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Freitag, 23. September 2005
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Neuer Mieter für Halle 6 im Thuner Selve-Areal gesucht

Im Thuner Selve-Areal wird die vom Grossverteiler Coop auf eigene Kosten umgebaute und vorübergehend als Bau-und-Hobby-Markt genutzte Halle 6 bereits ab März 2006 nicht mehr benutzt, da der definitive Laden an der Schulstrasse früher als erwartet eröffnet werden kann. Nach dem Entscheid des Thuner Stadtrates vom Donnerstag, 22. September 2005, der Genossenschaft Vaporama die Halle 6 nicht zur Verfügung zu stellen, sucht die Stadt als Eigentümer per Mai 2006 einen neuen Mieter.

sth/bns. «Für die Halle, den anschliessenden Winkelbau und ein Nachbargebäude wird eine kulturelle Nutzung bevorzugt, aber auch andere der Allgemeinheit dienende Angebote werden geprüft», heisst es in einer Medienmitteilung. Damit der Grossverteiler die denkmalgeschützte ehemalige Industriehalle 6 im Selve-Areal in Thun habe übernehmen können, habe Coop mit dem damaligen Eigentümer Selve Park AG einen Mietvertrag bis August 2008 abgeschlossen, den die Stadt im Jahr 2004 als neuer Eigentümer übernahm: «Coop baute die Halle an der Scheibenstrasse auf eigene Kosten um und nutzte sie als Ersatzlokal für den ‹Bau-und-Hobby›-Fachmarkt in Thun-Dürrenast, während dieser modernisiert wurde.» Da Coop diesen Neubau früher als erwartet werde beziehen können, soll die Halle 6 ab Mai 2006 an einen neuen Nutzer vermietet werden: «In diesen Tagen erfolgt die Ausschreibung per Inserat, in dem die Stadt für die Halle 6, den Winkelbau und das benachbarte Gebäude 8 einen neuen Mieter, allenfalls einen Baurechtnehmer oder Käufer sucht.»

Bereits im Frühsommer dieses Jahres – siehe auch Die Stadt Thun spart bei der «Vaporama» vom Donnerstag, 23. Juni 2005 – habe der Gemeinderat beschlossen, die Unterstützung der Stiftung Vaporama, die in der Halle 6 ein Dampfmaschinen-Museum einrichten wolle, nicht über das Jahr 2007 hinaus zu verlängern und die entsprechende Vereinbarung, die auch die spätere Nutzung der Halle 6 vorsehe eventuell vorzeitig aufzulösen, wird in der Medienmitteilung erinnert – «dies nachdem Bund und Kanton ihre Unterstützung verweigert beziehungsweise angekündigt hatten, diese ab 2006 zu streichen». Dem entsprechenden Antrag des Gemeinderates sei der Stadtrat nun an seiner Sitzung vom Donnerstag 22. September 2005 gefolgt. Nach wie vor im Vordergrund stehe für die Stadt Thun eine kulturelle Nutzung der Halle 6 und des Winkelbaus, in dem zurzeit unter anderem das Dancing Orvis eingemietet sei: «In zweiter Priorität könnte sich der Gemeinderat auf den rund 2200 Quadratmeter Bruttonutzfläche der Halle Ausstellungen, Schulungsräume, Gastgewerbe oder allenfalls eine Markthalle vorstellen; im fünfgeschossigen Winkelbau mit über 2600 Quadratmeter Brutto-Nutzfläche können Büros, Ateliers, anderes Kleingewerbe oder teilweise Wohnungen realisiert werden.» Eine ähnliche Nutzung wie im Winkelbau werde im Gebäude 8 – es stehe aareseitig der Halle 6 – angestrebt. Hier stünden 245 Quadratmeter Bruttonutzfläche zur Verfügung.

Berner Oberland News

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