Donnerstag, 22. September 2005 |
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Minimalzentrum: Von der Stafelalp in die Untere Gantrischhütte
Ende Januar 2006 schliesst das Minimalzentrum Stafelalp in der Gemeinde Wattenwil den Betrieb und auf diesen Zeitpunkt hin soll in der Unteren Gantrischhütte (Truppenunterkunft) ein Nachfolgeprojekt umgesetzt werden. Das Ziel, auf der Stafelalp Personen mit einem Nichteintretensentscheid zur selbständigen Ausreise zu bewegen, ist laut einer Medienmitteilung nur teilweise erreicht worden.
aid/bns. «Aufgrund der ausgeprägt dezentralen Lage und der beschränkten Dienstleistungen (Naturalleistungen) soll mit dem neuen Standort des Minimalzentrums in der Unteren Gantrischhütte (Gemeinde Rüschegg) für die betroffenen Personen ein wirksamer Anreiz geschaffen werden, hinsichtlich ihrer Ausreise mit den Behörden zusammenzuarbeiten», heisst es in der Medienmitteilung.
Seit Februar 2005 erhalten auf der Stafelalp in der Gemeinde Wattenwil Personen mit einem Nichteintretensentscheid die verfassungsrechtlich geforderte Nothilfe. «Hohe Belegungszahlen und eine verhältnismässig lange durchschnittliche Aufenthaltszeit lassen den Schluss zu, dass mit diesem Standort das gesetzte Ziel nur teilweise erreicht worden ist», heisst es in der Medienmitteilung. Das Minimalzentrum Stafelalp – siehe auch Minimalzentrums auf der Stafelalp eröffnet vom Samstag, 12. Februar 2005 – hatte seinerseits das Ende November 2004 geschlossene Pilotprojekt auf dem Jaunpass ersetzt.
Ende Januar 2006 soll in der Unteren Gantrischhütte (Truppenunterkunft) ein Nachfolgeprojekt umgesetzt werden, verlautet im weiteren: «Die zu gewährende Nothilfe im neuen Minimalzentrum umfasst Obdach, Nahrung, Kleidung, die Möglichkeit zur Körperpflege und medizinische Nothilfe.» Der neue Standort liege so dezentral, dass grössere Agglomerationen für die Betroffenen schwierig zu erreichen seien.
Das Minimalzentrum wird laut Medienmitteilung im Auftrag des Amtes für Migration und Personenstand von der ORS Service AG geführt, welche auch für die betriebliche Leitung der Minimalzentren Jaunpass und Stafelalp verantwortlich gewesen sei. Die ORS Service AG stelle die Aufrechterhaltung der Ordnung im Minimalzentrum sicher: «Auf betreuerische Angebote mit integrierendem Charakter wird verzichtet; die den Asylsuchenden sonst offenstehenden Bildungs- und Beschäftigungsprogramme und andere Angebote stehen Personen mit einem Nichteintretensentscheid nicht zur Verfügung.»
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