Die ersten Bahntechnik-Container für den Lötschberg-Basistunnel
Der erste von 136 seit Frühjahr 2004 in Bern montierten, ausgerüsteten und getesteten Bahntechnik-Container ist am Freitagvormittag mit der Bahn in die Betriebszentrale Lötschen des Lötschberg-Basistunnels gebracht worden.
Die ersten von insgesamt 136 Bahntechnik-Containern für den Lötschberg-Basistunnel. (Bild zvg)
pd/bns. Der Container hatte laut einer Medienmitteilung der BLS AlpTransit AG seine Reise von Bern auf den Installationsplatz Raron am Mittwoch, 28. September 2005 angetreten: «Die elektromechanischen – Klimatisierung, Stromversorgung und so weiter – und elektronischen – Sicherheitsanlagen, Funk und so weiter – Ausrüstungen, die in die acht Betriebszentralen im Lötschberg-Basistunnel kommen, sind in Stahlcontainern untergebracht, die die Anlagen vor Feuchtigkeit und Hitze schützen.» Die 136 Container seien in der ehemaligen von-Roll-Halle in Bern in Gruppen montiert, von den Monteuren der verschiedenen Spezialfirmen ausgerüstet und anschliessend untereinander getestet worden. Die Tests fanden nach Alptransit-Angaben in drei Phasen statt: «In einem ersten Schritt testete man die Funktionstüchtigkeit der Anlagen jedes einzelnen Fachbereiches (zum Beispiel Niederspannung), in der zweiten Phase wurden die Container innerhalb eines Bereiches zusammengeschlossen und in das Tunnelleitssystem integriert.» Anschliessend seien die Anlagen im Gesamtverbund getestet worden: «Diese Vorgehensweise hat grosse Vorteile – Fehler konnten frühzeitig erkannt und effizient behoben werden, bevor die Container über mehrere Kilometer verteilt im Tunnel sind.»
Der Transport des ersten Containers von Bern auf den Installationsplatz Raron fand laut Alptransit am 28. September 2005 statt: «Aus logistischen Gründen wird diese Strecke mit Lastwagen zurückgelegt; in Raron angekommen verlud man den Container auf einen Eisenbahnwagen, der ihn an sein Bestimmungsort im Tunnel – die Betriebszentrale Lötschen – brachte.» Dort sei er mit einer speziellen Zugmaschine in die Zentrale gefahren und mit einem fest montierten Kran plaziert worden. Der Vorgang erfordere wegen den engen Platzverhältnissen im Tunnel von allen Beteiligten höchste Konzentration: «Die Sicherheit bei der Einfahrtshöhe in die Betriebszentrale beträgt nur gerade 35 Zentimeter, bei den Fahrleitungshalterung 50 Zentimeter. Der ganze Transportvorgang vom Verladen auf dem Installationsplatz bis zur definitiven Plazierung beanspruche ungefähr zwei Stunden. Pro Bahntransport würden jeweils ein bis zwei Container in den Tunnel gebracht.
Die Ausrüstung der Betriebszentralen Lötschen erfolgt nach Angaben der Alptransit ab Raron. Ferden werde mit Lastwagen durch den Fensterstollen ausgerüstet und die Container für die Zentralen Mitholz würden von Frutigen her in den Tunnel gebracht: «Die letzten Transporte führt man im Frühling/Sommer 2006 durch.»
Berner Oberland News |
|
Leserbriefe an die Berner Oberland News sowie Anfragen für Werbebanner, Inserate und Bilder in druckfähiger Auflösung |
|
Aktuelle Frontseite |
| |
|
|
|