschaftlichen Projektteilen in einem Zeitraum von 15 bis 20 Jahren einen Teil ihrer Anlagen sanieren und aufwerten, das vorhandene Potential an Wasserkraft besser nutzen und die Kraftwerksleistung erhöhen. Der Interessensausgleich rund um das Projekt KWO plus wird nach KWO-Angaben viele kleinere und grössere Umweltprojekte hervorbringen: «In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den Umweltschutzorganisationen soll der ökologische Nutzen dieser Ersatz- und Ausgleichsprojekte den ökologischen Schaden von KWO plus aufwiegen.» Die Regionale Wirtschaft werde von den umfangreichen Investitionen profitieren: Aufträge für das regionale Bauhaupt- und Baunebengewerbe und viele andere Gewerbebetriebe, vermehrte Steuereinnahmen (Quellensteuer, Einkommensteuer) und Arbeitsplätze während des Baus und Ausgaben der Arbeiter: «Die Alpenregion Brienz–Meiringen–Hasliberg kann in den nächsten 15 Jahren im ‹Windschatten› von KWO plus innovative Projekte realisieren, die die regionale Wirtschaft über die Projektdauer von KWO plus hinaus stärken.»

Gemeinderat Guttannen unterstützt das Ausbauprojekt

Die Eingabe des Baugesuchs zur Vergrösserung des Grimselsees sowie der Verlegung der Passstrasse nimmt der Gemeinderat der Standortgemeinde Guttannen zum Anlass, «die vorherrschende Meinung aus dem Weg zu räumen, die Gemeinde stehe dem Projekt negativ gegenüber». Aus diesem Grund habe sich der Gemeinderat Guttannen entschlossen, eine Medienmitteilung – nachstehend im Wortlaut – abzugeben:
   
«Damit eine Gemeinde gut funktionieren kann, braucht es gesunde Gemeindefinanzen. Dieses Ziel ist unerreichbar, wenn immer mehr Arbeitsplätze in der Region verloren gehen, respektive nicht ausgebaut werden. So wird der Trend zur Abwanderung in die Zentren zusätzlich unterstützt.

Die Bevölkerung von Guttannen steht der Landschaft Grimsel auf keinen Fall gleichgültig gegenüber. Jahr für Jahr werden von ihr das Land im Tal und auf den Alpen von Holz und Steinen gesäubert. Verschmutzungen, welche von den alljährlichen Lawinenniedergängen herrühren, seit jüngster Zeit auch diese vom Hochwasser. Das Ereignis vom 22. August 2005 hat der Bevölkerung von Guttannen arg mitgespielt. Der Murgang vom Rotlauigraben, von der Grösse einer halben Million Kubikmeter, hat die ganze Landschaft verändert. Zudem wurde die Aare aufgestaut und diese ist als reissender Fluss durch das Dorf geflossen, hat Keller mit Schlamm und Dreck gefüllt. Zum Glück war es der KWO möglich, Wasser zurückzubehalten, womit weitere Schäden vermieden werden konnten.

Neben der wirtschaftlichen Erhaltung der Alp- und Landwirtschaft ist es uns ein grosses Anliegen, dem Gast und Tourist eine gepflegte Landschaft zu bieten. Zur Attraktivität des Grimselpasses kann die zum Projekt der KWO gehörende geplante Schrägseilbrücke sicher ihren Teil leisten. Leider wird unsere Existenz nicht nur von der schönen Natur gesichert. Wir sind auf gesicherte Arbeitsplätze innerhalb des Tales angewiesen. Nur so können wir die Abwanderung stoppen und Neuzuzüger in Guttannen begrüssen. Wir brauchen junge Familien, wel­che dazu beitragen, dass unsere Schule erhalten bleibt. Die jüngere Generation benötigt ausserdem die Ausbildungsplätze, welche in der Region angeboten werden. Wir wollen, dass die Dörfer Boden und Guttannen leben. Die Bevölkerung soll hier wohnen bleiben und sich aktiv der Verantwortung für die Zukunft stellen.

Wasserkraft ist eine sinnvolle Energie. Wir finden, dass es sich lohnt diese weiter zu unterstützen und hoffen, dass die Anliegen einer Randregion wahrgenommen werden. Wir empfinden die Staumauererhöhung für uns und unser Dorf nicht nur als negativer Verlust der Natur, sondern viel mehr als wirtschaftlichen Vorteil für unser Tal. Die Gemeinde Guttannen schätzt die Zusammenarbeit mit der KWO und freut sich, weiterhin auf die Kraftwerke als Bestandteil der Region zu zählen.»

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