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Dienstag, 6. September 2005
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Brienz: Noch enorme Schuttmengen im Bereich des Glyssibachs


Die Schynige-Platte-Bahn verlängert die Saison um eine Woche

Die Räumungsarbeiten in den Schadengebieten Trachtbach und Glyssibach in Brienz laufen auf Hochtouren: Gestern Montag standen laut Informationsbulletin des Gemeindeführungsorgans vom Dienstag, 6. September 2005 knapp 300 Hilfskräfte im Einsatz – neben 170 Armeeangehörigen zahlreiche auswärtige Zivilschutz- und Feuerwehrleute sowie freiwillige Helfer. Bei den Bahnen der Jungfrauregion sind mit Ausnahme der Strecke Zweilütschinen–Grindelwald alle Verbindungen in Betrieb und die Züge verkehren nach Fahrplan. Bei der Schynige-Platte-Bahn wird die Betriebsdauer um eine Woche verlängert.

Im Bereich des Glyssibachs in Brienz dauern die Grobräumungsarbeiten aufgrund der enormen Schuttmengen wesentlich länger.

pd/bns. «Mittlerweile treten klare Unterschiede beim Volumen des Räumungsaufwandes in den beiden Schadengebieten zutage», verlautet im jüngsten Informationsbulletin des Gemeindeführungsorgans von Brienz: «Während im Bereich des Trachtbachs bereits am Samstag mit der Räumung und Reinigung von Liegenschaften und Gärten begonnen werden konnte, dauern die Grobräumungsarbeiten im Bereich des Glyssibachs aufgrund der enormen Schuttmengen wesentlich länger.» Angebote von freiwilligen Hilfskräften würden nach wie vor gerne angenommen: «Bitte vorgängig via Hotline – Telefon 033 951'23'56 – anmelden.»

Prioritätenliste

Die vom Gemeindeführungsorgan beschlossene Prioritätenliste (1. Bachläufe, 2.
Kantonsstrasse, 3. Quartierstrassen, 4. Privatgrundstükke) bleibt laut Informationsbulletin weiterhin gültig. Seit Montag würden drei Notbrücken über den Glyssibach verlegt, damit die Räumung auf der Westseite des Bachlaufs aufgenommen werden könne: «Bevor die Räumungskräfte auf die privaten Grundstücke vorstossen, werden die Grundeigentümer verständigt, damit sie bei den Räumungsarbeiten anwesend sein können.» Die permanente visuelle Überwachung des Rutschgebiets im Ritz – im Einzugsgebiet des Trachtbachs – habe dank der anhaltend trockenen Witterung der letzten zehn Tage reduziert werden können. Sie werde seit dem Wochenende durch eine elektronische Überwachung ergänzt: «Kommt ein unterhalb des Rutschgebiets gespannter Draht mit Schutt in Berührung, so werden automatisch mehrere Angehörige des Gemeindeführungsorgans benachrichtigt.» Es bestehe genug Vorlaufzeit, um in einem solchen Fall die Situation vor Ort zu untersuchen und gegebenenfalls Massnahmen zu ergreifen (zum Beispiel Information der Bevölkerung, im Extremfall Evakuationen). Das Gelände werde zusätzlich zweimal täglich durch Revierförster Hanspeter Weber begangen und beobachtet. Bei starken Niederschlägen soll die visuelle Überwachung wieder permanent durchgeführt werden.

Mehr als 20 Häuser schwer geschädigt oder komplett zerstört

«Beim Unwetter vom 23. August wurden in Brienz mehr als 20 Häuser schwer beschädigt oder gar komplett zerstört», wird im Informationsbulletin ausgeführt. Über 90 Einwohner der Gemeinde hätten dabei ihr Obdach verloren: «Die Betroffenen konnten in Ferienwohnungen und anderen Privatunterkünften untergebracht werden.»

Strassenverkehr. Die Kantonsstrasse ist nach Angaben des Gemeindeführungsorgans bis zum kommenden Samstag, 6.00 Uhr für den allgemeinen Verkehr jeweils von 5.30 bis 6.45 Uhr und von 17.30 bis 22.00 Uhr geöffnet. Ausserhalb dieser Zeiten sei die Kantonsstrasse zwischen Hotel Kreuz und Coiffure Hérisson für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Damit die Teilnehmer an der Abdankung für die beiden Opfer der Unwetterkatastrophe in der Kirche Brienz ungehindert passieren könnten, wurde angekündigt, die Kantonsstrasse am Dienstag, 6. September bereits ab 13 Uhr für den allgemeinen Verkehr zu öffnen (bis 22 Uhr). – Die Strasse Unterschwanden–Glyssen–Brienz ist laut Informationsbulletin im Rahmen der dort üblichen Verkehrseinschränkungen täglich von 11.30 bis 13.45 Uhr im Einbahnbetrieb wie folgt geöffnet: Durchfahrt von West nach Ost (ab Brienz) von 11.30 bis 11.45 Uhr, von 12.30 bis 12.45 Uhr und von 13.30 bis 13.45 Uhr; Durchfahrt von Ost nach West (ab Schwanden) von 12.00 bis 12.15 Uhr und von 13.00 bis 13.15 Uhr.

Öffentlicher Verkehr. Fahrplan Shuttlebus zwischen den Ortsteilen Kienholz und Dorf: Stündliche Abfahrten ab Buscheli von 6.40 bis 22.40 Uhr. Stündliche Abfahrten ab Rössliplatz von 6.10 bis 22.10 Uhr. – Fahrplan Bahnersatzbusse Kienholz–Interlaken: Stündliche Abfahrten ab Buscheli von 6.30 bis 19.30 Uhr sowie um 20.44 Uhr und 21.44 Uhr. Stündliche Abfahrten ab Interlaken Ost von 6.08 bis 20.08 Uhr sowie um 21.15 Uhr und 22.15 Uhr. – Fahrplan Bahnersatzbusse Brienz/Dorf–Interlaken: Stündliche Abfahrten ab Rössliplatz von 6.05 bis 20.05 Uhr sowie um 21.20 Uhr. Abfahrten ab Interlaken Ost um 6.15 Uhr, 8.23 Uhr, stündlich ab 9.15 bis 20.15 Uhr sowie um 21.23 Uhr. – Fahrplan Bahnersatzbusse Brienz/Kienholz–Meiringen: Stündliche Abfahrten ab Buscheli von 6.25 bis 20.25 Uhr sowie um 21.32 und 22.32 Uhr. Stündliche Abfahrten ab Meiringen von 6.17 bis 19.17 Uhr sowie um 20.31 Uhr und 21.31 Uhr.

Saisonverlängerung bei der Schynige-Platte-Bahn. Unser Archivbild zeigt einen Zug der SPB auf dem Bahnhof Wilderswil. (Bild Peter Schmid)

Bahnen in der Jungfrauregion

Bei den Berner Oberland-Bahnen (BOB) und bei den Jungfraubahnen sind laut einer Medienmitteuilung mit Ausnahme der Strecke Zweilütschinen–Grindelwald alle Verbindungen in Betrieb und die Züge verkehren nach Fahrplan. Bei der Schynige-Platte-Bahn werde die Betriebsdauer um eine Woche verlängert: Saisonschluss Sonntag, 23. Oktober 2005.

Auf der Strecke Zweilütschinen–Grindelwald werden nach Angaben der Jungfraubahnen Busse als Bahnersatz im Stundentakt eingesetzt. Diese verkehrten direkt ab Bahnhof Interlaken Ost, so dass in Zweilütschinen nicht zusätzlich umgestiegen werden müsse: Interlaken Ost ab 6.35, 07.20 Uhr dann stündlich zur Minute xx.20, 20.15, 21.15, 22.15, 23.20 Uhr. Grindelwald ab von 5.35 bis 20.35 Uhr stündlich zur Minute xx.35, 21.46, 22.46 Uhr.

«Die Berner Oberland-Bahnen und die beauftragten Bauunternehmen setzen alle ihre Kräfte ein, die Bahnstrecke nach Grindelwald so rasch als möglich instandzustellen», heisst es in der Medienmitteilung: «Bei den umfangreichen Schäden, welche es zu beheben gilt, werden die Reparaturarbeiten nicht vor Mitte November beendet sein.» Auf die Wintersaison – Fahrplanwechsel 10. Dezember – werde die Strecke jedoch sicher vollständig zur Verfügung stehen.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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