Gemeinderat Matten: Leistungsvereinbarung mit dem Bödelibad
An seiner letzten Sitzung hat sich der Gemeinderat von Matten bei Interlaken mit dem Bödelibad, der Jugendarbeit Bödeli, der Abgabe des Goldenen Schlüssels für Gäste sowie mit der Zivilschutzorganisation Jungfrau befasst.
In den letzten Jahren haben die Defizite und der Investitionsbedarf der Freiluft- und Hallenbad Bödeli AG zu intensiven Diskussionen geführt. Das Ergebnis all der Diskussionen sind der Businessplan der Freiluft- und Hallenbad Bödeli AG und der Vorschlag an die Stimmberechtigten der Gemeinden Matten, Interlaken und Unterseen, mit dem Bödelibad eine Leistungsvereinbarung abzuschliessen, um für die nächsten zehn Jahre klare Verhältnisse zu schaffen.
Gemeindeschreiber Peter Erismann, Matten.bei Interlaken
In der Leistungsvereinbarung sollen die Beiträge der drei Bödeligemeinden festgeschrieben werden. Diese belaufen sich auf jährlich 620 000 Franken, wovon 400 000 Franken direkt an die Freiluft- und Hallenbad Bödeli AG und 220 000 Franken in den Erneuerungsfonds (Spezialfinanzierungen) zugunsten der Freiluft- und Hallenbad Bödeli AG bei den Gemeinden fliessen. Die Kosten werden unter den drei Bödeligemeinden nach Bödelischlüssel aufgeteilt. Aufgrund des aktuellen Kostenverteilers entstehen der Gemeinde Matten dadurch jährliche Kosten von 136 400 Franken (88 000 Franken direkt für die Freiluft- und Hallenbad Bödeli AG und 48 400 Franken für die Spezialfinanzierung). Für die gesamte zehnjährige Vertragsdauer ergeben sich somit für die Gemeinde Matten Kosten von 1,364 Millionen Franken (ohne Verzinsung der Spezialfinanzierung). Die Spezialfinanzierung, die in allen drei Gemeinden separat zugunsten der Investitionen der Freiluft- und Hallenbad Bödeli AG geführt wird, erfordert ein Gemeindereglement. Um die Einflussnahme der drei Bödeligemeinden zu stärken, soll ein Aktionärsbindungsvertrag abgeschlossen werden. – Der Gemeinderat wird der nächsten Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2005 beantragen, der Leistungsvereinbarung mit der Freiluft- und Hallenbad Bödeli AG, dem Reglement über die Spezialfinanzierung sowie dem Aktionärsbindungsvertrag zuzustimmen.
Jugendarbeit Bödeli
Gestützt auf das kantonale Steuerungskonzept erarbeitete die Jugendarbeit Bödeli eine neue Leistungsvereinbarung. Die Leistungsvereinbarung wird mit der Sitzgemeinde Unterseen abgeschlossen. Die Gemeinden Bönigen, Interlaken, Matten, Unterseen und Wilderswil beabsichtigen, gegenseitig einen Zusammenarbeitsvertrag abzuschliessen. Die Gesamtaufwendungen für die Jugendarbeit Bödeli belaufen sich auf 337 500 Franken. Gemäss Ermächtigung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern sind für die Jahre 2006 bis 2009 jährlich maximal 270 000 Franken lastenausgleichsberechtigt.
| Bönigen |
8 180 |
Franken |
| Interlaken |
18 500 |
Franken |
| Matten |
12 670 |
Franken |
| Unterseen |
19 305 |
Franken |
| Wilderswil |
8 845 |
Franken |
| Total |
67 500 |
Franken |
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|
Die nicht lastenausgleichsberechtigten Kosten von 67 500 Franken sollen unter den Gemeinden nach Einwohnern wie folgt aufgeteilt werden: Die Jugendarbeit Bödeli beabsichtigt, die Stellenprozente für fest angestelltes Fachpersonal auf 260 Prozent zu erhöhen. Neu werden bei der Jugendarbeit Bödeli in den drei Bereichen Animation / Begleitung, Information / Beratung und Entwicklung / Fachberatung verschiedene Dienstleistungen angeboten. Hingegen ist «Streetworking» in der zu genehmigenden Leistungsvereinbarung nicht vorgesehen. Als Zielgruppen möchte die Jugendarbeit Bödeli das Angebot auf 6- bis 18jährige Jugendliche ausrichten, wobei mit altersgerechten Methoden gearbeitet werden soll. Der Gemeinderat, die Finanzkommission sowie die Fürsorgekommission unterstützen den Zusammenarbeitsvertrag mit der dazugehörenden Leistungsvereinbarung. Der Gemeinderat wird der nächsten Gemeindeversammlung beantragen, den Zusammenarbeitsvertrag für die Führung einer offenen Kinder- und Jugendarbeit mit nicht lastenausgleichsberechtigten Kosten zu Lasten der Gemeinden von 67 500 Franken, Anteil Matten 12 670 Franken, zu genehmigen.
Goldener Schlüssel
Bereits im Frühjahr hat der Gemeinderat darüber orientiert, dass vorgesehen ist, die Richtlinien für die Abgabe des Goldenen Schlüssels zu ändern. Heute erhalten Gäste, die in 15 Kalenderjahren mindestens je zehn Ferientage in Matten, Interlaken oder Unterseen verbracht haben, den Goldenen Schlüssel. Bei einem Aufenthalt von fünf Jahren erhalten die Gäste eine silberne und bei einem Aufenthalt von zehn Jahren eine goldene VIP-Nadel.
Das Gästeverhalten und damit die Bedürfnisse an eine Ehrung haben sich in den letzten Jahren verändert. Die Gäste bleiben nicht mehr gleich lange wie früher, sind mobiler und haben höhere Ansprüche an ihren Ferienort. Das Gästeehrungsprogramm ist möglicherweise bei den Vermietern auch etwas in Vergessenheit geraten, was mit ein Grund sein kann, dass nicht mehr so viele Ehrungen vorgenommen werden wie früher. Stammgästebindung ist aber sehr wichtig und die Gästeehrungen sind ein geeignetes Instrument dazu. Deshalb wurden die Richtlinien überarbeitet.
Gemäss den neuen Richtlinien erhalten nun langjährige Gäste bereits nach 10 Jahren einen Goldenen Schlüssel. Die silbernen und goldenen VIP-Nadeln werden hingegen abgeschafft. Die neuen Richtlinien der Gemeinden Interlaken, Matten und Unterseen werden auf den 1. Januar 2006 in Kraft gesetzt.
Gute Noten für die Gemeindeverwaltung von Matten
Der Gemeinderat nahm davon Kenntnis, dass der Regierungsstatthalter am 30. August 2005 in der Gemeindeverwaltung eine Inspektion durchführte. Aus dieser Überprüfung resultierte ein sehr positives Resultat. Laut Inspektionsbericht wird die Gemeindeverwaltung Matten sehr gut geführt.
Lehrstelle
Die Lehrstelle ab 1. August 2006 wurde an Danielle Tschampion, Rütstrasse 23a, Matten vergeben.
Zivilschutz
Dem Nachtrag Nr. 1 zum Vertrag über die Zusammenarbeit der Einwohnergemeinde Interlaken als Sitzgemeinde mit den Gemeinden des Amtes Interlaken (ausser Brienz, Brienzwiler, Hofstetten, Oberried und Schwanden) im Bereich Zivilschutz (Zivilschutzorganisation Jungfrau) hat der Gemeinderat zugestimmt.
Gegenüber dem bisherigen Vertrag erfolgten einige organisatorische Änderungen sowie die Aufnahme der Gemeinde Gsteigwiler in die Zivilschutzorganisation Jungfrau. |