Freitag, 23. September 2005 |
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Brienz: Feinräumung im Schadengebiet Glyssibach voraussichtlich erst im Frühjahr
Die Räumungsarbeiten im Schadengebiet Trachtbach stehen kurz vor dem Abschluss. Der Quai ist zwischen dem Bahnhof und der Kirche wieder auf der ganzen Strecke begehbar. Im Schadengebiet Glyssibach sind die Räumungsarbeiten weiterhin im Stadium Grobräumung und die Feinräumung kann voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr aufgenommen werden.
Im Schadengebiet Glyssibach kann mit den Feinräumungsarbeiten voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr begonnen werden. (Archivbild Dora Schmid-Zürcher)
Nach wie vor können nach Angaben des Gemeindeführungsorgans im Schadengebiet Glyssibach leichtere Räumungsarbeiten nur in begrenztem Umfang ausgeführt werden. Schulklassen und weitere Gruppen, die sich für einfachere Räumungseinsätze interessieren, werden laut dem offiziellen Informationsbulletin zu den Unwetterfolgen hier daher vorläufig nur punktuell eingesetzt: «Feinräumungsarbeiten werden im Schadengebiet Glyssibach voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr in Angriff genommen werden können; die Gemeindebehörden hoffen, dass sich auch zu diesem Zeitpunkt wieder freiwillige Helfer zur Verfügung stellen werden.»Angebote werden unter Telefon 033 951 23 56 gerne entgegengenommen. Das Rutschgebiet im Ritz im Einzugsgebiet des Trachtbachs – siehe auch Brienz: Kantonsstrasse zeitweise auch nächste Woche wieder offen vom Samstag, 3. September 2005 – werde weiterhin mit einer elektronischen Messanlage überwacht: «Das Gelände hat sich etwas beruhigt, ist aber nach wie vor in Bewegung.» Sollte der unterhalb des Rutschgebiets gespannte Draht mit Schutt in Berührung kommen, so würden automatisch mehrere Angehörige des Gemeindeführungsorgans benachrichtigt: «Es besteht genug Vorlaufzeit, um in einem solchen Fall die Situation vor Ort zu untersuchen und gegebenenfalls Massnahmen zu ergreifen (zum Beispiel Information der Bevölkerung, im Extremfall Evakuationen).» Das Gelände werde zusätzlich regelmässig durch den Revierförster begangen und beobachtet. Bei starken Niederschlägen werde jeweils eine permanente visuelle Überwachung durchgeführt: «In ähnlicher Weise ist durch die Gemeinde Schwanden auch am Oberlauf des Glyssibachs ein Beobachtungsposten eingerichtet worden; der Posten wird bei starken Niederschlägen besetzt.»
Verkehrswege
Aufgrund der intensiven Räumungsarbeiten und -transporte muss laut dem offiziellen Informationsbulletin der Gemeinde Brienz auf der Kantonsstrasse im Gebiet Glyssibach nach wie vor von Montag bis Samstag mit Einschränkungen und Wartezeiten gerechnet werden: «Die Schwanderstrasse bleibt wegen des intensiven Räumungsverkehrs weiterhin gesperrt; der Zeitpunkt der Öffnung ist derzeit noch nicht absehbar.» Nach dem letzten Schultag vor den Herbstferien, heute Freitag, 23. September 2005, werde auch der Schulbusbetrieb zwischen den Ortsteilen Dorf und Kienholz eingestellt. Die Schule Brienz werde vor dem Ferienende darüber informieren, auf welche Art und auf welcher Strecke die Schüler nach den Herbstferien den Schulweg zurücklegen können; die betreffenden Informationen sollen am 14. Oktober 2005 in der Lokalpresse und auf www.schule-brienz.ch erscheinen. Die «Zentralbahn» rechne damit, die Bahnlinie Meiringen–Brienz Mitte Oktober wieder in Betrieb nehmen zu können: «Informationen zum konkreten Zeitpunkt und zu allfälligen Fahrplanänderungen können zu gegebener Zeit der Presse entnommen werden.» Bis dahin verkehrten auf dieser Strecke Bahnersatzbusse. Auf der Bahnstrecke Brienz–Interlaken verkehrten die Züge nach Spezialfahrplan. Die Postautolinie Brienz–Ballenberg werde weiterhin von Brienz nach Brienzwiler und über Hofstetten nach Schwanden geführt: «Die Fahrpläne dieser drei Linien sind auf www.brienz.ch abrufbar.
Informationsangebote
«Seit der Unwetterkatastrophe vom 22./23. August 2005 haben die Gemeindebehörden die Bevölkerung mittels regelmässig erscheinender Informationsbulletins über die laufende Entwicklung orientiert», verlautet im weiteren. Mit der heutigen Ausgabe werde das Informationsbulletin eingestellt: «Die Verhältnisse in Brienz insbesondere im Schadengebiet am Glyssibach sind zwar leider noch immer weit von der Normalität entfernt – die Bewältigung der Unwetterfolgen hat jedoch mittlerweile ein Stadium erreicht, in dem sowohl im Bereich der Infrastruktur als auch bei den Verkehrswegen stabile und klare Verhältnisse herrschen.» Damit
gehe naturgemäss auch der Informationsbedarf zurück. Die Einwohner
von Brienz würden von den Gemeindebehörden selbstverständlich weiterhin über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden gehalten: «Als Informationskanäle stehen dabei einerseits die Medien im Vordergrund – andererseits werden sich die Gemeindebehörden bei Bedarf auch auf dem Postweg (mittels Informationsblättern) direkt an die Bevölkerung richten können.»
Informationsstelle und Infrastruktur. Die Informationsstelle vor der Turnhalle Kienholz ist ab kommendem Montag werktags von 7.30 bis 8.30 und von 16.30 bis 18.30 Uhr geöffnet: Die Hotline für Fragen zu den Unwetterfolgen ist ab sofort von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 bis 12.00 und von 13.30 bis 17.00 Uhr in Betrieb; die Telefonnummer lautet: 033 951 23 56. – Das Büro zur Betreuung der vom Unwetter betroffenen Einwohner in der Coop-Überbauung(Hauptstrasse 139 b) ist jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Um Wartezeiten zu vermeiden, sollten Besuche wenn möglich vorgängig angemeldet werden (Telefon 033 951 03 43). – Die Gemeindeverwaltung ist ebenfalls in der Coop-Überbauung untergebracht (Hauptstrasse 139 c). Die Schalter sind wie folgt geöffnet: Montag bis Freitag jeweils von 8.00 bis 10.00 und von 15.30 bis 17.00 Uhr.
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